Sonntag, 31. Dezember 2017

Jahreswechsel 2017 - 2018

In der Jahresschlußmesse am Sylvestertag um 17 Uhr danken wir für das vergangene Jahr und bitten den lieben Gott um Hilfe für das kommende Jahr. In den Fürbitten hören wir auch die Statistik für das vergangene Jahr. Um ein Gefühl für die Zahlen zu bekommen sollte man wissen, dass es in Stockerau knapp unter 10.000 Katholikinnen und Katholiken gibt. Die absolute Zahl bleibt dank dem Zuzug nach Stockerau trotz der Austritte relativ konstant. Natürlich wirkt sich das aber auf den relativen Anteil an der Wohnbevölkerung aus.

Fürbitten Jahresschlussmesse Stockerau 31.12.2017

Lasst uns in den Fürbitten zu Jesus Christus beten, der uns dieses Jahr gegeben hat und der den Lauf der Zeit vollendet:

  • 73 Kinder wurden in diesem Jahr getauft. Beten wir für sie, dass ihnen der Weg des Glaubens viel Freude und Mut schenke.
  • 81  Kinder haben erstmals die Heilige Kommunion empfangen. Beten wir für sie und ihre Familien, dass sie Schritt für Schritt im Glauben wachsen.
  • 82  junge Menschen wurden in diesem Jahr bei uns gefirmt. Beten für sie, dass Gottes Geist sie durch die bewegten und spannenden Phasen ihres Lebens hindurch begleite und ermutige.
  • 20 Paare haben in unserer Pfarre geheiratet. Beten wir für sie, dass sie einander jeden Tag mehr lieben und schätzen.
  • 111 Menschen sind im vergangenen Jahr aus der katholischen Kirche ausgetreten. Beten wir für Sie, dass sie der Stimme ihres Herzens folgen und dem Geheimnis ihres Lebens auf der Spur bleiben.
  • 6 Menschen sind in diesem Jahr in die Kirche eingetreten. Beten wir fürs sie, dass dieser Schritt sie auf ihrem Lebensweg voranbringt und ihre Beziehung zu Gott vertieft.
  • 115 Menschen haben wir in diesem Jahr in unserer Pfarre zu Grabe geleitet. Beten wir für sie und für ihre Angehörigen, dass Gottes Licht ihnen Leben, Hoffnung und Freude schenke.

So beten wir für unseren Weg als Pfarre und als Kirche: dass wir voll Zuversicht immer mehr Gottes Ruf in unserer Zeit hören und leben.
Wir selber stehen vor Gott mit all dem, was dieses Jahr an Freude und an Sorgen mit sich gebracht hat. Beten wir, dass Gott auf alle Freude und alle Mühe seinen Segen lege.

Pfarrteam, Pfarrgemeinderat und Redaktion wünschen unseren Leserinnen und Lesern ein gesegnetes, gesundes und friedliches Neues Jahr 2018.

Predigt am Sonntag der Familie

Heute predigte Manfred Plattner, Pastoralassis tent in Stockerau, in den Sylvestersonntagmessen über die Hl. Familie und entpuppte sich als großer Fan des Stiefvaters Josef. Er hat sich auch bei der Krippe den Josef ausgeborgt , der jetzt auf dem Ambo steht.  Hier ist seine Predigt:

Mein Augenmerk am Fest der Heiligen Familie möchte ich heute auf eine Person lenken, die eher im Schatten steht, von der nicht viel erzählt wird. Trotzdem ist diese Person maßgeblich am Geschehen in dieser Familie Jesu beteiligt. Es ist jene Gestalt in der Krippe, die heute fehlt. Ich hab sie zu mir genommen: es ist JOSEF. Er war sozusagen der Stiefvater Jesu.

Im Hebr. bedeutet der Name Josef: Gott möge [noch andere Kinder] hinzufügen). Verlobt mit einem Mädchen, das von einem anderen geschwängert wird - darauf stand zur damaligen Zeit von Rechts wegen die Todesstrafe (denn Verlobung galt als Heiratsversprechen). Das Recht war eindeutig auf Josefs Seite. Er wollte die Verlobung aber heimlich lösen, um Maria nicht zu schaden, und um nicht von anderen gedemütigt zu werden. Im Traum erscheint ihm aber ein Engel und stimmt ihn um:
Zuerst war da sicher eine tiefe Enttäuschung von seiner Geliebten - aber dann sollte er sie aus ihrer Not retten, eine Umpolung von Demütigung in Rettung.
Wer bringt das wohl aus eigener Kraft zustande?
Ob Josef das auch gleich auf Anhieb verstanden hat - wohl nicht ganz.
Aber statt seine Verlobte seinerseits zu demütigen, gewinnt er nach und nach Wertschätzung Maria gegenüber. Die Botschaft des Engels hat ihm etwas aufgeschlossen, ihm Zugang zu einer anderen Kraft gegeben. Er hat sich wie Abraham, Simeon, Hannah ... durch ein spirituelles Geschehen auf einen Weg eingelassen, der ihn tiefer geführt hat und verstehen ließ:
  • Er lernt Marias Größe schätzen und zu fördern. 
  • Er unterstützt Maria in ihrer Mission, ihrem Geheimnis, ihrem Auftrag 
  • Er beherrscht Maria nicht (wie damals üblich), sondern tritt in den Hintergrund, wo sie ihren Freiraum bekommt, den sie braucht.
Andere haben sich wohl lustig über seine Weichheit gemacht, weil es so aussieht, als wolle Maria ihm überlegen sein, aber:
  • Er bezähmt diese Befürchtung. 
  • Er stutzt nicht die Entfaltung seiner Frau, die anders ist, als seine Entwicklung. 
  • Er ist nicht neidisch wegen ihrer Vorzüge, sondern freut sich über ihr Entscheidung, über ihr Leuchten.
Und genau damit wird Josef zu einem reifen Mann und Vater:
Auch er hat der inneren Stimme Gehör geschenkt und hat die Wucht des Missverstehens umgeschmolzen in die Kraft der Wertschätzung. Er hat Marias Mission ermöglicht und ist daran selbst gereift und stark geworden - als Mann, als Familienvater.

Aber damit es mir nicht wie dem kleinen Fritz ergeht, bring ich jetzt den lieben Josef lieber zurück in die Krippe. Sie kennen die Geschichte?

Der kleine geht vor dem Heiligen Abend in die Kirche und macht sich an der dort aufgestellten Weihnachtskrippe zu schaffen. Der Pfarrer beobachtet ihn unbemerkt dabei, sagt aber nichts. Nachdem Fritz wieder gegangen ist, schaut sich der Pfarrer die Krippe an und stellt fest, dass Fritz den Josef mitgenommen hat.
Am nächsten Tag erscheint Fritz wieder in der Kirche. Er geht wieder zur Krippe und nimmt etwas weg. Der Pfarrer beobachtet ihn, sagt aber wieder nichts. Nachdem Fritz wieder gegangen ist, schaut sich der Pfarrer die Krippe an und stellt fest, dass Fritz die Heilige Mutter Maria mitgenommen hat.
Jetzt wird´s dem Pfarrer aber zu bunt und er beschließt, Fritz am nächsten Tag auf frischer Tat zu ertappen. Am nächsten Tag kommt Fritz wieder, geht zur Krippe, nimmt allerdings nichts weg sondern legt einen Brief in die Krippe. Der Pfarrer beobachtet dies wieder und wartet erst einmal ab. Fritzchen geht wieder.
Der Pfarrer geht zur Krippe, nimmt den Brief und öffnet ihn. Darin steht Folgendes geschrieben: Liebes Christkind! Wenn Du mir dieses Jahr wieder kein Mountainbike zu Weihnachten schenkst, siehst Du Deine Eltern nie wieder!


Ja in unseren weihnachtlichen Familienbegegnungen versuchen wir Freude durch gemeinsame Zeit und Geschenke zu bereiten. Das ist auch schön und macht Freude.
Wir können viel machen und vorbereiten, aber dieses Licht, das da kommt, das "machen" nicht wir - auch nicht durch noch so perfekte Vorbereitungen.
Weihnachten kam nicht durch Vorbereitungen von Menschen, sondern weil Gott wollte, dass Weihnachten wird. Ja, Menschen haben mitgewirkt, haben Ja gesagt zu diesem Licht. Aber das eigentliche Licht von Weihnachten besteht darin, dass Gott es ist, der uns so nahe kommt, wie nie zuvor. Seine Liebe bekommt Hände und Füße, ein Gesicht. Vor diesem Gott mit Menschengesicht ist Platz für jeden, für alle.
Und es kommen auch viele: die Zufriedenen, die Überarbeiteten, die Genervten, die vom Leben Enttäuschten, die Sehnsüchtigen, die Gescheiterten, die, die Angst haben, die Zweifler, die Frommen, die Kinder, die Alten, die Familien... um die Krippe herum scharen sie sich alle, Menschen, sogar Tiere, und sie merken: GOTT KOMMT GANZ NAHE.

Er kommt auch in deine Familie. Ganz gleich wie friedlich oder unleidlich es derzeit auch ist oder war. Er kommt zu uns, zu dir. Wie bei Josef schmilzt er unser Unverständnis in die Kraft der Wertschätzung füreinander. Das Kind berührt, es öffnet Augen, Mund und Herz. Christus der Retter IST DA!

Freitag, 29. Dezember 2017

Die online Pfarre im Jahresrückblick

Das Jahresende ist das Fest der Statistik. So wollen auch wir uns anschließen und ein paar Zahlen zu unserem online PfarrMagazin und einige wenige zum PfarrWeb berichten:

Zum online PfarrMagazin:

Im Jahr 2017 gab es 376 Artikel zu lesen, grob gesagt einer pro Tag. In Summe gab es im ganzen Jahr auf die Artikel 70359 Zugriffe, das sind im Durchschnitt 193 pro Tag und 5863 pro Monat. Der Monat mit den meisten Zugriffen war der Mai mit 7470 Zugriffen, der "schwächste" Monat der August mit 4598 Zugriffen.

Auf unsere Fotoalben mit 49 Alben im Jahr 2017 erfolgten ungefähr 320 Zugriffe pro Monat.
Auf das smartphonegerechte Verlautbarungsblatt erfolgten ebenfalls etwa 320 Zugriffe pro Monat.
Auf das smartphonegerechte Pfarrblatt im Internet gab es etwa 90 Zugriffe pro Monat. Da muss man sich wohl überlegen, ob es der Mühe wert ist. Man kann es ja über das PfarrWeb als PDF jederzeit herunterladen, aber dann am kleinen Smartphoneschirm nur mühsam lesen.

Wenn man die Zugriffe nach Ländern ansieht, dann kommen 48% aus Österreich, 30% aus Deutschland, 10% aus den USA und die restlichen 12% aus allen möglichen, auch monatlich wechselnden Ländern, meist mit einem größeren Anteil noch aus Rußland.

Kommentare sind seit Beginn eine Schwachstelle. 25 Kommentare das ganze Jahr über und hier ein Schwerpunkt von einem kritischen Anonymus, der in letzer Zeit zu kommentieren aufgehört hat. Wir würden uns viel mehr Kommentare wünschen, um ein wenig in einen Dialog zu kommen. Aber wahrscheinlich ist so ein Pfarr-Blog das falsche Medium dafür und Whatsapp, Facebook und ähnliche Apps würden sich besser dazu eignen.

Es hat sich bewährt, auf ausgesuchte Artikel auf der Stockerauer Facebook-Seite Was ist los bei uns in Stockerau hinzuweisen. Bis zu 900 Stockerauerinnen und Stockerauer haben manche dieser insgesamt im Jahr 25 Hinweise angesehen und immer wieder gab es "Likes" und Kommentare.

Zum PfarrWeb:

Das PfarrWeb zählt je Tag zwischen 100 und 150 Zugriffe, meist auf die Einstiegsseite, den Google-Kalender und die Firm- und Erstkommunionseiten. Alles andere zeigt nur ein paar "zerquetschte" Interessenten. Auch wert, überdacht zu werden.

Neu im PfarrWeb ist, dass wir neben dem Google-Kalender der Pfarre Stockerau, den eingebundenen Kalendern der anderen Pfarren des Pfarrverbandes und dem auch eingebundenen Kalender der evangelischen Gemeinde auch den Gottesdienstkalender der Erzdiözese Wien aktuell halten, damit unsere Gottesdienste in allen 6 Gottesdienstorten in Stockerau und den Ortsteilen Ober- und Unterzögersdorf in der sehr praktischen App 1000Kirchen aufscheinen.

Andere Projekte:

  • Anlässlich der Gründung des neuen Pfarrverbandes Am Jakobsweg-Weinviertel wurde im Mai 2017 eine Festschrift mit einer Auflage von 10.000 Exemplaren und 16 Seiten im ganzen Pfarrverbandsgebiet verteilt. 
  • Vier Mal pro Jahr bekommen Sie das Stockerauer Pfarrblatt unterwegs mit einer Auflage von 6800 Exemplaren und ebenfalls 16 Seiten Umfang.
  • Eine kleine Pfarrverbandsseite gibt es auch im Internet (der Erzdiözese), die aber im Wesentlichen aus Verweisen auf die 5 Pfarren Hausleiten, Stockerau, Leitzersdorf, Haselbach und Niederhollabrunn besteht.
  • Als Projektidee gibt es den Plan, statt der heute 4 Pfarrzeitungen nur mehr eine Pfarrverbandzeitung herzustellen und zu verteilen. Aber gut Ding braucht noch etwas Weile. Der nächste Schritt kann dann ein gemeinsames PfarrverbandsWeb sein.


Die Redaktion wünscht Ihnen Gottes Segen für das Jahr 2018 und sich selbst viele treue Leserinnen und Leser. 

Bild: Zugriffe auf das online Pfarrmagazin im Dezember 2017.





Weihnachspost von den Philippinen

 Dieser Tage hat unser Arbeitskreis Weltkirche Weihnachtspost von Bruder Bela Lanyi, dessen Projekte zur Unterstützung von Straßenkindern auf den Philippinen (Cebu) vom Stockerauer Arbeitskreis und damit von Ihnen, liebe Spenderinnen und Spender, unterstützt werden.

Er schreibt:
Lieber Walter (Pusch), lieber Herr Pfarrer und Mitglieder des Arbeitskreises für Weltkirche!
Hiemit möchte ich Euch ein gnadenreiches Weihnachtsfest und ein gesegnetes Neues Jahr in guter Gesundheit wünschen! Herzlichen Dank für die Unterstützung. Im Bild ist die Geistessammlung ehemaliger Straßenkinder zu sehen, den ich mit Eurer Unterstützung helfe.
Bruder Bela Lanyi (Cebu, Philippinen)

Bruder Bela ist Ungar. Daher scheint das Wort Geistessammlung einer Übersetzung zu entstammen. Was die ehemaligen Straßenkinder hier feiern, wissen wir leider nicht. Google findet das Wort Geistessammlung im Zusammenhang mit der Lehre Buddhas.

Dienstag, 26. Dezember 2017

Geburtstagsfest

Diakon Anton Istuk
Heute ist der Tag des Hl. Stephan oder auch Stefan. Und so heißt auch unsere Kirche - sie ist dem Hl. Stephan, dem ersten Diakon und ersten Märtyrer geweiht. Den Gottesdienst um Halbzehn feierte Pfarrer Beranek mit unseren zwei Diakonen Johann Wolf und Anton Istuk, alle in die alten, goldenen und schweren Messkleider gehüllt.

So wie Stephan einer der ersten Diakone war, den die Aposteln besonders für die Sozialarbeit ausgewählt und ernannt hatten, so war auch heute Diakon Anton für die die Aufgabe der Predigt auserwählt. Er machte sich etwas Sorgen, dass man nach der Predigt auch ihn steinigen könnte, aber das Volk war sehr zufrieden mit seinen Worten. Er zog den Bogen vom Martyrium des Hl. Stephanus vor über 2000 Jahren zu den koptisch-christlichen Gastarbeitern in Lybien, die von der IS gefangen genommen, gefoltert und getötet worden waren, weil sie sich weigerten zum Islam zu konvertieren. Und das im Jahr 2015.

Schau, er fotografiert uns
Für die schöne Musik sorgte unsere Kantorenschola (Maria Maresova, Ruth Oberlehner, Herbert Wodi, Manfred Plattner und Peter Bernsteiner), die von Johannes Lenius geleitet wurden. Für die Instrumentalmusik sorgten Lisa Brunner an der Querflöte und Beate Kokits an der Orgel. Schön und zu Herzen gehend waren die Sätze von Stölzel, Kalkbrenner und Michael Haydn.

Zum Ende des Gottesdienstes lud Pfarrer Markus Beranek nochmals ein, die nächste Serie der Alpha-Glaubensgespräche, die am Mittwoch den 10. Jänner beginnen, zu nützen. Und er dankte dem ständigen Diakon Johann Wolf für seine Arbeit, die schon ein Jahrzehnt Menschen zu Gott führt. Unzählige Taufen, Hochzeiten und Begräbnisse hat er schon geleitet.

Am Ausgang wurde auch ein Weihnachtsgruß der Pfarre verteilt. Folgender Text steht auf dem Kärtchen:

Weihnachten ist ....

Jesus kommt aus Liebe zu dir,
egal ob es stressig, chaotisch oder erwartungsvoll in dir ist,
weil er DICH so sehr mag, wie DU bist!
Weil er bei DIR sein möchte, 
weil Du etwas ganz besonderes für ihn bist,
weol er DICH glücklich machen will.
Weil er sich von Herzen freut über DICH, 
weil er DIR Liebe schenken will.

Das sind genug Gründe 
für ein wunderbares Weihnachtsfest!





Montag, 25. Dezember 2017

Christmette und Christtag

Wie jedes Jahr war die Kirche wieder weihnachtlich und stimmungsvoll geschmückt. Die alte Krippe war wieder auf ihrem Platz unter der Kanzel aufgebaut und auch unser Marienaltar war schön von zwei Christbäumen flankiert.

Vor und in der Christmette - hier können Sie die Predigt nachlesen - musizierte Ulli Neuhold und ihr Chorale Totale einfache und anspruchsvolle Weihnachtslieder. Zum Ende des Gottesdienstes nahm unser Pfarrer Markus Beranek den kleinen Tobias, ein Baby,  zu sich und man konnte sich vorstellen, wie der kleine Jesus in der Krippe aussah. Auch der kleine Tobias war von den Engeln entzückt und gab keinen Laut von sich.
Nach der Mette schenkte unsere Jugend vor der Kirche Glühwein und Punsch aus.

Auch die Gottesdienste am Christtag wurden wie jedes Jahr sehr feierlich gefeiert, besonders das
Hochamt mit dem Kirchenchor, den Beate Kokits leitete, und der die "Kleine Weihnachtsmesse für die Kaiserin" sang. Johannes Lenius spielte auf der Orgel und ein kleines Streicherensemble spielte auf. Auch die Predigt dieses Gottesdienstes können  Sie hier lesen.

Hier finden Sie ein paar Fotos von der geschmückten Kirche.

Die Krippenandacht für unsere Kinder

Erika Trabauer berichtet uns, auch mit einer Reihe Bildern, von der Krippenandacht am 24. Dezember in Oberzögersdorf.

Schon traditionell feierten wir heuer wieder am  24. Dezember am späten Nachmittag eine Krippenandacht. 14 Kinder stimmten uns mit einem Krippenspiel auf diese besondere Nacht ein. Ganz viele Menschen waren bei dieser berührenden Aufführung dabei. Großes Danke an die mitwirkenden Kinder, aber auch an die Mamas, die mit ihnen dieses Stück eingeübt haben. Ebenfalls schon traditionell gab es dann noch am Dorfplatz Glühwein, kredenzt von der Familie Cuba. Vielen Dank für diese wunderbare Stunde!

Wir möchten auch gleich über eine gut besuchte Krippenandacht in Stockerau berichten:
In der Pfarrkirche fand mit einem Gottesdienst-Besuch, von dem Pfarrer Markus Beranek noch das ganze Jahr träumen wird, die Andacht für die Größeren statt. Mittelpunkt war ein Dialog eines unerfahrenen, jungen Engels und eines weisen Engels über das Wunder der Weihnacht. Anschließend schildernden Paula, Judith und Willi, was sie zu Weihnachten bewegt. Die Musik dazu waren traditionelle Weihnachtslieder, weniger traditionell und einmal anders auf einem Sythtesizer eingeleitet.
Zum Weg zur Krippe kamen dann die Kinder aus dem Pfarrzentrum, wo die Krippenandacht für die Kinder war,  in die Kirche.

Hier gibt es viele Fotos aus Oberzögersdorf und wenige aus Stockerau. 

Predigt am Christtag

Hier die kurze Predigt von Pfarrer Markus Beranek am Christtag 2017 zum Nachlesen.

Mit Lust und Last des Lebens zur Krippe kommen

Eigentlich haben wir das Weihnachtsevangelium gerade jetzt gehört. Die Hirten, diese etwas eigenbrötlerischen Gestalten draußen vor der Stadt, haben sich also in Bewegung bringen lassen. Vielleicht etwas mürrisch die einen, oder müde, oder doch auch wirklich neugierig. Die vielen Hirtenlieder und Hirtengeschichten haben genau diese Szenen mit unendlich viel Phantasie ausgestaltet. Deshalb lade ich sie, dass auch wir, dass auch sie sich auf den Weg zur Krippe machen. Nehmen wir als Geschenk all das mit, wo wir schon in Weihnachtstimmung gekommen sind. Und noch besser aber vielleicht auch schwieriger: nehmen wir als Geschenk all das mit, wo wir so gar nicht in Weihnachtsstimmung sind – die eigene Einsamkeit, den lieben Menschen, der gestorben ist, der Streit in der Familie, die Sorge um Kinder und Enkelkinder etc..
Wir können den Kern und die Botschaft dieser alten biblischen Geschichten entdecken, indem wir sie mit unserer eigenen Phantasie erleben. Indem wir uns einreihen in die Schar der Hirten. Indem wir mit Last und Lust unseres Lebens ebenso zur Krippe kommen. Setzen sie sich zur Krippe und schauen sie, staunen sie, weinen sie – und lassen sie sich berühren von dem kleinen Kind von dem der Titusbrief sagt „die Güte und Menschenliebe Gottes ist erschienen“. Wenn wir jetzt dann Brot und Wein am Altar bereiten ist das auch ein geistlicher Gang zur Krippe, weil wir in die Hostienschale unsere Mühsal, unser Leid und unsere Freude und Dankbarkeit hineinlegen können.
„Jesus, ich bring dir das, was mein Leben ausmacht – mehr habe ich nicht zu bieten.“ Und mehr braucht es auch nicht.
Denn genau deshalb feiern wir Weihnachten, damit in unserem Weinen und in unserem Lachen das Licht des Stalles sichtbar wird mit dem Gott uns in unserem Leben trösten und mit Freude erfüllen will.

Predigt zur Christmette 2017

Hier können Sie die Predigt von Pfarrer Markus Beranek zur Christmette am 24. Dezember nachlesen.

Als Kind war für mich Weihnachten natürlich ganz stark mit den heiß ersehnten Geschenken verbunden. Die Zeit am Heiligen Abend zwischen dem Ende des Essens und dem Aufbruch zur Christmette war dann natürlich für all die neuen Dinge reserviert, vorzugsweise ein neues Modell von Playmobil. Im Laufe der Zeit sind diese Geschenke mehr in den Hintergrund gerückt, was nicht heißt, dass ich die vielen kleinen Geschenke nicht immer noch mag und auch gerne selber Geschenke mache.
Die kindliche Erwartung und Vorfreude auf Weihnachten ist aber in den letzten Jahren nicht weniger geworden, ganz im Gegenteil. Was früher die vielen Packerln und Sackerl mit allen möglichen großen und kleinen Geschenken von Eltern, Omas, Taufpatin, Geschwistern waren, das ist jetzt der Blick auf die Krippe geworden. Ich mag die Christbaumkerzen. Ich mag das gute Essen zu Weihnachten. Ich mag es, wenn die Wohnung weihnachtlich geschmückt ist. Ich mag es, gemeinsam zu singen, zu beten zu essen und zu feiern.
Aber was Weihnachten zu Weihnachten macht, das ist für mich dann doch vor allem der Blick auf das kleine Kind in der Krippe. „Die Gnade Gottes ist erschienen, um alle Menschen zu retten“ haben wir in der Lesung aus dem Titusbrief gehört. Hier staunt ein gläubiger Mensch, der Verfasser des Briefes, über die Phantasie und Kreativität Gottes, der nichts unversucht lässt, um den Graben zu überbrücken, der uns Menschen so oft von Gott trennt.
Dieses Staunen steckt mich an. Ich lese diesen Satz und merke, wie er mir körperlich gut tut, wie sich in mir innerlich etwas löst. Es hat etwas von dem Geschmack wie früher, als im Packerl unter dem Christbaum das ersehnte neue Playmobilauto war. Allerdings wird die Freude über dieses Geschenk jedes Jahr größer. Unsere Beziehung mit Gott ist auf weite Strecken ein gar nicht so unkompliziertes Suchen und Finden. Phasenweise frage ich mich auch, warum es uns Gott nicht leichter macht, dass wir, dass alle Menschen ihm auf die Spur kommen können. Aber vielleicht ist das Suchen und Finden eben doch ein ähnlicher Prozess wie in einer Beziehung unter Menschen, wo wir miteinandervertraut werden und dann wieder entdecken, dass wir uns in mancher Hinsicht doch fremd sind und dass diese Fremdheit zugleich den anderen so anziehend und inspirierend macht – ich weiß ja schließlich auch von Beziehungen die zerbrochen sind, weil sich die beiden zu ähnlich waren und die Beziehung deshalb schlichtwegs langweilig geworden ist.
Gott macht´s uns nicht immer leicht, so ähnlich vielleicht auch, wie wir als Kinder auf die Folter gespannt waren den Heiligen Abend zu erwarten um dann endlich zu wissen, was wir heuer geschenkt bekommen. Gott macht uns neugierig und sehnsüchtig und innerlich suchend damit in uns eine Offenheit wächst wo ich dann voll Staunen sagen kann „ja wirklich, die Gnade Gottes ist erschienen, um alle Menschen retten“.
In diesem Satz kommt für mich Gottes weites Herz zum Ausdruck, er fordert uns heraus, lockt uns, lässt uns warten – aber alles hat das Ziel, dass er alle Menschen zum vollen, glücklichen Leben führen will.
Weihnachten, das ist für mich, die Bitte um das weite Herz. Weihnachten, das heißt für mich, das Kind in der Krippe anzuschauen und mich dran erinnern zu lassen, dass diesem großen, oft auch fremden und so ganz anderen Gott zugleich so viel an mir liegt. Weihnachten das heißt für mich, dass ich mir dieses weite Herz wünsche, dass Gott für uns im kleinen Kind in der Krippe zeigt. Weihnachten heißt für mich, dass ich bei der Krippe erleben darf, der große Gott der mag mich doch tatsächlich. Der macht sich auch heute auf den Weg zu mir.
„Die Gnade Gottes ist erschienen, um alle Menschen zu retten“. Es mag sein, dass diese Botschaft für sie noch verpackt ist, wie ein kostbares Geschenk, das mit viel Phantasie, in mehreren Schichten von Schachtel und Geschenkpapier verborgen ist. Lassen sie sich den Satz auf der Zunge zergehen. Nehmen sie sich in diesen Tagen am besten täglich ein paar Minuten Zeit, zur Krippe zu schauen. Kommen sie mit all ihrer Weihnachtsstimmung und mit dem, wo ihnen gar nicht weihnachtlich zu Mute ist. Gott gaukelt uns keine heile Welt vor. Er kommt uns in unserer Sehnsucht entgegen.

Samstag, 23. Dezember 2017

Die Flucht nach Ägypten

Im Internet gefunden: Ein Asylbescheid, der die Flucht eines Ehepaares mit ihrem neugeborenen Sohn vor über 2000 Jahren nach Ägypten, zum Inhalt hat. Weihnachtlich aktuell...

Hier geht's zum Blog von Georg Bürstmayr. Der Artikel ist schon 4 Jahre alt, aber passt auch zur Tankstellenkrippe in einem der letzten Artikel, nämlich zum Nachdenken, wie die Weihnachtsgeschichte heute geschehen könnte.

Zitat (Beginn des Asylbescheides):

Bescheid.
Spruch: 
Ihr Antrag auf Gewährung von internationalem Schutz wird abgewiesen. Ihr Antrag auf Gewährung von subsidiärem Schutz wird abgewiesen. Sie werden aus dem Bundesgebiet in das autonome Palästinensergebiet (Israel) ausgewiesen.
Begründung:
Sie behaupten, den Namen Miriam zu führen. Ihre Identität und Ihre Staatsbürgerschaft stehen nicht fest, zumal Sie trotz Aufforderung nicht in der Lage waren, irgendwelche Nachweise vorzulegen, selbst die Geburtsurkunde Ihres Sohnes wollten Sie nicht in Vorlage bringen.
....

Freitag, 22. Dezember 2017

Adventimpuls - Vierter Adventsonntag

4. Adventsonntag 
Ja sagen zu „anderen“ Wegen…

Die drei Könige sind nach der Begegnung mit dem Gottessohn in der Krippe auf einem anderen Weg (verändert) heimgekehrt. Die biblischen Texte sprechen davon, Heimat, Raum, Schutz, Sicherheit und Ruhe zu finden – ein Urbedürfnis aller Menschen – aber auf anderen als den erwarteten Wegen. Beheimatung und Zukunft wird von Gott geschenkt, der im Geheimnis da ist und offenbar wird, auch allen „Heiden“. In unserem Missionsverständnis heute bedeutet dies, dass Gott bei Anderen immer schon da ist und das Evangelium in der jeweiligen Kultur heimisch werden soll. Im Weg wechselseitigen Dialogs wird Fremdes Heimat, Identität, Sendung. Ein Geheimnis war auch die Botschaft des Engels an Maria – für viele Zeitgenossen damals und heute ist die junge Frau einfach „fremdgegangen“ und zu verurteilen. Maria selbst aber konnte im Dialog mit dem Engel Ja sagen zum Geheimnis in ihr und dem Unerwarteten, einem völlig neuen Selbstverständnis Raum geben. Was in meinem Leben, in mir selbst, in meinem Weltbild erscheint mir fremd und erweist sich, als Geheimnis angenommen, vielleicht als fruchtbares, rettendes Gottesgeschenk? Kann ich in der Fremdheit, im Anderssein von Mitmenschen, Angehörigen, KollegInnen, Menschen anderer Religion und Weltanschauung ihr Geheimnis entdecken und achten, im Vertrauen, dass es Frucht bringen kann im gemeinsamen Tun?

www.ssps.at

Ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest
wünschen die Steyler Missionsschwestern!



Gesegnete Weihnacht!

Ein Werk unseres Plakateteams.
Pfarrer Markus Beranek, das ganze Pfarrteam, der Pfarrgemeinderat  und das Redaktionsteam wünschen Ihnen, liebe Leserinnen und Leser dieses PfarrBlogs in nah und fern

Ein gesegnetes Weihnachtsfest!



Und für unserer Leserinnen und Leser gibt es den Wihnachtswunsch auch in den Sprachen der Länder, die gemäß der Statistik des letzten Monats dieses PfarrBlog gelesen haben (in der Reihenfolge der Häufigkeit, in Klammer die Anzahl Zugriffe im letzten Monat, für Österreich und Deutschland waren es 2811 und 1590 Zugriffe):

Merry Christmas! (USA, 584)

¡Feliz Navidad! (Spanien, 114)

메리 크리스마스! (Südkorea, 95)

С Рождеством! (Russland, 95)

Joyeux Noël! (Frankreich (79), Belgien (43))

Vrolijk kerstfeest! (Belgien)

Веселе Різдво! (Ukraine, 55)

Feliz Natal! (Portugal, 37)

(Übersetzung durch Google Translate)





Eine moderne Krippe

Im Internet endeckt: eine moderne Krippendarstellung aus Australien. Die Geburt Jesu in der Stadt - von Jan Hynes (Australien) aus dem Jahr 2007.


Mehr zum Bild (in englisch) finden Sie hier. Ein paar Schlagworte daraus:
Der Vater hält das Kind statt der Mutter. Die ersten Menschen, die Jesus sahen waren die Mechaniker. Sie wickelten ihn in die Tankstellen-Papierrolle. Maria trägt eine Tasche mit der Aufschrift "Blood saves life" - sein Blut rettet uns. In der Tasche sind Wein und Brot...

Mehr Bilder findet man in der Bildersuche bei Google. Sie finden dort vom selben Künstler auch andere Geschichten aus dem Leben Jesu in unsere Zeit versetzt.


Geheimnisse aus der Sakristei - eine Modenschau

Am Dienstag, den 16. Jänner 2018, gibt es um 19 Uhr im P2 - Pfarrzentrum Stockerau etwas ganz besonderes. Eine Premiere im Weinviertel, vielleicht sogar weltweit - wer weiß? Eine Modenschau unter dem Titel "Geheimnisse aus der Sakristei".

Und nebenbei können Sie viele Priester-Models treffen, die ehemals bei uns in Stockerau im Dienst waren.



Montag, 18. Dezember 2017

Katholische Frauenbewegung 2018

Elisabeth Weber, Leiterin der Katholischen Frauenbewegung (kfb) in Stockerau, schickte uns folgende Information (ein Abkürzungsverzeichnis befindet sich am Ende des Artikels):

Neujahrs-Café der KA“ am Mo. 8. 1. 2018 ab 16.00 Uhr vor & in den KA-Büros, Stephansplatz 6, 5. Stock

Mit 4 kurzen Programmpünktchen:
16:00 Sternsingerbesuch • 16:30 kfb-Filmpräsentation „Frauenleben heute“ • 17:00 Gesang am Gang mit der KHJ+KJ+KJS • 17:30 25 Jahre in der Erzdiözese - Der KA-Generalsekretär singt zu seinem „Dienstjubiläum“ zwei passende Liedlein.

Und 8 offenen KA-Büros (KA ... Katholische Aktion):
u.a. mit: „Freier Sonntag-Bier“ (KAB) und Weinverkostung (KMB), „Werteorientierte Arbeit im Sport“ (neue DSG-Broschüre), Highlights aus dem FairWandeln-Projekt (Welthaus), „Mein Kind ein Wunder“ (ein schöpfungsfreundlicher Wegbegleiter für junge Familien – Buchpräsentation im Umweltbüro), „Zwischen Wunsch & Wirklichkeit“ (kfb-Film „Frauenleben heute“ - Interviews mit 15 Frauen aus unterschiedlichsten Bereichen zum Jahresthema „frauen.leben.stärken“ -  sozialwort.TV), Aktion ArbeitsLOS (Jobbegleitungsprojekt Hands On)

Im Anschluss um 18.00 – 20.30 Uhr laden wir in den 6. Stock zu einem gesellschafts-politischen Spiel-Abend:
Mit Christlich geht anders #Das Spiel stellt die kfb eine Methode vor, soziale Themen in Gruppen und Runden kreativ zur Diskussion zu stellen und gemeinsam christlich-solidarische Lösungsansätze zu entwickeln.
Lernen Sie das Spiel kennen und kommen Sie dabei mit InitiatorInnen von „Christlich geht anders“ ins Gespräch (ksoe-Direktorin Magdalena Holztrattner, kfbö-Vorsitzende Veronika Pernsteiner, Wirtschaftsforscher Stephan Schulmeister, KA-Präsident Walter Rijs, u.a.)

Facebook links:
https://www.facebook.com/events/311327016018361/
https://www.facebook.com/events/129550481070543/

Abkürzungen:
kfb ... Katholische Frauenbewegung
KA ... Katholische Aktion
KAB ... Katholische ArbeitnehmerInnenbewegung
KMB ... Katholische Männerbewegung
ksoe ... Katholische Sozialakademie Österreichs
DSG ... Diözesansportgemeinschaft
KHJ ... Katholische Hochschuljugend
KJ ... Katholische Jugend
KJS ... Katholische Jungschar

Hier gibt es noch mehr über die Organisation.

Predigt vom 3. Adventsonntag

Am 3. Adventsonntag mit dem Beinamen Gaudete - Freuet Euch hielt Pfarrer Markus Beranek folgende Predigt:

Ich denke, dass kennen wir alle: es ist schwer, sich auf Befehl zu freuen. So schwer, wie wir nicht gut auf Knopfdruck in Weihnachtsstimmung kommen können.
Mich inspiriert jedenfalls dieses Gespräch, dass die religiöse Führungsschicht aus Jerusalem mit Johannes dem Täufer führt. „Ich bin nicht der Messias.“, „Ich bin nicht der Prophet“. Johannes hat in keiner Hinsicht das Bedürfnis, sich gut verkaufen zu müssen oder in irgendeiner Weise die Aufmerksamkeit der Leute auf sich ziehen zu wollen. Von allen hohen Erwartungen grenzt er sich völlig ab.
Für  mich hat das etwas sehr Entlastendes. Wo wir Menschen in der Gegenwart Gottes leben, müssen wir nicht vorgeben etwas zu sein, was unserem inneren Wesen nicht entspricht. Wir müssen uns nicht mit Dingen schmücken, die nicht zu uns passen und uns nicht entsprechen.
Bei seiner Abgrenzung ist Johannes dabei in keiner Weise eine unscheinbare graue Maus. Schon sein Erscheinungsbild in der Wüste, eine asketische Gestalt mit einem Kamelfell bekleidet, zeugt ja nicht gerade von ängstlicher Anpassung. Johannes versteht sich als Stimme, die im Namen Gottes in der Wüste ruft. Ich denke dabei ist für ihn ganz vieles offen. Er weiß, dass in der Gesellschaft etwas in Bewegung ist, er weiß, dass Gott nicht untätig zuschaut aber er weiß sich im Dienst dieses Gottes, der ihm zugleich fremd ist.
Vermutlich waren sich Johannes und Jesus nicht so nahe, wie es uns die sogenannte „Kindheitsgeschichte“ des Lukasevangeliums nahelegt. Die beiden haben sich lange nicht gekannt und anscheinend war erst die Taufe Jesu der Punkt, wo Johannes erkannt hat, dass Jesus der ist, auf den hin er ausgerichtet ist.
Aber indem Johannes nicht vorgibt etwas zu sein, was sich bloß andere von ihm erwarten, indem Johannes sich selbst zurücknimmt lebt er ganz authentisch seine Berufung und findet inneren Frieden und innere Freude.
Auf der Suche nach der Freude, die den heutigen Sonntag prägt braucht ich für mein Leben immer aufs Neue die Fähigkeit zur Unterscheidung. Tue ich etwas nur, um gut dazustehen? Tue ich etwas nur, um die Erwartungen anderer zu erfüllen? Oder tue ich etwas, weil ich spüre, dass ich hier meinen ureigensten Auftrag sehe und leben kann? Das ist laufend zu lernen und zu entwickeln. Aber dieser Unterscheidungsprozess befreit mich vom lähmenden Mantel „man müsste doch eigentlich tun“. Dort, wo  dieser Unterscheidungsprozess gelingt, dort stellen sich innerer Friede und innere Freude über das eigene Leben, den eigenen Weg, die eigene Berufung ein.

Eine alte jüdische Geschichte erzählt dazu folgendes:

Ein alter Rabbiner mit Namen Sussja pflegte seine Lehrmeinung über das Leben mit folgendem Satz zu erklären:
„Wenn ich einmal im Jenseits ankomme, wird man mich nicht fragen: Warum bist du nicht Mose gewesen?
Man wird fragen: Warum bist du nicht Sussja gewesen? Warum warst du immer bloß mehr oder weniger dies, mehr oder weniger das, nur nicht, was dir bestimmt war: Sussja zu sein?
Bloß Sussja – aber dies ganz!“

Und dazu die Bibeltexte vom Sonntag.

Sonntag, 17. Dezember 2017

Solidarität leben

Wir haben über die Aktivitäten des Arbeitskreise Weltkirche in Wiener Neustadt berichtet. Jetzt wird es konkret und es gibt bereits die Liste möglicher Einsätze in verschiedenen Ländern von Rumänien über Sri Lanka bis Ecuador.  Sie finden alles in einem Flyer, den sie hier herunterladen können.

Oder Sie klicken auf das Bild links, damit Sie es lesen können.

Gebet am Rathausplatz

Am gut besuchten Adventmarkt am Rathausplatz gestalteten  heute Sigi und Geri Braunsteiner auf der großen Bühne eine kurze Adventandacht.

Hier gibt es ein paar Fotos.

Samstag, 16. Dezember 2017

Gestern war Buß-Gottesdienst

Vor gar nicht wenigen Jahren noch war die Adventzeit eine zweite Fastenzeit und sie ist es im orthodoxen Christentum auch heute noch - mit eigen Fastenspeisen. Daran erinnert bei uns nur mehr der Buß-Gottesdienst, der am 15. Dezember abends gehalten wurde. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekamen nach dem Gottesdienst folgendes "Kärtchen":


Kirchen App österreichweit

Nach der Einführung der App 1000Kirchen in der Erzdiözese Wien, die alle Gottesdienste in den Pfarren der Diözese anzeigt und auch den Weg dorthin navigieren kann, gibt es auch es auch eine für ganz Österreich gestaltete App glauben.leben. Wir zitieren aus der Webseite, die dafür wirbt:

Unter dem Titel "Glauben.Leben" startet in diesen Tagen eine neue österreichische Kirchen-App: Das vom Medienreferat der Bischofskonferenz in Kooperation mit den österreichischen Diözesen entwickelte Angebot zielt bewusst auf all jene, denen das Handy zu einem selbstverständlichen Tagesbegleiter auch in spiritueller Hinsicht geworden ist: Mit einem Klick hat man das Evangelium des Tages sowie die Tagesheiligen zur Hand. Außerdem informiert die App über Feiertage und beantwortet die am häufigsten gestellten Fragen etwa zum Thema Sakramente.

Unter anderem kann man auch für ganz Österreich die Gottesdienste zu Weihnachten abfragen. Stockerau ist natürlich brandaktuell präsent.

Nähere Informationen dazu unter www.glaubenleben.at

Anmerkung: Alle Pfarren arbeiten jetzt fieberhaft an der Eingabe der notwendigen Daten der Gottesdienst, auch in unserem Pfarrverband fehlen noch die Pfarren außer Stockerau. 

Freitag, 15. Dezember 2017

Adventimpuls - Dritter Adventsonntag

3. Adventsonntag 
Gaudete – Freut euch! 

Die „drei Könige“ suchen den neu geborenen König standesgemäß im Palast des Herodes. Statt ihre Freude zu teilen und sich anzuschließen, missbraucht er sie als „Spione“ zum eigenen Machterhalt, denn er hat nicht die Größe des Johannes zu sagen: Ich bin nicht der, den ihr sucht, und er ist nicht in meinem Haus. Johannes dagegen weiß sich als Gesandter Gottes, ist nicht selbstherrlich und nicht einer, der nur dem Erhalt der eigenen Macht und Ordnung dient (wie die Priester, Leviten und Pharisäer, die Johannes nach seiner Rolle und Legitimation fragen). Heute ist Sonntag Gaudete nach dem Ruf der Lesung: Freut euch! (1 Thess 5,16). Die Freude an Gott ist unsere Kraft (Neh 8,10), unsere Lebensenergie und Quelle unseres Vertrauens. Boten dieser Freude sollen wir sein. Im miteinander Feiern, im Anteilnehmen und Anteilgeben an der Freude können Mauern der Fremdheit und des Neides fallen (z.B. bei interkulturellen Festen). Ich kann in dieser Woche versuchen, vor allem Freude zu teilen. Ich kann achtsam der Versuchung widerstehen, mir etwas anzumaßen, was ich oder andere fälschlich von mir erwarten, oder Andere für meine Zwecke zu benutzen. Ich kann Anderen Achtung ihrer Königswürde (Gold), Gebet (Weihrauch) und Achtsamkeit für ihre Verwundbarkeit (Myrrhe) schenken.

www.ssps.at

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Musik am Christtag und Stephanitag

Johannes Lenius hat uns schon das Plakat für die Musik am Stephani-Tag (26. Dezember), dem Tag unseres Kirchenpatrons des Diakons Stephanus, zugeschickt.

Am Christtag, dem 25. Dezember wird der Kirchenchor, den Beate Kokits leitet, die "Kleine Weihnachtsmesse für die Kaiserin" singen und spielen. Diese Messe ist eine alte slowakische Bauernmesse, die erst von einer unbekannten Dame aufgezeichnet wurde, die die Noten dann dem Jesuitenpater Carl Maria Andlau (1865-1935) übergab. Das war ein damals bekannter Prediger, der überdies eine Freund von Kaiserin Zitta war. Er dichtete deutsche, weihnachtliche Texte dazu, besuchte 1923 Zitta im Exil in Spanien und schenkte ihr diese Messe, die dann mehr als 20 Jahre zur Weihnachtszeit in der Familie der Kaiserin musiziert wurde


Dienstag, 12. Dezember 2017

Unser Michelberg

Ernst Lauermann signiert das Buch
Dr. Ernst Lauermann und Dr. Mag. Volker Lindinger gestalteten einen Vortragsabend zum Thema „Der Michelberg und seine Kirchen, abschließende historisch-archäologische Analyse“. Dazu wurde auch ein Buch von den beiden herausgegeben, das in 600 Seiten ausführlich über das Resultat der Untersuchungen berichtet.

Im Vortrag wurde über die  Bauphasen berichtet, die mit einer nur
Volker Lindinger
vermuteten Holzkirche aus dem 10 Jhdt. beginnen, dann mit einer romanischen Steinkirche, einer frühneuzeitlichen Steinkirche, einer großen barocken Kirche mit 35 m Länge bis zur heutigen im 19. Jhdt. errichteten Kapelle reichen. Im letzten Jahrhundert wurde dann viel Substanz durch die Errichtung einer Funkleitstelle - einer Teststation mit gewaltigen Ausmaßen der Antennen - im 2. Weltkrieg zerstört. Die frühneuzeitliche Kirche zog durch ein weinendes Madonnenbild bis zu 3000 Pilger pro Tag (!) an, was wahrscheinlich auch der Grund für den Bau einer so großen barocken Kirche war. Durch die Reformen Joseph II verlor das Pilgern schnell an Bedeutung, nach nur 40 Jahren wurde die Kirche wieder abgerissen und in Haselbach im Ort am Fuße des Berges neu erbaut. Fast neuzeitige Verhältnisse, sagte Ernst Lauermann lächelnd.

3D-Rekonstruktionen von Kirchen
An Hand vieler Bilder von Fundgegenständen und ausgegrabenen Resten von Mauern und Böden konnte sich auch ein blutiger Laie vorstellen, wie Archeologie funktioniert. Interessant war auch, dass auch aus den eher späten Phasen kaum Aufzeichnungen existieren, die z.B. beschreiben, wie diese Pilgerströme bewältigt wurden. Auch zur  Deutung der vielen Kleinkindergräber (über 200) gibt fast keine Urkunden.

Wenn Sie das Buch z.B. signiert erwerben wollen, kontaktieren Sie bitte Ernst Lauermann.

Pfarrer Markus Beranek freute sich, weil die gespendeten Eintritte der Renovierungskassa des P2 zu Gute kommen.

Einige Fotos vom Vortrag gibt es hier.

Trauer

Das Thema Suizid (Selbstmord) belastet eine Familie und ihren Umkreis gewaltig. Unserer pfarrliche Trauergruppe bietet hier Hilfe an. Sie finden die Termine auf dem Plakat links im Bild, das Sie per Mausclick oder Fingertipp vergrößern können.

Übrigens finden Sie alle Infos unserer Trauergruppe auch im PfarrWeb in der Rubrik "Was ist zu tun" im Unterpunkt  "Wenn ich trauere".

Auf den Punkt gebracht

Der Verein punkt_um plant für Sie voraus. Hier finden Sie die Pläne für Vorträge zum Thema Kindererziehung unter dem Titel "Wie sag ich's meinem Kinde? Wie sag ich's meinen Eltern?" für das Jahr 2018.
Das Info-Plakate können Sie per Mausklick oder Fingertipp vergrößern und dann auch lesen.

Mehr zu punkt_um finden Sie auf der Webseite des Vereines www.punkt-um.eu.

Übrigens: Maria Huemer hat die Leitung des Vereines punkt_um von Gertrude Bernsteiner übernommen.

Sonntag, 10. Dezember 2017

Weihnachtspost aus Sri Lanka

Maria Groll, Mitglied unseres Arbeitstkreises Weltkirche, und ehemalige Professorin am Stockerauer Gymnasium schickt uns Gute Wünsche nicht nur zur Weihnachtszeit (aus einem Liedertext von W. Williams). Hier gibt es den ganzen Weihnachtsbrief als PDF-Dokument.



"Alle Menschen auf der Welt fangen an zu teilen. Alle Wunden nah und fern fangen an zu heilen“ 

Menschen teilen – Wunden heilen Little Star" für Teepflücker und Kautschukzapfer im Bergland von Ratnapura. Bekanntes und Neues über 20 Jahre Projektpartnerschaft 

Geschichte: Trotz Bemühungen der Regierung gibt es immer noch für die Nachfahren der vor rund 160 Jahren aus Südindien ins Land gerufenen tamilischen Gastarbeiter in den Tee- und Kautschukplantagen Anpassungsschwierigkeiten in Sri Lanka's Gesellschaft.
"Gefangen im Teufelskreis der Armut". Immer noch ausgegrenzt, Lohn ungerecht, Lebensbedingungen hart, Bildungsmöglichkeiten zu wenig

In Schritten: Von 1998 bis 2017 sind Gruppen auf Solidaritätsbesuch mit dem AK Weltkirche, Wr. Neustadt!
"Shramadana" - wir versuchen es miteinander! Vom Ziegelschupfen zum Diplom! Einander begegnen, kennenlernen und von der Betroffenheit zur Partnerschaft!
Projektpartner sind Bischof Cletus C. Perera, Rev. Fr. A.Maurice und das Team um "Little Star Children fund " mit besonderer Verantwortung für den Plantagensektor. Und was war heuer möglich? Gabi, Michaela und Theresa (Anmerkung: Theresa aus Haselbach in unserem Pfarrverband) von der Einsatzgruppe 2017 berichten. Mit den Zinsen des 2004 angelegten und hoffentlich noch weiter wachsende Kapitals von "Little Star" und dank der großartigen zweckgewidmeten Spendenbeträge von Verwandten und Freunden, vom AK Weltkirche in Wiener Neustadt, von der Missionsgruppe Pfarre Stockerau (Anm. Arbeitskreis Weltkirche), vom Soroptimisten Club International, Stockerau, dank der Initiative einer Mitarbeitergruppe der Bank Austria-Uni Credit konnten

  • die monatliche Bezahlung für 14 Vorschullehrerinnen in sieben Schulen abgesichert ...in den Estates von Hemingford, Galaboda, Kosgolla, Hathmaththa, Horamulla, Walaboda, Maliboda (neu) (2 alte Hallen mussten leider geschlossen leider werden, Unvereinbarkeiten mit Plantagenmanagement)
  • die notwendigen Reparaturen in drei Vorschulen fertiggestellt ...... ...
  • die wichtigen Christmas Concert Feste in sieben Schulen finanziell unterstützt.....
  • das Fortbildungsseminar in tamilischer Sprache für Lehrerinnen und Katechistinnen aus den Dörfern in Buluthota abgehalten ........
  • der nun gesetzlich vorgeschriebene Diplomkurs in tamilischer Sprache von 25 Lehrerinnen aus weiteren Plantagen erfolgreich abgeschlossen werden.... (in der Diözese Ratnapura gibt es 92!)
  • Lernunterstützung für 10 Schulkinder aus den Dörfern von Sponsoren übernommen werden

DANKE -  2017 WAR EIN GUTES JAHR FÜR LITTLE STAR
Loslassen, Nachhaltigkeit und Selbstbestimmung, Freunde aber bleiben, war immer unser Ziel! Es gibt noch viel zu teilen

IBAN: A67 3243 8000 0000 6387 Children fund "Little Star'

Eine Familienmesse am 2. Adventsonntag

Bereitet den Weg des Herrn! Räumt die Hindernisse beiseite! Er kommt bald.

Das etwa war Thema der heutigen Familienmesse, in der der Einzug von Pfarrer Markus Beranek und Diakon Anton Istuk durch schwere Pakete mit Aufschriften wie Hass, Neid, Traurigkeit..., die mitten im Mittelgang der Kirche lagen, versperrt war. In der Predigt von Geri Braunsteiner hatten dann die Kinder die Gelegenheit die schweren Pakete wegzuschleppen und vor dem Altar in Form eines Christbaums aufzustapeln. Und siehe da, die Aufschriften hatten sich wunderbar in Liebe, Freude, Vertrauen, usw.
gewandelt.

Der Familienmessenchor mit seinem kleinen Orchester verschönerte die Messe mit besinnlichen Liedern, die die Gemeinde zum Mitsingen anregten, unter anderem natürlich auch "Bereitet den Weg des Herrn". So schließt sich der Kreis dieses Kurzberichtes.

Und hier gibt es noch einige Bilder mehr.

Die Predigt vom Feiertag Maria Empfängnis

Hier können Sie die Predigt von Pfarrer Markus Beranek nachlesen.

Predigt 8.12.2017

Aufatmen – warum wir dennoch hoffen dürfen. Gott traut dir was zu.

Die kirchliche Tradition gleicht mitunter einer Tiefkühltruhe. Der Inhalt einer Tiefkühltruhe ist zunächst weitgehend ungenießbar, weil gefroren. Man muss die Dinge erst herausnehmen, auftauen oder überhaupt erst zubereiten, dann kann daraus aber ein köstliches Essen werden.
Begriffe wie „Erbsünde“ oder „Jungfrau“ wie wir sie heute im Titel des Festes hören – es trägt ja einen sehr feierlichen und theologisch aufgeladenen Namen „Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria“ – wirken zunächst einmal für viele abstrakt oder, um im Bild zu bleiben, tiefgefroren.

Machen wir uns deshalb auf den Weg sie aufzutauen, damit sie uns vielleicht auch zur schmackhaften Nahrung werden können.
„Erbsünde“ benennt eine destruktive Dynamik, in der wir als Menschen stehen. In ihrem Einfluss sind wir geistig eng, in unserem eigenen Denken gefangen. Erbsünde bewirkt, dass es Menschen am Wohlwollen, an der Großherzigkeit gegenüber ihren Mitmenschen fehlt und das sie gleichzeitig oder zu aller erst von der Angst getrieben sind zu kurz zu kommen. Für die einen heißt das dann „was denken denn die anderen, wenn ich mich da engagiere, die glauben ja, ich mache mich nur wichtig“. Für die anderen heißt es das Gegenteil: nur ja deutlich und lautstark die eigene Meinung bekunden und möglichst durchsetzen, damit ich ja zu meinem Recht komme. Je nach Persönlichkeitsstruktur hat die Angst unterschiedliche Ansatzpunkte, aber wo sie ansetzt, dort bewirkt sie immer mit Erfolg eines: sie verdirbt die Freude am Leben.

Wenn Maria also frei von der Erbschuld ist, dann hat ihre Beziehungsfähigkeit zu ihren Mitmenschen und zu Gott eine ganz neue Qualität. Dann muss sie sich nicht ängstlich schützen und zurückziehen, sondern dann kann sie, wie es die Geschichte von der Begegnung mit dem Engel Gabriel erzählt, offen und interessiert hinhören, nachfragen und sich auf ein Projekt einlassen, dessen Ausgang sie auch noch nicht wirklich versteht.
So übersetzt geht es also mit „Erbschuld“ nicht um eine abstrakte tiefgefrorene Wahrheit, sondern es geht um einen Weg zu einem lebendigen und glücklichen Leben.
Wörtlich übersetzt grüßt der Engel Maria mit den Worten „freue dich, du Begnadete, der Herr ist mit dir“. Genau dieser Worte wegen ist das Evangelium auch für heute ausgewählt, wie gesagt, wir feiern ja die Zeugung Mariens, nicht die Zeugung Jesu. Aber wir feiern eben: vom ersten Moment hat Gott Maria eine Leichtigkeit und Freude und Unbefangenheit in all ihren Beziehungen geschenkt.
„Jungfrau“ meint weit über alle biologische Bedeutung hinaus genau diese Haltung, sich unbefangen, frohen Herzens auf Gott einlassen zu können.
Wir feiern dieses Fest, weil es uns etwas für unser Leben aufschließen will. Maria ist ein lebendiges Beispiel wie ein gutes Leben gelingen kann. Wenn wir in die Nähe Gottes geraten, so taut nicht nur der theologische Begriff „Erbschuld“ auf, sondern in unserem ganzen Leben lösen sich die Erstarrungen von Angst und Enge. In der Nähe Gottes wird das Herz weit. „Freu dich Maria“ ruft der Engel Maria zu und der Gruß gilt auch uns. In der Nähe Gottes können wir Gottes Zutrauen erfahren. In der Nähe Gottes weicht die Angst unser Leben zu leben. In der Nähe Gottes wächst neue Hoffnung.

Für mich ist Gottesdienst feiern ganz oft so eine Gelegenheit wo ich erlebe, dass ich aus der Enge meines Alltages herausgeholt werde. Wo Gott ist, dort rührt sich die Freude. Wo Gott ist, bekommen wir Menschen Lust, neue Aufgaben anzugehen. Erinnern sie sich an die Geschichte wo Franz von Assisi den Aussätzigen umarmt. Er hat das nicht aus einer angstbesetzten Askese heraus getan. Sondern er ist seinem Herzen gefolgt, und auf einmal hat er eine unglaubliche Freude gespürt.
Das ist die Freude, die Gottes Zutrauen in uns auslöst. Das ist die Freude, die die Angst vertreibt. Das ist die Freude, die das Herz weit macht. Auch unser Herz.
Ich hoffe, sie haben Freude dran, die Schätze der Tradition aus der Tiefkühltruhe zu holen und aufzutauen. Es geht um uralte Erfahrungen, wie das Leben in der Nähe Gottes gelingt.

Deshalb feiern wir Advent: wo Gott uns sein Zutrauen schenkt, dort wird das Herz weit. Maria hat es am eigenen Leib erlebt hat und ist voll Freude zu ihrer Cousine Elisabeth gelaufen ist. Möge diese Freude in uns allen wachsen.

Hier können Sie die Bibel-Texte des Feiertages nachlesen und nachhören.

Freitag, 8. Dezember 2017

Adventimpuls - Zweiter Adventsonntag

2. Adventsonntag
„Bahnt dem Herrn einen Weg durch die Wüste“ (Jes 40,3; Mk 1,3) 

Geschichten und Filme schildern fantasievoll die Karawane der drei Weisen, die vom Orient aus unbeirrt dem Stern durch die Wüste folgen. Die Theologie lässt sie gar aus Asien, Afrika und Europa kommen, aus aller Welt also. Wüste ist ein Ort der Orientierungsund Hoffnungslosigkeit. Verwüstungen durch Kriege, soziale Isolation, Ungerechtigkeit und Naturzerstörungen prägen auch unsere Zeit, nehmen der Natur und den Menschen die Würde. Dahinein spricht Gott: „Tröstet mein Volk“ (Jes 40,1), schafft neues Vertrauen, Zutrauen. Unsere Berufung: Bahnt dem Herrn den Weg ins verwundete, heilungsbedürftige Herz, ins Verstehen und Orientierung suchende Bewusstsein, ins Leben entdeckende und fördernde Tun. Seid furchtlose Boten der Freude und ruft: „Seht, Gott ist bei euch da!“ (Jes 40,9) Die biblischen Texte heute zeigen, dies ist Zusage an alle Menschen. Durch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, deren Gedenktag heute ist, gilt das Recht aller Menschen auf gleiche Würde (Art. 1), auch in Ländern anderer Staatsform, Religion und Kultur auf der ganzen Welt und ist eine Basis für unser Miteinander. In dieser Woche will ich bewusst mit Art. 1 unterwegs sein, denn Gott ist da und schenkt Würde jedem Menschen, auch in den Verwüstungen seines Lebens.

www.ssps.at

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Weihnachten 2017

Wer heute schon schauen will, wann die Gottesdienste in der Weihnachtszeit in der katholischen Pfarre Stockerau sind, kann

Das Bild ist übrigens das Titelblatt des aktuelle Pfarrblattes mit etwas mehr weihnachtlichem Flair geschmückt. 
Haben Sie das Pfarrblatt nicht bekommen? In der Pfarrkirche finden Sie links hinten beim Schriftenstand viele Restexemplare. Es lohnt sich, es zu holen - sagen wir von der Redaktion (natürlich).

Der Nikolo war da

 
Am Tag des Hl. Nikolaus kam am 6. Dezember der Nikolo auch nach Stockerau in die Pfarre. Und zwar in die Pfarrkirche, weil er vor lauer parkenden Autos im Garten des Pfarrhofes keinen Platz fand. Viele Kinder samt Eltern und Großeltern harrten des Auftrittes. Marion Satra nahm als "Einpeitscherin" und um die Wartezeit zu verkürzen die Gitarre zur Hand und sang mit den Kindern das Nikolo-Lied "Lasst uns froh und munter sein". Und dann erschien er: Mit weißem Haar und weißem Bart in einem Messkleid und mit der Mitra am weisen Haupt. Er erklärte den Kindern, warum er das alles anhat und warum er den schweren Krummstab mit sich herumträgt - Wissen Sie, warum?

Dann verteilte er aus seinem großen Sack für alle Kinder feine Sachen.

Hier gibt es ein paar Fotos.

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Eine junge Rorate

Am Festtag des Hl. Nikolaus kamen Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer unseres Gymnasiums in die Rorate zu früher Morgenstunde. Pfarrvikar Tomasz, assistiert von Diakon Anton und  Johannes hielt die Messe in der durch unzählige Kerzen erhellten Kirche. Die Fürbitten hatten Schüler formuliert.
Nach der Rorate lud die Pfarre zu einem gemeinsamen Frühstück ein.


Dienstag, 5. Dezember 2017

Tag des Ehrenamtes

Wie man so schön sagt: "Es wurde schon alles gesagt, aber nicht von Jedem". Daher auch aus Pfarre Stockerau-Sicht eine paar Gedanken und ein Dank zu diesem weltweiten Tag des Ehrenamtes, der heute am Krampustag gefeiert wird.

Was auffällt ist, dass in fast allen heute publizierten Aufzählungen in Inseraten, Tweets oder Facebook-Posts viele Ehrenämter aufgezählt werden, die Ehrenämter in religiösen Organisationen wie zB. in der katholischen Kirche aber fehlen. Und doch lebt so eine Pfarre und damit auch die Gesellschaft rund um die Pfarre auch von diesen Ehrenämtern. Wir haben einmal schon vor längerer Zeit weit über 250 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pfarre gezählt. Denken Sie zum Beispiel an:

  • Chöre, Scholen, ehrenamtliche Organistinnen und Organisten
  • Seniorenbetreuerinnen, Tischmütter und -väter,  Firmhelferinnen und -helfer, Betreuerinnen und Betreuer in Arche und Pflegeheim, Jungschar, Jugend- und Ministrantenführer- und -führerinnen, KFB- und Mütterrundenleitung, Babytreffteam
  • Kommunionspenderinnen und -spender,  Lektorinnen und Lektoren, 
  • Das Kirchenreinigungsteam, die Aushilfsmeserinnen und -mesner
  • Pfarrgemeinderat und Vermögensverwaltungsrat
  • Plakateteam, Pfarrblatt und Internet-Team, Pfarrblattausträgerinnen und -austräger
  • Pfarr-Caritasteam,  Flüchtlingsbetreuung (z.B. Begegnungscafe), punkt_um-Team
  • Ministrantinnen und Ministranten, Sternsinger
  • Gruppen, die das Pfarrcafe seit über 30 Jahren machen, Wallfahrtsorganisatoren, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Pfarr-Heurigen, bei der Kinderkleidertauschaktion,  
  • usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw.  
Von Zeit zu Zeit stellen wir einzelne Gruppen von Ehrenamtlichen im Pfarrblatt "unterwegs" vor, aber viele fehlen wahrscheinlich auch in obiger Aufzählung und in diesen Vorstellungen. 

Drum ist nicht nur heute der Tag, wo all diesen Menschen gedankt wird.

Foto: Unser Kirchenputztrupp aus der Rubrik "Vor den Vorhang", Pfarrblatt September 2016.


Montag, 4. Dezember 2017

Tauet Himmel ...

Das ist die Übersetzung des lateinischen "Rorate coeli..". Un nach diesem Beginn des lateinischen Textes ist auch die Hl. Messe am frühen Morgen in der Adventzeit benannt - Rorate. Bei uns in Stockerau gibt es diese Messe in den Adventwochen jeden Montag, Mittwoch und Freitag mit Ausnahme des 8. Dezembers. Man stapft durch Schnee zur dunklen Kirche, die fast nur duch viele, viele  Kerzen erhellt ist. Und um 6:40 ist man schon wieder "draußen in der Welt", um einen neuen Tag gut zu beginnen.

Die Pfarre lädt Sie herzlich ein, ab und zu dabei zu sein - um 6:00 Uhr früh.

Die beiden Fotos stammen von der ersten Rorate am 4.12.2017. Es ist wirklich so dunkel und mystisch.

Jesaja 45,8:
Taut, ihr Himmel, von oben, ihr Wolken, lasst Gerechtigkeit regnen! Die Erde tue sich auf und bringe das Heil hervor, sie lasse Gerechtigkeit sprießen. Ich, der HERR, erschaffe es.

(Einheitsübersetzung 2016)

Sonntag, 3. Dezember 2017

Adventkranzweihe in Unterzögersdorf


Auch die Dörfer um Stockerau, die zur Pfarre gehören, feierten den Beginn des Advents. Sandra Bauer, Pfarrgemeinderätin aus Unterzögersdorf, hat uns zwei Fotos von der Weihe der Adventkränze in ihrem Dorf geschickt. Diakon Johann Wolf leitete den Gottesdienst.

Adventkranzweihe in Stockerau


Marion Satra hat uns vier Fotos von der Weihe der Adventkränze im Rahmen eines Familiengottesdienstes am Samstag, 2. Dezember, um 16 Uhr geschickt.