Montag, 29. Januar 2018

Kurz-Seminare in Senning

T. Ivancic
Unsere Nachbarpfarre Senning hat uns gebeten, Sie über Kurz-Seminare im Pfarrheim der Pfarre Senning, Kirchengasse 2, 2011 Senning zu informieren.

Es gibt heuer wieder in der Pfarre Senning, einmal im Monat an einem Samstag Vormittag, einen interessanten Vortrag zu einem Glaubensthema, der mit einer schönen Meditation beginnt und endet. Basierend auf dem Buch „Begegnung mit dem lebendigen Gott“ von Prof. Tomislav Ivancic haben die Vorträge das Ziel, den Glauben an Gott zu stärken und zu vertiefen

Das Programm

Sa 27.1.2018:   „Der Heilige Geist,der Beziehung schafft und neues Leben schenkt“
                            Der Heilige Geist – göttliche Macht mit Sara Grgic und P. Markus Stark Ocist.
Sa 3.3.2018:    „Wenn Glaube Berge versetzt – Hagiotherapie als kontemplative
                           Medizin
                            Der Glaube an Jesus Christus mit Dr. Bedina Ammer und Ing. Rudolf Berghofer
Sa 7.4.2018 :   „Zur Freiheit des Lebens hat uns Christus befreit!
                          Umkehr und Vergebung mit Mag. Karin Grill und Dipl.-Päd. Marianne Jindra
Sa 16.6.2018:   „Mit der Sehnsucht beginnt die Heilung
                           Innere Heilung mit Dipl.-Päd. Doris Karl Bed und Johann Rotter, akad. Referen                                   für Theologie des Leibes (nach Joh.Paul II)
 
Es gibt keinen Kursbeitrag, sondern nur eine freiwillige Spende, da die Pfarre Senning den Pfarrsaal zur Verfügung stellt und in der Mitte vom Vortrag gibt es Kaffee und eine kleine Stärkung.
Man (Frau) kann die Vorträge auch nur einzeln besuchen, bei welchem Thema man sich angesprochen fühlt.

Und noch eine Predigt bei einem ökumenischen Gottesdienst

Am 25. Jänner predigte Pfarrer Markus Beranek beim ökumenischen Gottesdienst. Hier können Sie die Predigt nachlesen. Die Bibelstellen, die in der Predigt angesprochen werden beginnen im Evangelium nach Markus ab Kap. 4,35.

In der Sicht des Markusevangeliums erscheint mir Jesus sehr kraftvoll und lebendig. Er ist viel unterwegs und trifft andauernd Menschen, die mit ihren Anliegen und Nöten zu ihm kommen. Vor der Bibelstelle, die wir gerade gehört haben, ist Jesus zunächst mit seinen Jüngern am See unterwegs. Unerwartet geraten sie in einen Sturm. Während die Jünger an den Rand der Verzweiflung geraten, scheint Jesus völlig unberührt von diesen Naturgewalten ganz still im Boot zu schlafen. Als sie ihn in ihrer Panik aufwecken steht er auf und die Jünger erleben das, was wir im Lied besungen haben. Sein Wort ist Licht, sein Wort schafft Frieden und die Naturgewalten kommen zur Ruhe.

Danach geht es heftig weiter. Nun sind es nicht der Sturm am See und die aufgepeitschten Wasserwogen, sondern Menschen, die den Stürmen und Wogen des Lebens ausgesetzt sind. Der Besessene von Gerasa und nach der Rückkehr in die heimatliche Gegend die zwölfjährige Tochter des Jairus und die Frau, die seit zwölf Jahren an Blutungen leidet.

Jesus nimmt sich Zeit für jede Begegnung und wendet sich einem nach dem anderen zu. Hier wird das anbrechende Reich Gottes, von dem am Beginn des Markusevangeliums die Rede war, erfahrbar: „die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe, kehrt um und glaubt an das Evangelium“. Ich habe bei Jesus nicht den Eindruck, dass er gestresst wäre. Schon auf dem Weg zu dem todkranken Mädchen nimmt er sich Zeit für die Frau, die ganz verschämt von hinten sein Gewand berührt.

Diese Heilung im Vorbeigehen kommt mir oft in den Sinn. Sie ist für mich ein Bild für all die Menschen, die wir in unseren Gottesdiensten und in unserem pfarrlichen Leben oft punktuell treffen. Bei einer Taufe, bei einem Begräbnis, bei einem Gottesdienst zu Weihnachten. Plötzlich sind sie da, sind sie berührt – und dann verliert sich ihre Spur wieder – wie bei der Frau in dieser Geschichte.

Auch das ist anscheinend Reich Gottes: Gott wendet sich einzelnen Menschen zu, verändert ihr Leben grundlegend, aber sie gehen ihre eigenen Wege weiter.

Jesus geht auch weiter. Ein dramatisches Ereignis mit diesem zwölfjährigen Mädchen. Eben noch todkrank und nun bereits verstorben. Markus schildert uns in aller Schärfe die Reaktion der Menschen auf die beschönigende Deutung Jesu, sie würde nur schlafen: sie lachen ihn aus.

Doch ähnlich wie die Schwiegermutter des Petrus fasst Jesus auch sie bei der Hand und richtet sie auf und sie kehrt ins Leben zurück. Die Bewegung erinnert mich an die ostkirchliche Osterikone, wo Jesus den Adam bei der Hand packt, und ihn aus dem Totenreich heraufholt. Wie er beim Sturm auf dem See dem Wind und den Wogen Einhalt gebietet, zieht Jesus nun dieses Mädchen, damit aber ihre ganzen Familie und Freunde aus der Macht des Todes heraus zum Leben. Diese eine kraftvolle Handbewegung ist für mich so typisch für Jesus. Sie hat sich tief in meinen Glauben eingeprägt. Er lässt mich nicht im Chaos, im Sturm, im Todesschatten. Er zieht uns herauf zum Leben:
  • Dort, wo ich mir selber im Weg stehe
  • Dort, wo ich um meine dunklen Gedanken kreise
  • Wo ich mich überfordert fühle:
  • Er zieht mich herauf zum Leben
Vielleicht ist das, was uns als Christen, als Kirche ausmacht, im Kern auch so einfach: wir sind Menschen, die das erlebt haben, dass Jesus sie herauf zum Leben zieht. Als einzelne und als Kirche. Wir erleben einen massiven gesellschaftlichen Wandel. Wir erleben, wie gewachsene Formen des Glaubens zerbrechen. Wir erfahren so manche Ratlosigkeit.

Jesus nimmt uns als seine Gemeinden bei der Hand und zieht uns herauf. Wenn es unseren beiden Pfarren mittlerweile ganz selbstverständlich geworden ist gemeinsam zu beten und Gottesdienst zu feiern dann sehe ich darin das Wirken Jesu, dass er uns aus unserer Vereinzelung heraufholt, aus den Stürmen gegenseitiger Anschuldigungen und Vorwürfe. Ich glaube wir leben in einer Zeit, wo ganz viele Christen diese machtvolle Handbewegung Jesu erfahren, die uns heraufholt, damit wir einander ebenbürtig und respektvoll gegenüberstehen.

Und wenn wir dann alle unsere Hände ausstrecken, dann haben wir mit vereinten Kräften ziemlich viel Potential in dieser Welt etwas zu bewegen, Menschen bei der Hand zu packen und sie aus dem Schatten des Todes herauszuholen und so wie Jesus dem anbrechenden Gottesreich zu dienen.

Sonntag, 28. Januar 2018

Auch heute gibt es eine Predigt

Die Predigt von Pfarrer Markus Beranek am Sonntag, den 28. Jänner 2018.

Predigt 4. Sonntag im Jahreskreis

Ein für viele schwieriger Blick auf Jesus, den uns das heutige Evangelium eröffnet. Am Tag nachdem Jesus die ersten Jünger gesammelt hat ist Sabbat und er geht mit ihnen in Kafarnaum in die Synagoge. Sie treffen dort auf einen Mann, der von einem unreinen Geist besessen ist. Die Evangelien erzählen oft davon, dass Jesus Dämonen ausgetrieben hat und dass er auch ausdrücklich seinen Jüngern den Auftrag gibt, das zu tun. Von Besessenheit und Dämonen zu reden verbinden wir fast immer mit Filmen wie „dem Exorzisten“ und das verstärkt für die meisten Menschen mehr den Eindruck, dass hier höchst suspekte Dinge geschehen.

Viele Afrikaner würden sich zum Beispiel hier leichter tun. Es gibt nicht so wenige Kulturen, in denen die Vorstellung von Besessenheit auch heute selbstverständlich verbreitet ist. Vielleicht haben wir solche Deutungen auch stark mit dem kulturellen Kontext zu tun. In unserer westlichen Welt sind wir es heute gewohnt solche Phänomene viel stärker als eine Form von Krankheit zu deuten und sie mit Methoden der Medizin und Psychotherapie zu bearbeiten.

Ich lade ein, dass wir einmal bei diesem ungewohnten, fremden Bild Jesu bleiben. Dieser Mann in der Synagoge ist nicht Herr seiner selbst. Er ist Kräften ausgesetzt, die ihn massiv in seiner Freiheit beschränken.  Die Kraft, die die Bibel als „unreinen Geist“ beschreibt nimmt den Mann in Beschlag, sie erlebt Jesus als Bedrohung und sie spricht gleichzeitig etwas ganz Wesentliches aus „du bist der Heilige Gottes“.

Wenn die Bibel von Dämonen redet, dann deute ich das als ein Bild für alles, was Menschen in Beschlag nimmt, was sie daran hindert, ihr Leben und ihre Freiheit zu entfalten. Das können höchst belastende Erfahrungen aus der eigenen Lebensgeschichte sein, die heftig weiterwirken. Das können momentane Lebensumstände sein – eine mühsame Beziehung oder eine ganz belastete Arbeitssituation. Im Extremfall können Menschen so sehr in ihrer belsteten Situation verwoben sein, dass jeder Lösungsversuch als Bedrohung erscheint, weil er anscheinend diese instabile Situation noch mehr gefährdet.

Jesus hat auch hier keine Berührungsängste. Er stellt sich dem heiklen Thema. Er spricht den unreinen Geist direkt an – und damit verliert dieser seine Macht. Mich erinnert das an belastete Situationen, an Konflikte, wo oft eine Erleichterung eintritt, wenn es gelingt, das heikle Thema in einer klaren, aber dennoch wohlwollenden Weise anzusprechen, ohne neue Vorwürfe zu machen.

Im Markusevangelium ist diese Geschichte die erste Heilung, die Jesus vollbringt. Sie illustriert die Kernbotschaft von Jesus „die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe, kehrt um und glaubt an das Evangelium“. Das Reich Gottes bricht dort an, wo Menschen von zerstörerischen Kräften befreit werden. Jesus wird dann seinen Jüngern den Auftrag geben, auch selbst in dieser Weise tätig zu werden.

Dieses etwas irritierende Evangelium hat den Vorteil, dass es für vielfältige Deutungen offen bleibt und uns genau deshalb inspirieren kann:

  • Sprache schafft Wirklichkeit. Wie wir gesellschaftlich oder auch im persönlichen Umgang über und mit anderen Menschen reden, kann das andere einengen, abwerten und unterdrücken oder Menschen aufatmen lassen, frei setzen und ermutigen.
  • Ich denke an Menschen in ganz schwierigen Lebenssituationen. Oft hilft mir hier weiter, wenn ich mir eingestehe, dass ich selber ratlos bin. Aber dann kann ich eine Zeit lang da sein – ohne mich jedoch von der Angst oder Traurigkeit anstecken zu lassen. Manchmal schafft das schon ein wenig Ruhe und Sicherheit.
  • Manchmal erlebe ich selbst wie viele Gedanken mit durch den Kopf schwirren – wenn ich den Kopf zu ganz voll habe, dann ist für mich die Rede von den Dämonen ein starkes Bild. Oft habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich mit all dieser Unruhe in die Stille gehen kann und dass sich dann diese Gedanken zu ordnen beginnen und Lösungswege sichtbar werden.

In der Nähe Jesu können wir aufatmen. In der Nähe Jesu können wir andere aufatmen lassen. Die Stelle von der Austreibung des unreinen Geistes bestärkt uns, dass der Glaube einen Weg zu einem inneren Frieden und zu einer größeren Freiheit ermöglichen kann.

Das Evangelium, auf das sich die Predigt bezieht:
In Kafarnaum ging Jesus am Sabbat in die Synagoge und lehrte. Und die Menschen waren sehr betroffen von seiner Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der göttliche Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten. In ihrer Synagoge saß ein Mann, der von einem unreinen Geist besessen war. Der begann zu schreien:
Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes.
Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlass ihn!
Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei. Da erschraken alle, und einer fragte den andern: Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine ganz neue Lehre verkündet. Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl. Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.

Und hier geht es zu allen Bibeltexten des Sonntags.

Sei gelobt Bruder Sonne

Otto Rötzer.
Nach der Halbzehnuhrmesse wurde im Pfarrcafe am 28. Januar 2018 die neue Solaranlage am Dach des P2 vogestellt. Pfarrer Markus Beranek erklärte die Motivation der Pfarre (siehe unten), Geri Braunsteiner erläuterte die Technik und zeigte einige Bilder aus der Leittechnik der Anlage und Otto Rötzer, der Initiator,  schilderte, warum ihm das ein großes Anliegen ist.

3 Bilder im Fotoalbum.







Die Präsentation, die Pfarrer Markus Beranek zeigte - in strahlendem Solar-Gelb. Nach den Bildern von der Anlage am Dach erklärte er mit Bildern von Franz v. Assisi, seinem Sonnengesang und Worten von Papst Franziskus aus der Enzyklika Laudato si.

Freitag, 26. Januar 2018

Neue Frauen braucht das Land

So hieß ein Buchtitel eines Buches schon aus dem Jahr 1992 von Veronika Zickendraht. Und neue Frauen wurden in das Leitungsteam der Katholischen Frauenbewegung (kurz kfb) unserer Pfarre Stockerau gewählt. Elisabeth Weber schreibt uns:

Neues Leitungsteam der kfb-Stockerau

 Am 25.2. erfolgte die Neuwahl des Leitungsteams der kfb-Stockerau.


Auf dem Bild: Bernadette Bruckner, Line Feder, Grete Hofer,
Elisabeth Weber, Mag.a Maria-Christina Brunauer  


In der Pfarre Stockerau gibt es derzeit 87 Mitglieder der kfb. Viele von ihnen engagieren sich je nach Zeit und Interesse in verschiedenen Gruppen und Pfarraktionen: Babytreff, Kinderliturgie, Bildungstreff, Pfarrcafé, Familienrunden, Mütterrunde, Caritas, verschiedenen Chören, Pfarrheuriger, Adventmarkt, Suppensonntag, . . .

Die katholische Frauenbewegung ist die größte österreichische, seit 1945 bestehende Frauenorganisation. Ihre Aufgabe besteht unter anderem auch darin, Ungerechtigkeiten und Gewalt gegen Frauen aufzuzeigen und Maßnahmen zu setzen für einen Systemwandel hin zu gerechten Strukturen, in denen Frauen gleichberechtigt aktiv sein können. Dazu werden z.B. viele Bildungsprojekte in Entwicklungsländern als Hilfe zur Selbsthilfe gefördert. Wir freuen uns über alle Frauen, die mit einem Jahresbeitrag von € 12,- die wichtige Arbeit der kfb-Österreich unterstützen.

Wenn Sie Mitglied werden wollen, kontaktieren Sie bitte Elisabeth Weber.




Sonntag, 21. Januar 2018

Predigt

Pfarrer Markus Beranek predigte heute über Bilder und Gerüche...

Predigt 3. Sonntag im Jahreskreis

Das Evangelium ist für mich voll von Bildern und Gerüchen. Auch bei unserer Pfarrreise nach Israel vor einigen Jahren sind wir von Jerusalem durch die trockene Wüste Juda in den Norden Israels nach Galiläa gefahren. Am Abend sind wir dann in dieser grünen, fruchtbaren Gegend um den See Genesareth angekommen. Jesus kommt aus der Wüste wo er vierzig Tage gefastet hat, aber er tritt im blühenden Galiläa auf. Die Landschaft unterstreicht seine Botschaft vom anbrechenden Reich Gottes. Dieses Reich Gottes wird in der Nähe Jesu lebendig, wenn seine Worte Menschen ins Herz treffen, wenn in seiner Nähe Menschen neues Vertrauen fassen, wenn in seiner Nähe Menschen gesund werden. Die Botschaft vom anbrechenden Reich Gottes erinnert auch uns daran, dass wir in der Nähe Jesus aufatmen und lebendig werden dürfen.

In einem Satz fasst Markus die Botschaft Jesu zusammen „Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium.“

Umkehr bedeutet, dass wir unsere Blickrichtung, unsere Perspektive verändern. Der Ruf zur Umkehr ist die Einladung, dass auch wir in das blühende Galiläa des Lebens kommen. Umkehr ist die Entscheidung unsere innere Aufmerksamkeit auf die Spuren des anbrechenden Gottesreiches zu richten.

Was wir Menschen im Blick haben, das leitet unsere Aufmerksamkeit. Es ist wie beim Autofahren: wer panisch die Bäume am Straßenrand fixiert erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass er in einen hineinkracht. Wer ständig auf der Suche nach Katastrophen ist, der wird jeden Tag einen neuen Grund finden, sich zu beklagen und vom Leben enttäuscht zu sein. Es geht nicht um die rosarote Brille, sondern Umkehr ist die Einladung, trotz aller negativen und mühsamen Dinge die Knospen und Blühten des anbrechenden Gottesreiches zu sehen. Jeden Tag Austausch zu halten, wo – vielleicht trotz aller Mühsamkeit – Gott da ist. Die klassische Gewissenserforschung ist für mich dabei eine gute Hilfe. Wenn sie missverstanden wird, dann verkommt sie zu täglichen Selbstbeschuldigung und Fehlersuche. Richtig verstanden, dann würde ich sie auch lieber „Gebet der liebenden Aufmerksamkeit“ nennen, stellt sie eine Chance dar, Tag für Tag neue Hoffnung und Freude am Leben zu schöpfen. Was mir unserer Aufmerksamkeit wahrnehmen, das können wir auch gezielt einüben. Wenn Menschen nach den Spuren Gottes, nach dem Suchen, was ihr Leben froh und lebenswert machen, dann werden sie auch zumindest kleine Knospen finden.

Kehren wir noch einmal zum weiteren Verlauf des heutigen Evangeliums zurück. Jesus tritt im blühenden Galiläa auf, verkündet seine Botschaft vom anbrechenden Gottesreich und von der Umkehr und er beruft Menschen, dass sie mit ihm unterwegs sind: Simon, Andreas, Jakobus und Johannes.

Wir können hier auch unsere Namen einfügen. Uns von Jesus rufen lassen heißt, dass wir wie die Jünger damals in seine Schule gehen, um einen neuen Blick auf das Leben – auf unser eigenes Leben und auf die Welt zu bekommen. Wir Christen in aller Vielfalt der verschiedenen Konfessionen sind da, um Menschen der Hoffnung und der Lebensfreude zu sein. Menschen, die durch nicht davon abzubringen sind, dass Gottes Einladung für alle Menschen eine Einladung in ein erfülltes Leben ist.

PGR Klausur zur Gemeindeerneuerung

Unser Pfarrgemeinderat traf sich gestern 20. Jänner zur alljährlichen Halbtagsklausur, die zur Hälfte des Arbeitsjahres im Kloster St. Koloman stattfindet. Dieses Mal ging es ausschließlich um das Thema Erneuerungsprozess unserer Pfarrgemeinde. Dazu war Andrea Geiger, Leiterin der diözesanen Stabstelle APG 2.1 und damit profunde Kennerin in Sachen Erneuerungsprozess in der Diözese, geladen.



Es war ein Vormittag gemeinsamen Betens und Austauschens, es gab viele neue Impulse und viel Nachdenken über unsere Pfarre. Andrea brachte die Fragen für die Diskussion in Kleingruppen ein.Wertvoll waren ihre Erklärungen und Hinführungen. So konnten wir den Brückenschlag zu dem was wir in Stockerau vorhaben mit dem, was sonst so in der Diözese läuft erfahren.




Andrea Geiger

Ein besonderer Punkt war der Blick auf die Londoner Gemeinde Holy Trinity Bromton, die am absterbenden Ast war und vor mehr als dreißig Jahren einen radikalen Erneuerungsprozess gestartet hat. Sie ist heute eine blühende, noch immer wachsende Gemeinde. Andrea Geiger hat schon mehrerer Jahre Kontakte dorthin und hat auch die Reisen dorthin von unserem Pfarrer, sowie vom Pfarrteam eingefädelt. Die von ihr gestern eingestreuten Erlebnisse und Berichte von London waren sehr lebendig und machten die Sache richtig plastisch.

Eine Frage an die Kleingruppen, ob wir in unserem Leben eher "Kopieren oder Adaptieren" anwenden (beispielhaft bei Kochrezepten), zeigte den möglichen Weg auf. Wir müssen offen für alles sein, aber alles bewerten und unsere Lebensumstände und Lebens-wirk-lichkeiten anpassen. Alles lief hin auf die letzte Gruppenfrage, wie wir unsere Pfarrgemeinde in einem Satz bzw. einer halben Minute zusammenfassen können.



Zu Ende lud Markus Beranek alle Pfarrgemeinderäte ein, an der Visions-Findung für den Pfarrverband teilzunehmen. Bei der Vision geht es um das Finden von gemeinsamen Zielen für den Pfarrverband. Jeder Pfarrgemeinderat wird ein Interview mit mindestens einer Person führen, die nicht zum sonntäglichem "Stammpublikum" (bitte den Ausdruck zu entschuldigen) gehört. Die Rückmeldungen sollen dann in einer Vision für den Pfarrverband eingearbeitet werden.


Weitere Fotografien von der Klausur finden Sie ->hier.

(fjb)

Freitag, 19. Januar 2018

Kolo im Fernsehen

Unser Bernd Kolodziejczak, genannt Kolo und ehemals Diakon in Stockerau, ist jetzt Kurat (Kaplan) in der Erlöserkirche, einer Filialkirche der Probstei (Dompfarre) in Wiener Neustadt. Letzten Sonntag feierte er in Wiener Neustadt den Fernsehgottesdienst, der in ORF und ZDF gesendet worden war..

Hier kann man den Gottesdienst noch einen Tag "nachsehen".

My fair Lady im P2

Wir möchten Sie an die Aufführungen des Musicals My fair Lady durch unsere Stockerauer Gymnasiastinnen und Gymnasiasten im P2 - Pfarrzentrum Stockerau erinnern. Karten gibt es in der Raika Stockerau, Aufführungen gibt es am 29., 30. und 31. Jänner und am 1. Februar 2018 immer um 18:30.


Lutherlieder

Lieder sind faszinierende Gebilde zum Hören und zum Singen. Sie sind biblisch und musikalisch inspirierte poetische Botschaften des Glaubens,  und erzählen über Epochen der Theologie, Facetten der Spiritualität, und über die Tiefen des Menschseins. Und sind ein Erbe der Reformation, das heute die Menschen weit über Konfessionsgrenzen hinweg verbindet.

Das Konzert „Lutherlieder - Gemeindelieder“  macht die Anfänge des deutschen Kirchenliedes lebendig, und spannt den Bogen von gregorianischen Psalmodien und schlichten Cantionalsätzen bis zur kunstvollen Choralkantate von J. S. Bach.

Samstag, 3. Februar 2018, 17.00 Uhr in der evangelischen Lutherkirche in Stockerau mit dem ökumenischen Projekt-Chor unter der Leitung von Johannes Lenius


Mittwoch, 17. Januar 2018

Sakristeigeflüster

Am 16. Jänner war es soweit: Die lange vorbereitete Modeschau der Messgewänder der Pfarre Stockerau. Unter dem Titel "Geheimnisse aus der Sakristei" fand zu Gunsten der P2-Renovierungssparkasse eine Modeschau der Schätze an Messkleidern der Pfarre Stockerau statt. Ganz alt sind diese Schätze trotz dem hohen Alter der Pfarre über 1000 Jahre nicht, da in den Franzosenkriegen 1806 alles gestohlen und danach neu angeschafft wurde. Pfarrer Markus Beranek und die Pfarrgemeinderätinnen Christina Mölzer und Erika Trabauer hatten das 15-seitige Drehbuch erstellt. Erika und Christina traten auch als Moderatorinnen auf. Wolfgang Flandorfer sorgte auf Flügel und Synthesizer für die meist aus Kirchenliedern inspirierte Musik.

Als "geweihte" Models traten auf (im Bild von links nach rechts):
Matthias Roch, Karl Pichelbauer, Franz Ochenbauer, Christian Wiesinger, Ivan Babjak, Tom Kruczynski, Tomasz Iwandowski, Johann Wolf, Wolfgang Stark und Markus Beranek. Ausgeholfen hat als Model Oberministrant Max Mölzer. 

Klicken Sie drauf!

Daneben halfen noch viele beim Vorbereiten, Ankleiden (Hans Kleedorfer und Anton Istuk), als Inspizientin (Nina Högler), als Technik (Geri Braunsteiner) und bei der Versorgung der Gäste in der Pause (Pfarrgemeinderat) - und alle, die wir vergessen haben.

Der erste war der Vorführung der Schätze der Pfarre gewidmet, genug für fast eine Stunde. Wie in Paris wandelten unsere Models am Catwalk durch den ganzen Saal, um den Gästen eine nahen Blick auf die Kunstwerke zu ermöglichen. Nach der Pause stellte jedes Model sein Lieblingsmessgewand mit eigenen Worten vor. Im Bild sehen Sie alle in ihren Lieblingsgewändern.

Diese gelungene Veranstaltung wurde vom zahlreichen Publikum durch viel Applaus belohnt.

In unserem Fotoalbum gibt es genügend Fotos für eine schlaflose Nacht.
Christian Sturm von der NÖN hat uns dankenswerter Weise erlaubt auch seine Fotos im PfarrWeb zu veröffentlichen.

Sonntag, 14. Januar 2018

Wo wohnst Du?

Zur Frage der Jünger an Jesus "Wo wohnst du?" gab es bei der Halbzehnuhrmesse, die als Familienmesse mit dem Familienmessenchor und immer größerem Orchester gestaltet wurde, eine gemütliche Wohnlandschaft, bei der man sich allerdings eine gemütliche Wärme dazu denken musste. Alle Kirchenbesucherinnen und -besucher wurden beim Eingang begrüßte und bekamen ein kleines Namensschild aufgepickt. So konnten sie sichmit ihren Nachbarn in den Kirchenbänken bekannt machen. Sie finden die Predigt zum Tag in einem eigenen Artikel. Sie war aber in diesem Gottesdienst mit besonders vielen Kindern etwas anders gestaltet. Hier gibt es ein paar Fotos mehr vom Gottesdienst.

Beim Pfarrcafe nach dieser Familienmesse trafen sich viele im P2.


Predigt vom Sonntag, den 14. Jänner 2018

Für alle, die es nicht selbst hören konnten, gibt es hier die Predigt von Pfarrer Markus Beranek zum Lesen.

Finde deinen Auftrag – Jesus setzt auf konkrete Menschen

Das heutige Evangelium versprüht für mich eine ganz starke Atmosphäre des Anfangs. Ich spüre den Charme und das Charisma Jesu, das die beiden Jünger Johannes des Täufers in den Bann zieht. Da kommt es zu einer berührenden und inspirierenden menschlichen Begegnung. Manchmal, wenn man einen alten Bekannten trifft, manchmal bei einer Begegnung im Vorbeigehen wo wir nachher merken, dass dieser Mensch etwas besonders liebenswertes hatte erleben wir das auch in unserem Alltag

 Jesus fragt die beiden nach ihrer Sehnsucht „Was wollt ihr?“ und sie drücken das ebenso mit einer Frage aus „Meister, wo wohnst du?“. Das griechische Wort, das hier mit „wohnen wiedergegeben wird, bedeutet in seiner Grundbedeutung „bleiben“. Es ist eines der Schlüsselworte des Johannesevangeliums, dass die Beziehung zwischen Jesus und seinem Vater und zwischen den Jüngern und Jesus charakterisiert. Etwa viel später im Bildwort vom Weinstock. Die Reben, die mit Jesus verbunden sind bringen reiche Frucht.

Dass Bleiben an dieser Stelle sinnvoller Weise mit „Wohnen“ übersetzt wird, verstärkt für mich die emotionale Ausdruckskraft dieses Wortes. Ich genieße das sehr, dass ich mich in meiner Wohnung im Pfarrhof wohl fühle. Das ich dort auch allein sein und dann in einer guten Weise bei mir bin.

Für mich ist das eine ganz wichtige Erfahrung des Gebetes und des Gottesdienstes, dass ich bei Gott eine Bleibe finde, ein zu Hause habe. Wenn ich im Gebet bin, bin ich allein mit Gott aber ganz und gar nicht einsam, sondern es ist der Rückhalt und die Geborgenheit wie bei einem lieben Menschen.

 Aber die Beziehung zu Gott ist natürlich kein Ersatz für menschliche Beziehungen. Ich brauche Freunde, mit denen ich das Leben und den Glauben teilen kann. Da gibt es ganz unterschiedliche Abstufungen – die, wo ich ganz viel erzählen kann. Die, mit denen ich Gottesdienst feiern kann – ich finde erlebe das immer wieder, dass in einer Gottesdienstgemeinde mitunter zwischen ganz fremden Menschen eine tiefe Vertrautheit entstehen kann.

 Mir scheint, dass das auch für unsere hier in Stockerau eine große Chance, daran zu arbeiten. Jeder, der/die den Gottesdienst mitfeiert trägt etwas zu dieser Atmosphäre bei. Wir sind alle Empfangende und wir sind alle Gebende. Jeder hat seine Art der Gottesbeziehung, die beim gemeinsamen Feiern auch mitschwingt. Ein freundliches Zunicken, ein kräftiges Mitsingen, der Friedensgruß – das sind einige Beispiele wie jeder von uns einen kleinen Beitrag leisten kann.

 Im Hintergrund steht immer wieder die Entdeckung: wenn Jesus Menschen beruft, dann fügt er sie zu einer neuen Gemeinschaft zusammen – dieses Gebilde nennen wir Kirche. Kirche ist die geniale Chance, nicht alleine auf dem Weg zu sein. Kirche ist die Chance, von einem Netz des Geben und Nehmens getragen zu sein. Kirche das ist die Gemeinschaft von Menschen, die ihren Glauben leben, ihren Glauben tiefer entdecken – und die dabei aufeinander schauen, damit das auch den anderen besser gelingt.

Hier gibt es die Bibeltexte vom Sonntag.

Wer erzieht hier wen?

Der Verein punkt_um hat derzeit eine aktuelle Vortragsreihe zum Thema "Wie sag ich's meinem Kinde? Wie sag ich's meinen Eltern?". Der nächste Vortrag dieser Reihe hat den Titel "Wer erzieht hier wen?" und findet am Montag, den 22. Jänner 2018 um 19:30 im P2 (Pfarrzentrum Stockerau) statt. Alles Wissenswerte sehen Sie am Plakat unten und auf der neu gestalteten Webseite des Vereines www.punkt-um.eu.


Samstag, 13. Januar 2018

Eine einzigartige Modeschau

Am Dienstag, den 16. Jänner 2018, findet im P2 - Pfarrzentrum Stockerau ab 19:00 die erste Messkleider-Modeschau mit Models aus der Schar ehemaliger und aktueller Diakone und Priester statt. Gleich 2 "Altpfarrer" und mehrer "Altkapläne" und "Altdiakone" werden gemeinsam mit unserem heutigen Pfarrteam Gewänder aus dem reichen Fundus der Stockerauer Altarkleider moderiert von zwei Pfarrgemeinderätinnen und begleitet von noch nie gehörter Musik vorführen. Wikipedia sagt dazu:

Eine Modenschau ist eine inszenierte Präsentation von Kleidermode. Die Entwürfe der Modedesigner werden meist von Mannequins oder Models auf dem Laufsteg (Catwalk) vorgeführt. Der Rahmen solcher Vorführungen ist nicht fest definiert. Traditionell endet eine Modenschau mit dem gemeinsamen Auftreten aller zuvor vorgeführten Modelle sowie der Verbeugung des Modeschöpfers vor dem Publikum. Eine Modenschau kann für Einzelne, eine kleine Gruppe oder ein internationales Publikum durchgeführt werden.

Es wird Models geben, einen Catwalk, ein gemeinsames Auftreten aller, aber keine Verbeugung der Modeschöpfer geben, da die meisten schon vor 100 oder mehr Jahren verstorben sind. Auch unsere Models sind international. Wie international das Publikum sein wird, das bestimmen Sie, liebe Leserin und lieber Leser. Sie werden auch viele interessante Informationen über diese Messbekleidungen bekommen.

Eintritt ist eine frei Spende für die Restaurierung des Pfarrzentrums.

Freitag, 12. Januar 2018

Mission statt Bewahrung?

 Am Donnerstag, den 11. Jänner fand im großen Pfarrsaal ein Abend statt, bei dem es um die Erfahrungen unseres Pfarrteams beim Besuch mehrer anglikanischer und katholischer Pfarren in London ging. Fünf Mitglieder des Pfarrteams erfuhren am eigenen Leib und im eigenen Herzen, wie Pfarren, die vor 30 Jahren alt und schwach geworden sind, durch eigene Initiativen ein lebendiges Leben auch mit vielen jungen Menschen, die uns auch hier in Stockerau ein wenig abhanden gekommen sind,  geschaffen haben.
Im Bild im Bild die Videoausstattung
einer der Kirchen.
Ein durch moderne Techniken wie perfektes Video und Audio, professionelle Musik und Beleuchtung und gemütliche Sitzecken veränderter Raum, aber auch eine bemerkenswerte Spiritualität und Gastfreundschaft fiel den Besucherinnen und Besuchern aus Stockerau ganz besonders auf. In einer der Kirchen werden an jedem Sonntag 12 Gottesdienste gefeiert - von "konservativen" Hochämtern, über mitreißende Messen mit lauter Musik bis zu informellen Wort-(und Musik)-Gottesdiensten.

Pfarrer Markus Beranek zeigte in seinem Beitrag ein Bild mit der Entwicklung der Katholiken und Taufen, Hochzeiten, Erstkommunionen und Firmungen in Stockerau. Zum Beispiel gab es 1946 von den etwa 12.000 Einwohnern 10.500 Katholiken und an die 100 Hochzeiten, 2016 waren es 9.500 Katholiken von 17.000 Einwohnern und 10 Hochzeiten pro Jahr.

Zum Mitfühlen für die Besucherinnen und Besucher des Abends hatte das Team einige Elemente aus diesen Gottesdiensten live mitgebracht: Es wurden mitreißende Lieder gesungen, es wurde im Kreis gebetet, es wurde in kleinen Gruppen miteinander gesprochen. Nichts ganz Neues für uns, aber in den Gottesdiensten machen wir das nur eher selten.

Wir sind schon gespannt, welche dieser Ideen in nächster Zeit bei uns in Stockerau umgesetzt werden. Vielleicht ist ihnen schon aufgefallen, dass eine Sonntagsmesse um 8 Uhr und die um 9:30 schon recht anders gestaltet wird - andere Lieder, oft eine andere Art der Predigt, Familienmessen...? Auch die bereits dritte Staffel der Alpha-Glaubenskurse ist ein Ergebnis dieser Erkundungsreisen.
In den nächsten Monaten erarbeiten die Pfarrgemeinderäte der 5 Pfarrverbandspfarren Am Jakobsweg-Weinviertel eine Vision, aus der dann konkrete Ziele für die nächsten Jahre formuliert werden können.

Zum Begriff Vision:

"Wenn das Leben keine Vision hat, nach der man sich sehnt, dann gibt es auch kein Motiv, sich anzustrengen." (Erich Fromm)

Eine Vision ist die motivierende, positiv-formulierte Vorstellung des Zustandes, den Sie mit Ihrem Unternehmen (in unserem Fall mit der Pfarrgemeinde) erreichen wollen. Mit einer Vision geben Sie die Richtung an, in die sich Ihr Unternehmen (Ihre Gemeinde) entwickeln soll. Die Vision drückt aus, wo und wofür Sie in der Zukunft stehen wollen (Link).

Eine neue Bibel

Seit einem halben Jahr gibt es eine überarbeitete Einheitsübersetzung der Bibel, über die wir schon einmal berichtet haben. Einige Änderungen haben auch in Österreich zu einem Aufschrei, unter anderem auch in einem Artikel der Kronenzeitung geführt. Kardinal Schönborn nimmt dazu Stellung.

Antwort von Kardinal Schönborn auf den Artikel „Im Namen des Vaters?“ von Dr. Tassilo Wallentin in der Ausgabe der Kronen Zeitung vom 24. 12. 2017:

Tassilo Wallentin hat einen Artikel geschrieben, in dem leider nur ein einziges Faktum stimmt: Ja, es gibt eine erneuerte offizielle katholische Übersetzung der Bibel ins Deutsche, die vom Vatikan genehmigt wurde. Aber darin findet kein „Genderwahn“ statt, entgegen den Behauptungen des Artikels.
„Adam“ ist das hebräische Wort für Mensch. Schon bisher wurde im Buch Genesis Adam meistens mit „Mensch“ übersetzt, das waren bisher 11 Stellen, nun sind es 15. An allen anderen Stellen steht auch in der neuen Übersetzung der Eigenname „Adam“.
....

Lesen Sie, bitte, hier die ganze Antwort. Und hier (PDF) gibt es den Artikel von Tassilo Wallentin in der Kronenzeitung. Und hier geht es zu seinem Blog, wo er Kardinal Schönborn wieder auf dei Kritik an seinem Bibel-Genderwahn-Artikel antwortet.

Montag, 8. Januar 2018

Verkündigung...

Ein Hinweis auf ein Interview mit einem Medienmann bei Radio Vatikan mit großen Aussichten auf etwas Neues. Schaun Sie sich das an.




Vielleicht interessiert Se auch das?

Samstag, 6. Januar 2018

Predigt vom Dreikönigstag

Pfarrer Markus Beranek hat heute folgende Dreikönigstag-Predigt gehalten.

Predigt zur Erscheinung des Herrn

Gotteslob (GL) Lied 810.1 Der Abglanz des Vaters

Erscheinung des Herrn – der große Gott stellt uns seinen geliebten Sohn vor.
Das heutige Fest hat eine ungeheuer spannende Geschichte und ist im Laufe der Zeit mit ganz unterschiedlichen Bibelstellen in Verbindung gebracht worden. Ich lade sie heute zu einem Rundgang durch diese Bibelstellen ein. Sie lassen drei Bilder vor unserem geistigen Auge entstehen, durch die wir den menschgewordenen Sohn Gottes näher kennenlernen können.

GL 810.2 Vom Aufgang der Weisen

Beginnen wir beim Evangelium, das wir gerade gehört haben. In unserer westlichen Tradition ist es untrennbar mit der Stelle von den Magiern verbunden, die ihren Weg zum Kind in der Krippe finden. Der Evangelist Matthäus schreibt sein Evangelium für Christen, die jüdische Wurzeln haben. Wenn gerade er uns die Stelle von den Weisen Männern aus dem Ostern erzählt, dann macht er deutlich: das kleine Kind in der Krippe kommt zu allen Menschen, bei Gott gibt es keine Ausländer, alle sind seine geliebten Kinder, die er mit seinem Sohn vertraut machen möchte.
Erscheinung des Herrn – das ist der Fest aller, die sehnsüchtig auf vielfältige Weise Gott suchen. Erscheinung des Herrn ist das Fest aller, die über ihre religiösen Traditionen hinaus ihre Fühler ausstrecken, um gemeinsam mit allen Menschen guten Willens auf der Suche nach Gott zu bleiben.
Und so lasst uns beten:
Für alle Menschen, die in ihrem Leben auf der Suche nach Gott sind
Um ein versöhntes Miteinander zwischen den Gläubigen der verschiedenen Religionen.
Für alle Kinder, die in diesen Tagen als Sternsinger unterwegs sind.

GL 810.3 Die Stimme des Vaters

Der 6. Jänner ist der älteste Termin des Weihnachtsfestes. In der östlichen Tradition ist mit einem weiteren Bild verbunden, mit der Taufe Jesu, deshalb feiern wir dieses Ereignis am morgigen Sonntag als eigenes Fest.
Wenn Jesus sich von Johannes in den Jordan eintauchen lässt, dann taucht er damit mit Haut und Haar in unser menschliches Leben und in unsere Schöpfung ein. Er steht vor uns als junger Mann, als Mensch aus Fleisch und Blut den Gott uns als seinen geliebten Sohn präsentiert.
Erscheinung des Herrn, ist das Fest das uns einlädt, über Weihnachten hinaus unseren Weg der Freundschaft mit Jesus weiterzugehen. An seiner Seite dürfen auch wir entdecken, dass wir Gottes geliebte Töchter und Söhne sind.
So lasst uns beten:
Für alle Frauen und Männer, die sich auf die Taufe vorbereiten.
Für alle, die sich um die Bewahrung der Schöpfung engagieren.
Für alle, die kommende Woche mit Alpha/ Treffpunkt Glaube beginnen, um so Jesus näher kennen zu lernen.

GL 810.4 O Wunder zu Kana

Vermutlich ganz überraschend kommt nun eine dritte Bibelstelle in den Blick: die Hochzeit zu Kana. Jesus zeigt seine Herrlichkeit, indem er auf der Hochzeit das Wasser des Alltags, der Trauer und der Mühsal in den Wein der Freude und der Fülle Gottes verwandelt.
Erscheinung des Herrn ist das Fest, das uns daran erinnert, dass in der Nähe Gottes unser Leben bereichert und inspiriert wird. Glaube erspart uns nicht die Mühsal des Alltags, aber er will uns durch alle dunklen Wege hindurch eine große Freude am Leben erschließen.
So lasst uns beten:
Für alle Menschen, die es im Leben schwer haben.
Für alle Projekte, die durch die Spenden der Dreikönigsaktion unterstützt werden.
Für den Weg unserer Pfarrer und unserer Diözese, die Freude am Glauben neu und tiefer zu entdecken.

GL 810.5 Kommt, huldigt dem König

Für mich gehört das heutige Fests seit Jahrzehnten zu einem der schönsten und reizvollen Feste des Kirchenjahres. Vielleicht spricht sie eines der Bilder besonders an und lässt auch vor ihren Augen auf diesen menschgewordenen Sohn Gottes ein neues Licht fallen.

Eine Leuchtturmveranstaltung

So sagt man doch heute, wenn etwas besonders, exzeptionell, klass, cool, leinwand oder auch ursuper oder gar awesome ist. Und das kann man vom Dreikönigsfrühstück schon sagen, das als Benefizveranstaltung für die P2- Sparkasse erfunden worden ist und jetzt schon Tradition ist.

Das große Team (siehe Foto) bereitet seit Tagen die samt und sonders selbst gemachten Köstlichkeiten vor. Man kann es nicht beschreiben - besser ist es, wenn Sie sich einfach die Bilder in unserem Fotoalbum auf der Zunge zergehen lassen.

Herzlichen Dank auch an die Firmen Bäckerei Rötzer, Bäckerei Gepp und Catering Lucullus/Fam. Pachschwöll, die unser Team bei dieser Veranstaltung mit Gebäck, Geschirr und Dekoration unterstützen, und ohne die unser Frühstück nicht möglich wäre.

Adieu Exzellenzen

Unterzögersdorf
Heute am Dreikönigstag war der letzte Tag, an dem die Königinnen und Könige samt ihrem Gefolge ausschwärmten. Bis zu 40 Kinder waren täglich zu Ihnen unterwegs und fast alle Strassen Stockeraus wurden von ihnen besucht. Ein große Gruppe von Frauen sorgten für Frühstück und Mittagessen und die sonstige Betreuung der Kinder im P2. Und viele fleißige Betreuerinnen und Betreuer gingen mit den Exzellenzen in bis zu 10 Gruppen vor- und nachmittags durch die Stadt.

Aber nicht nur in Stockerau, darüber haben wir bereits berichtet, auch in Unter- und Oberzögersdorf waren Königinnen und Könige unterwegs. Pfarrgemeinderätin Sandra Bauer aus Unterzögersdorf hat
Oberzögersdorf
uns ein besonders schönes Bild der jungen Exzellenzen geschickt, auf denen auch ihre Reittiere (siehe Bild oben) zu sehen sind. Klicken Sie für mehr Genuss einfach auf das Bild.
In Oberzögersdorf begleiteten Elisabeth und Franz Pumpler 2 Gruppen.

Und in Stockerau geht traditionell am Dreikönigstag zu Mittag eine Gruppe etwas älterer Exzellenzen
mit ihrem Gesinde auf Wirtshaustour. Auch das Kloster St. Koloman dürfen sie besuchen. Herzlichen Dank unseren Wirten und unseren Ordensfrauen für die durchwegs sehr freundliche Aufnahme dieser kolomanischen Männer.

Freitag, 5. Januar 2018

Messe mit Orgelmusik

Am Sonntag, dem 14. Jänner, wird die Abendmesse um 18:30 wieder als Orgelmesse gestaltet. Diesmal spielt Johannes Lenius Werke von Buxtehude, Sweelinck und Lübeck.

Dienstag, 2. Januar 2018

Die Legio lädt ein...

Unsere Legio Mariens lädt wieder zum monatlichen Glaubensgespräch am Donnerstag, den 11. Jänner 2018 um 19:30 im P2 ein. Hier ist das Plakat.


20 Jahre ist es her - pure Nostalgie

Vor 20 Jahren (1998) brachte das Kirchenmagazin der Erzdiözese Wien _thema_kirche_ einen Artikel über die Öffentlichkeitsarbeit in der Pfarre Stockerau, der es sogar auf das Titelbild der Zeitung brachte. Sie werden möglicherweise nostalgisch eine Reihe von Stockerauerinnen und Stockerauern erkennen, die damals für die Medien der Pfarre gearbeitet haben und teilweise noch heute arbeiten.

Wir waren uns damals sogar einig, dass man "das Pfarrblatt unterwegs mit dem Computer erstellen soll". Das Bild links ist auch eine liebe Erinnerung an das Pfarrblattteam: Den leider schon verstorbenen  Bruno Schober und Fritz Kraft, die viele Jahre das Pfarrblatt in der Vorgängerversion gestalteten. Die Übergabe an die neue Redaktion erfolgte erst mehr als 12 Jahre nach dieser Reportage.

Es ist schon interessant zu lesen, dass damals geplant wurde in der Pfarre Internet zu "installieren" und vielleicht eine Webseite zu publizieren. Das alles mit der Frage, ob es auch Sinn gäbe für ein Pfarramt so etwas zu machen. Aber man könne es ja probieren. Auch an Inhalte im Kabelfernsehen wurde damals gedacht.

Wer lesen möchte, was da in der Zeitung geschrieben wurde, kann das hier tun.


Dank an Sepp Scheffl (ganz vorne am Titelbild), der das alte Blatt noch aufgehoben hatte.

Ein königliches Frühstück

Nicht vergessen:
Am Samstag ist Dreikönigsessen!

Oder auch Dreikönigsfrühstück oder Dreikönigsbrunch genannt. Möglicherweise gibt es noch Karten im Pfarrbüro...

Hier gibt es zu Erinnerung Fotos vom Brunch 2017.

Exzellenzen unterwegs

Ab heute sind auch in Stockerau und Unter- und Oberzögersdorf die jungen Exzellenzen, die Heiligen Drei Könige und sehr oft Königinnen, mit ihrem leuchtenden Stern unterwegs, dem sie eifrig nachfolgen. Sie sammeln im Auftrag der Katholischen Pfarre wieder für die Projekte der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar.

Wir haben Sie bei zwei Besuchen getroffen und ein paar Fotos gemacht. Bitte nehmen Sie die jungen Exzellenzen gut auf und öffnen Sie Herz und Tascherl für sie.

Hier ist der Link zum Fotoalbum.

Übrigens: Am Dreikönigstag können Sie zu Mittag in den Gaststätten Stockeraus auch großgewachsenen und in die Jahre gekommenen Königen und am Abend, ebenfalls in den Cafes und Restaurants, geistlichen Königen begegnen.


Fotos: M. Satra, W. Flandorfer