Donnerstag, 23. November 2017

Hl. Barbara bitte für uns

Am Samstag vor dem ersten Adventsonntag findet um 11 Uhr in der Stadtpfarrkirche die traditionelle Barbarafeier statt, bei der der Gefallenen der Kriege und der Toten von unseren Hilfsorganisationen gedacht wird. Barbara ist ja die Patronin der Artillerie, der Bergwerksarbeiter und vieler anderer Berufe wie  Feuerwerker, Goldschmiede, Sprengmeister, Salpetersieder, Büchsenmacher, Waffenschmiede, Maurer, Zimmerleute, Dachdecker, Elektriker sowie der Glöckner, Türmer und Glockengießer. Und sie ist eine der 14 Nothelfer.  Eine umfassende Aufgabe.

Dazu lädt Sie der Österreichische Kameradschaftsbund und die Stadtpfarre Stockerau ein.

Durchatmen

Kennen Sie die Stunde der Barmherzigkeit? Das ist jeden Monat eine ruhige Stunde am ersten Donnerstag des Monats nach der Abendmesse, in der über die Barmherzigkeit Gottes nachgedacht wird. Solches Nachdenken und Beten wird einen wohl auch zu einem barmherzigeren Menschen machen, denn es fehlt viel Barmherzigkeit in unserer kleinen und großen Welt. Wie wir mit Fehlern unseres Partners oder unserer Partnerin , unserer Kinder, unserer Eltern, Mitarbeiter etc. umgehen - darüber darf man in dieser Stunde auch nachdenken...

7.12., 4.1., 1.2., 1.3., 5.4., 4.5. und 7.6. um ca. 19:30 in der Stadtpfarrkirche sind die Termine 2017 und 2018.

Der Fotograf ist nur zufällig auf dem Plakat - er bittet um Barmherzigkeit.

Predigen im Advent - Aufatmen

Im Advent gibt es wieder eine Predigtreihe, die sich um das Thema Hoffnung rankt. "Warum wir die Hoffnung nicht aufgeben müssen und aufatmen können" heißt der Titel.

  • Gott wartet auf dich
  • Gott traut dir was zu
  • Gott tröstet dich
  • Gott erfreut dich
  • Gott überrascht dich
sind die Titel der 5 Predigten an den 4 Adventsonntagen und am Festtag Maria Empfängnis.

Die sind herzlich eingeladen, die Gottesdienste zu besuchen, zuzuhören und ausgerüstet mit neuer Hoffnung auf das Weihnachtsfest von der Geburt Jesu zuzusteuern.






Mittwoch, 22. November 2017

70 Jahre - ein gutes Alter

Bereits im Jahre 1947 wurde nach dem Krieg in Stockerau eine Gruppe der Katholischen Frauenbewegung (kfb) gegründet. Heute wurde in der Kirche mit einer Dankmesse und im P2 - Pfarrzentrum Stockerau mit einer Agape dieses bemerkenswerte Jubiläum gefeiert.

Sie finden einige Fotos von der Agape in unserem Fotoalbum.

Foto: M. Satra

Junge Stimmen

Unser Jugendchor hat am 12. November sein zweites Konzert im P2 gegeben. Die zahlreichen Proben  haben sich ausgezahlt, denn es war ein voller Erfolg. Das Programm war vielseitig: Bekannte Popnummern, Filmmusik, aber auch A‑cappella Stücke wurden zum Besten gegeben. Eines ist sicher! Das war bestimmt nicht das letzte Konzert.

Wer mehr über den Chor erfahren möchte, kann eine kleine Biographie in der „Musikecke“ des neuen Pfarrblattes Dezember 2017 nachlesen. Oder gleich hier...


Der Jugendchor existiert seit 2011 als Teil der pfarrlichen Jugendarbeit und Kirchenmusik. Erst mit Beate Kokits hatte der Chor regelmäßige Proben und durfte unter anderem die Firmung musikalisch gestalten.
Seit 2013 leitet Nikolaus Pesl den Jugendchor. Die Ge­stal­tung der mo­nat­lichen Jugend­mes­sen ist ein fixer Bestandteil der musikalischen Aktivitäten. Darüber hinaus singt das Ensemble auch bei Jugendmessen im Umfeld, auch Hochzeiten, Taufen und ein Begräbnis waren schon auf der Tagesordnung und im Juni hat der Chor bei der Veranstaltung “Junge Chorleiter stellen sich vor” der Musikuni Wien gesungen. Außerdem durfte der Chor die live übertragene ORF-Fernsehmesse in Stockerau musikalisch mitgestalten. Im Jänner 2016 fand das erste Konzert zugunsten der Pfarrzentrumsrenovierung statt. Am 12. November sang der Chor sein 2. Konzert im P2.  Der Chor besteht aktuell aus den Sängerinnen: Antonia Heinz, Hannah Braunsteiner, Lea Pröstler, Lisa Redl, Melissa Buresch, Stefanie Jungmayer, Teresa Bruckner und dem Chorleiter Nikolaus Pesl.
Stefanie Jungmayer


Der Kräuterpfarrer Benedikt war da

Wolfgang Bruckner hat uns einen Bericht vom Besuch des Kräuterpfarrers im P2 zugesandt:

Der bekannte Kräuterpfarrer Benedikt Felsinger war am 21.11.2017 Gast im Pfarrzentrum Stockerau. Unter dem Titel "Heilkräuter für Leib und Seele" gab er einem Überblick über die Welt der Kräuter und deren Wirkung. Heilkräuter sind aber mehr als ein Mittel zur Zweckerfüllung für unsere Gesundheit. Sie bingen uns zum Staunen und das Wunder der Schöpfung näher.

Der Kräuterpfarrer mit
Wolfgang Bruckner
Den etwa 70 BesucherInnen bot Herr Benedikt im Anschluss an den Vortrag Gelegenheit zur persönlichen Beratung. Eine Agape mit Kräuteraufstrichen und Wein rundete den Abend ab."

Dienstag, 21. November 2017

Ein neues Pfarrblatt - frisch aus der Presse

Bald ist Weihnachten  und es beginnt die Adventzeit. Wie jedes Jahr kommt um diese Zeit auch das letzte Pfarrblatt des alten Jahres unserer Pfarre namens unterwegs  heraus. Es wird wieder an fast 7000 Haushalte in der Gemeinde Stockerau verteilt werden. Am Donnerstag den 23. November wird Mesner i.R. Hans Kleedorfer bereits die einzelnen Pakete für die über 100 Pfarrblattverteilerinnen und Pfarrblattverteiler geschnürt haben und die Verteilung zu Ihnen nach Hause wird am Wochenende beginnen. Herzlichen Dank an Hans, dass er trotz seines Mesner-Ruhestandes die Aufgaben des Pfarrblatt-Logistikers (Job klingt super) weiter macht.

Online Leserinnen und Leser sind natürlich schneller und können das neue Pfarrblatt im Pfarrblattarchiv aufstöbern und als PDF lesen oder herunterladen. Dort gibt es auch die Doppelseite mit den Terminen und der Chronik als PDF im A3 Format. Das Lesen des PDF funktioniert gut auf größeren Bildschirmen - auch 10"-Tablets im Hochformat.

Wer nur die wichtigsten Artikel lesen möchte, kommt über diesen Link auf eine Seite, die man auch am Smartphone komfortabel lesen kann.

Krieg und Frieden ist das Generalthema dieses Pfarrblattes, nachdem die Idee, unser Pfarrblatt jeweils mit einem Schwerpunkt herauszugeben, positiv beurteilt worden ist. Der viel gepriesene Weihnachtsfriede kontrastiert ja sehr stark mit den grauslichen Meldungen über die Toten von Terror und Krieg  Wir hoffen, dass auch Sie für Sie Interessantes lesen können.

Wie immer freut es uns, wenn Sie ihre Freude oder ihren Unmut über das Pfarrblatt hier als Kommentar abladen.

Nebenbei: Der schon ein halbes Jahr alte Pfarrverband Am Jakobsweg-Weinviertel gibt auch den Medien-Verantwortlichen der 5 Pfarren Stoff zum Nachdenken, ob sich diese neue Organisationsform auch auf die Medien der Pfarren auswirken wird. Seien Sie gespannt, was da herauskommt.

Sonntag, 19. November 2017

Sonntagspredigt von den Talenten

Manfred Plattner war am heutigen Sonntag der Prediger des Tages.in der November Predigtreihe "Es ist wirklich Liebe". Wem der ganze Text der Predigt zu lange ist, sollte sich wenigstens die Humorapotheke zu Herzen nehmen:
  • Gewähre deinen Ängsten ihren Auftritt, aber bleibe du selbst der Regisseur deines Lebens.
  • Lass Raum und achte auf die Liebe in allen Dingen. Dir ist von Gott nur soviel zugemutet, wie du auch tragen kannst. Mach was draus, versteck dich nicht, riskiere, trau es dir zu!
  • Bringe heute jemanden zum Lachen (caritativer Dienst!) und lache mit ihm, nicht über ihn.
  • Lach ab und zu auch mal über dich selbst!
Für Lesefaule  gibt es die Predigt auch als Audio (Sie brauchen sich bei Dropbox nicht anmelden, einfach auf den blauen Pfeil klicken - schon beginnt Manfred mit dem Hall des Kirchenfeelings zu predigen).


Predigtreihe: Es ist wirklich Liebe - Gott lieben
Liebe vertreibt Angst

Manfred Plattner
Foto: E. Henk
Ein heftiges Evangelium, finden Sie nicht? In unserer Predigtreihe wollen wir heute einen weiteren Blick auf Gottes Liebe versuchen. An den vergangenen Sonntagen haben wir immer andere Aspekte hervorgehoben. Heute geht es um den Aspekt der Angst.

Ein Meister sagte zu seinen Schülern: Was ihr Liebe nennt, ist in Wirklichkeit ein Geschäft. Entsprich meinen Erwartungen, gib mir was ich möchte, und ich werde dich lieben. Weise mich ab, und meine Liebe schlägt in Groll und Gleichgültigkeit um. Und er erzählte von dem Familienvater, der nach einem anstrengenden Arbeitstag  zu seiner Frau und seinem niedlichen, drei Jahre alten Töchterchen nach Hause kam.

"Bekommt Papa einen Kuss?"
"Nein!"
"Schäm dich. Dein Papa muss den ganzen Tag hart arbeiten um Geld nach Hause zu bringen und du behandelst ihn so. Wo ist der Kuss?"
Das niedliche, drei Jahre alte Töchterchen schaute ihm in die Augen:
"Und wo ist das Geld?"

In dieser kleinen Weisheitsgeschichte von dem Schriftsteller und Jesuitenpater Anthony de Mello zeigt sich eine verzerrte Vorstellung von Liebe: Liebe als Geschäft. Wirkliche Liebe aber ist kein Geschäft. Der Vater des Kindes wird sich wohl Zeit für seine Tochter nehmen müssen, mit ihm spielen um so den ersehnten Kuss freiwillig von seiner Tochter zu erhalten. Dann ist es wirklich Liebe, aber nicht, wenn er vom Geld spricht.

Auch im Gleichnis vom anvertrauten Geld geht es eigentlich um die Frage nach der wertschätzenden Liebe, die dem, der sie annimmt, Anteil an der Freude des Herrn gibt.

Man sollte man beim Lesen dieser Bibelstelle 3 Dinge beachten:

  • sie ist keine Anweisung für Menschen, die an chronischer Angst und Depression leiden
  • sie erteilt keine Berechtigung, andere in Tüchtige und Untüchtige einzuteilen
  • sie enthält verschiedene Perspektiven: 


  1. der vermögende Herr, der auf Reisen geht: Er traut seinen Dienern etwas zu, jedem nach seinen Fähigkeiten
  2. die beiden Diener, die tüchtig sind, die Talente vermehren und das ihnen Anvertraute verdoppeln und erhalten Anteil an der Freude des Herrn, sie erhalten größere Aufgaben
  3. der dritte Diener: er erhält am wenigsten und ist vor allem auf den strengen Herr fixiert, er Angst das eine Talent zu verlieren und dann bei der Rückkunft des Herrn am Ende ohne 


    • etwas dazustehen, die anderen haben mehr - ich sowenig. 
    • Vielleicht ist es auch die späte Erkenntnis, das eine Talent nicht genutzt zu haben, das in ihm Tränen und Wut, Heulen und Zähneknirschen auslöst. Er fühlt sich  hinausgeworfen, ausgegrenzt und isoliert. 


Sie kennen das: Ein Hund schnappt nach einem Ast. Er verbeißt sich und sie können den Hund mit dem Ast - wenn sie stark genug sind, hochheben. Er wird ihn nicht loslassen und erst nach langem Kampf knurrend aufgeben. So erscheint mir das Handeln des dritten Dieners zu sein: festgefahren, verbissen in seiner Angst, fixiert auf die Strafe des Herrn.

Das Problem liegt tatsächlich in der Angst. Die Angst des Dieners besteht darin, dass er sich einem übermächtigen Herrn gegenüber sieht, ihm gegenüber ohnmächtig und in Angst erstarrt. Er hat das Geld eingegraben! Am besten ist es, sich tot zu stellen und alles unverändert zu lassen, damit der Herr nicht schimpft.

Diese Haltung gibt es leider bei uns Menschen oft in ziemlich vielen Lebensbereichen, in Partnerschaften, Ehen, Familien, im öffentlichen Leben, im Berufsleben, im Umgang mit sich selbst  und auch im Glauben an Gott. Ich denke da nur an jene Verzerrungen von Frömmigkeit, die jede Veränderung als böses Werk beurteilen und Erneuerungen in ihrem Entstehen festhalten und verhindern.

Ich hab jetzt eine gute und eine schlechte Nachricht:
Die gute: Gottes Liebe ist viel größer, als wir es uns je vorstellen können!
Die schlechte: diese 3 Diener leben auch in jedem von uns. Ihr Verhalten ist auch unsere Praxis.

Oft wird uns etwas anvertraut, wir haben mehr oder weniger Talent und es gelingt uns etwas, weil wir riskieren und etwas draus machen. Da entsteht Freude über das Gelingen und wir wachsen in und an unserer Aufgabe.

Aber es gibt auch die Situation, dass wir nichts zusammenbekommen. Wir haben Angst zu versagen, glauben zu wenig Talent zu haben, geben uns auf und fixieren uns aufs Versagen. Im Nachhinein tut es uns dann oft leid, oft ärgern wir uns auch über uns selbst und hegen einen heimlichen Groll in uns, über die verpasste Chance. Andere sind dann Schuld, ober wir selbst vergraben uns im Opfersein.

Aber wir müssen nicht in Angst erstarren! Wir können uns der Angst entgegenstellen!
Eine Möglichkeit ist für mich persönlich der Humor. Ich erlebe ihn als ein Schutzschild gegen Angst, als Ausdruck von Liebe durch heilsames Lachen. Humor ist, wenn man trotzdem lacht!
Allerdings muss man auch hier unterscheiden:

Es gibt ein HEILSAMES LACHEN und ein VERNICHTENDES LACHEN:
Nur das heilsame Lachen stellt die Balance im Leben wirklich wieder her, indem es ernste Dinge absurd erscheinen lässt. Humorvolle Menschen bringen einen zum Lachen - vielleicht auch eine Tat der Nächstenliebe: das zum Lachen "Bringen"! Echter Humor hat auch etwas mit Loslassen zu tun.

Bei Humorlosigkeit aber ist es wohl ähnlich wie bei dem Hund der verbissen seinen Stock festhält und nicht hergibt. Das vernichtende Lachen fletscht die Zähne, es bedroht andere in Herabwürdigungen und Beleidigungen. Da kann man meist auch nicht wirklich von Herzen lachen, sondern eher höhnisch grinsen. Dieses schenkelklopfende Hohngelächter befreit nicht wirklich von Angst, sondern schürt sie, weil ihm der Funke die Liebe fehlt.

4 Tipps gegen die Angst (eine Art Humorapotheke)

  • Gewähre deinen Ängsten ihren Auftritt, aber bleibe du selbst der Regisseur deines Lebens.
  • Lass Raum und achte auf die Liebe in allen Dingen. Dir ist von Gott nur soviel zugemutet, wie du auch tragen kannst. Mach was draus, versteck dich nicht, riskiere, trau es dir zu!
  • Bringe heute jemanden zum Lachen (caritativer Dienst!) und lache mit ihm, nicht über ihn.
  • Lach ab und zu auch mal über dich selbst!

Mir ist schon klar, dass es Zeiten gibt, wo das Leben schwer ist, wo es uns schwer fällt zu lachen, weil uns eigentlich zum Weinen ist. Vielleicht geht es heute einigen so. Ich wünsche Ihnen, dass sie einem Menschen begegnen, der Ihnen ein liebevolles Lachen schenkt, das Sie tröstet und ermuntert.

Trotzdem ein humorvoller Ausklang:
Die kleinen Mäusekinder spielen vor dem Mauseloch in der Sonne. Plötzlich ein Schatten: die Katze! Die Mäusekinder sausen ins Loch: "Mama, Mama, die Katze!"
"Kein Problem!", sagt die Mäusemama, steckt den Kopf aus dem Mäuseloch und bellt:
"Wau, Wau ...!" Die Katze kreischt und flüchtet.
"Seht ihr, Kinder", sagt die Maus,
"Wie gut es ist, wenn man Fremdsprachen beherrscht ..."

Ja, die Sprache der Liebe scheint manchmal auch wie eine Fremdsprache für uns.
Aber sie schützt uns gegen die Angst. Wenn wir also nicht in Angst erstarren wollen, die Sprache der Liebe hören, erhaschen wir schon das ein oder andere Lächeln, das uns gut tut und weiterhilft und bekommen Mut zu neuer Tat. Auch wir könnten jene sein, die mit einem Lächeln die Welt verändern.

So erhalten wir Anteil an der Freude des Herrn.
DENN: Seine Liebe ist kein Geschäft. Seine Liebe vertreibt die Angst. Seine Liebe ist wirklich "Liebe".

Samstag, 18. November 2017

Auch eine Flüchtlingsstory

Sr. Christa Petra von unserem Kloster St. Koloman in Stockerau hat uns informiert, dass in Uganda eine neue Niederlassung ihres Ordens (SSpS - Hl. Geist-Schwestern) gegründet wurde. Wir haben immer wieder von der Niederlassung im Südsudan berichtet. Dort ist die Lage durch die Kämpfe der Regierungstruppen gegen die Rebellen so gefährlich, dass unsere Schwestern, nachdem eine von ihnen von Soldaten ermordet wurde,  das Land Richtung Uganda verlassen haben. Aber nicht nur die Schwestern - auch 1 Million Südsudanesen sind bisher nach Uganda geflüchtet und sind nun im weltgrößten Flüchtlingslager (Bidi-Bidi Refugee Settlement) untergebracht. Unsere Schwestern kümmern sich nun gemeinsam mit Patres des Ordens SVD (bei uns ist der Orden in St. Gabriel, Mödling) um Flüchtlinge.

Für ein armes Land wie Uganda mit 40 Millionen Einwohnern ist das in Summe auch keine leichte Aufgabe. Auf Österreich umgelegt wäre das ein Lager mit 200.000 Menschen.

Wenn Sie englisch lesen können, gibt es mehr Infos auf dieser Seite des Ordens. Für alle anderen gibt es dort auch interessante Bilder von der Gründung der neuen Ordensniederlassung und dem Riesen-Flüchtlingslager..


Dienstag, 14. November 2017

Eine Bitte der Caritas Sozialberatung

Die Caritas Sozialberatung unterstützt Menschen in existenzgefährdenden Lebenssituationen und Problemlagen. Betroffen sind Familien mit Kinder, Alleinerziehende, Alleinstehende und Menschen mit Migrationshintergrund.  Nicht immer regelmäßig gelingt es Menschen mit wenig Einkommen und vielen Problemen, die wichtigsten Zahlungen wie Miete, Energie…zu leisten. Wir wollen diesen Menschen Hilfe bei der Haushaltsplanung geben,  wo deren eigener Überblick eingeschränkt ist

Wir suchen und freuen uns auf Freiwillige, die uns dabei unterstützen!

Sind Sie interessiert, mehr darüber zu erfahren?
Bitte lesen Sie die weiteren Informationen weiter unten und kontaktieren Sie uns.
Caritas Sozialberatung
Martin Litschauer
02262/ 71069  oder  0664/ 825 22 75
sozialberatung-noenord@caritas-wien.at


HAUSHALTSPLANUNG  ist Ihnen wichtig und kein Fremdwort  für Sie?
Bitte UNTERSTÜTZEN  Sie uns bei der Begleitung von betreuten Menschen in Korneuburg


Beschreibung der Aufgabe
Die Freiwilligen (1-2 Personen)  unterstützen die Arbeit der Sozialberatung bei der Nachbetreuung. Ihre Tätigkeit unterstützt den nachhaltigen Erfolg unserer Beratung .
Wichtige Aufgaben sind dazu regelmässige Gespräche (ca. 1-2 Mal monatlich) mit KlientInnen zu deren finanziellen Haushaltsplänen. Die Sozialarbeiterin erstellt davor diesen Plan mit den KlientInnen, der in den weiteren Monaten eingehalten werden soll.
Als Freiwillige/r MitarbeiterIn sind Sie wichtiger Teil des Teams der Beratungsstellen. Sie werden persönlich und fachlich begleitet und erhalten spannende Einblicke in die Arbeitsfelder von Sozialer Arbeit. Natürlich werden Sie von uns gut eingeschult und auf den Kontakt mit Menschen gut vorbereitet
Zeitlicher Aufwand
Wochentags bis zu 4 Wochenstunden, tagsüber (Gespräche mit KlientInnen in der Beratungsstelle, fallweise Teilnahme an Teambesprechungen, Begleitung zu Behörden)
Dauer des Einsatzes
Wir freuen uns über eine längerfristige Mitarbeit, sinnvoll sind mindestens 6 Monate
Einsatzort
2100 Korneuburg, Donaustraße 3/3
Erwünschte Kenntnisse
Freude an Gesprächen mit betroffenen Menschen und Interesse an der Unterstützung in deren finanziellen Belangen (zB. Hilfe bei der Erstellung von Haushaltsplänen zur besseren Übersicht von Einkommen und Ausgaben). Hilfreich kann dazu Ihre einschlägige Berufserfahrung sein (zB. Bank, Büro..), aber vor allem ist Ihr privat gut praktizierter Umgang mit den eigenen Finanzen wichtig.
Wichtige Eigenschaften, die sie mitbringen sollten
Reflektierte, wertschätzende Haltung und Kommunikation gegenüber KlientInnen; „Ein gutes Gespür“ im Umgang mit Menschen, Teamfähigkeit und  Austausch mit hauptamtlichen MitarbeiterInnen der Einrichtung.

Ort

Notwendig  ist eigene Mobilität nach Korneuburg. Das Büro liegt zentral in Nähe von Hauptplatz. Wir sind auch in wenigen Minuten vom Bahnhof gut zu Fuß zu erreichen.

Montag, 13. November 2017

Advent Totale in Oberrohrbach

Ulli Neuhold, Leiterin des Stockerauer Chores Chorale Totale hat uns auf ein Konzert ihres Chores in der wunderschönen, eindrucksvollen Kirche von Oberrohrbach aufmerksam gemacht. Vielleicht kann man dann durch das Fenster der Kirche vor der Kulisse der Burg Kreuzenstein Schneeflöckchen beobachten. Das Programm und die Zeiten entnehmen Sie bitte dem Plakat. Von Stockerau sind es nur 9 Kilometer.

Im Bild sehen Sie den Innenraum der Kirche (Foto aus www.schermann-stolfa.at)




Chorale Totale können Sie auch hören (und sehen):
  • Fr., 1.12.2017, 17 Uhr Adventmarkt-Eröffnung (Pfarrhof Stockerau)
  • So., 24.12.2017 Christmette in der Stadtpfarrkirche Stockerau mit musikalischer Einstimmung ab 21.30 Uhr

Vorschau April/Mai 2018
Misa Criolla – Gemeinschaftsprojekt mit dem Chor E!CHO aus Leitzersdorf, 3 Aufführungen geplant




Sonntag, 12. November 2017

Treffpunkt Glaube - ein Wochenende im Hl. Geist



In unserer Pfarre findet diesen Herbst der zweite Durchgang des Alphakurses, genannt Treppunkt Glaube, statt. Ein zentraler Punkt ist das Hl. Geist Wochenende - das diesen Freitag Abend und Samstag vormittags in Tulln stattfand.







Ausgangspunkt war das Pfingstevangelium. Die Teilnehmer versuchten mit einer gewählten Figur sich in das Pfingstgeschehen einzubringen. Es war nicht so sehr ein Reden über den Hl. Geist, als vielmehr ein Erleben des Hl. Geistes. Jedenfalls waren alle mit großer Be-geist-erung dabei, das war unmittelbar zu spüren.





Am Freitag Abend fand der erste Teil statt, anschließend gab es gemütliches Beisammensein. Am Samstag ging es zum Morgenlob in den nahen Karner hinüber, ebenfalls ein schönes Erlebnis. Mit einem gemeinsamen Mittagessen endete das Wochenende. Es war ein wunderbares Wochenende gemeinsamen Betens, Singens, Lachens und gegenseitigen Austauschs.



Weitere Bildnisse gibt es in einem Fotoalbum der Pfarre.

Viele neue Ministrantinnen und Ministranten

Die neuen Minis
 Der heutige Sonntagsgottesdienst um halbzehn Uhr war ein Familiengottesdienst, bei dem unsere neuen Ministranten aufgenommen wurden und die Landjugend ein Fest feierte. Gleich 9 von unserem Diakon Anton Istuc "trainierte" Ministrantinnen und Ministranten wurden aufgenommen und versprachen unserem Pfarrer Markus Beranek, treu ihren wichtigen Dienst beim Altar zu tun.
In seiner Predigt ging Markus Beranek besonders auf das Evangelium von den klugen und törichten Jungfrauen ein und versuchte, dieses Gleichnis der Menschen, die gut vorbereitet sind gegen die, die trotz langer Vorbereitungszeit im rechten Augenblick nicht bereit sind, in die Gegenwart zu holen.
Fahnen der Landjugend
Den Wortlaut der Predigt  finden Sie hier.

Der Familienmessennchor samt dem bereits sechsköpfigen Orchester gestaltete den Gottesdienst mit vielen flotten Songs musikalisch.

Auch wir wünschen den neuen Minis alles Gute und viel Freude bei ihrer neuen Aufgabe! Sie haben viel Vorschuß-Applaus bekommen.


Hier gibt es 26 Fotos im Fotoalbum.

Törichte und kluge junge Frauen

Predigt von Pfarrer Markus Beranek am 32. Sonntag 11./12.11.2017

Für mich hat dieses Evangelium schon einen sehr adventlichen Charakter. Das ist gut so, denn heuer ist der Advent sehr kurz. Übrigens auch eine gute Erinnerung: wie der Advent wird, entscheidet sich schon im November – wer jetzt manche Geschenke kauft, hat vielleicht dann weniger Stress.

Stress haben in der Geschichte, die Jesus erzählt, allerdings fünf junge Frauen, die nicht rechtzeitig geplant haben. Heute wäre das Problem z.B. der leere Handyakku, während einige eine power-pack zum Nachladen mithaben. Alle zusammen sind sie vor dem Festsaal versammelt, in dem in den nächsten Stunden eine rauschende Hochzeitsfeier stattfinden soll. Sie alle sind Hochzeitsgäste und warten auf den Bräutigam. Es konnte schon vorkommen, dass sich der auf seinem Weg verspätet, dass es wirklich dunkel wird ist ein außergewöhnlicher Zufall. Die Öllampen sind wichtig, weil sie ja auch als Beleuchtung für das Fest dienen. Plötzlich geht alles ganz schnell, der Bräutigam ist da – die einen gehen in den Saal und jetzt bricht das Bild des rauschenden Hochzeitfest für einen Teil der Gäste ins Gegenteil um: die anderen haben die Gelegenheit verpasst und stehen vor der Tür und das Fest findet ohne ihnen statt.

Auch in dieser Geschichte will Jesus uns innerlich in Bewegung bringen. Das Hochzeitfest ist ein Bild für das volle Leben, ein Bild, dass Gott mit uns Begegnung feiern will: hier heute, mitten in unserem Alltag – und über das Leben in dieser Welt hinaus. Es ist eine ziemlich nüchterne Realität, dass wir diese Gelegenheit immer wieder verschlafen und versäumen können.
Deshalb braucht es Übung, um immer wieder in eine innere Offenheit für Gott zu kommen. Die innere Offenheit für Gott ist die Sehnsucht. Mir helfen für mein eigenes Leben dabei Phasen, wo ich zu allererst für mich selber Seelsorger bin. Zeiten der Ruhe, Zeiten, wo ich in der Natur bin, wo ich ins Museum gehe, aber eben aber auch Zeiten des Betens und der Stille. Wie den meisten Menschen geht es auch mir so, dass ich oft viel um die Ohren habe und dass es nicht einfach ist, mir diese Zeiten regelmäßig zu nehmen. Aber was ich wirklich als Privileg meines Berufes erfahre ist, dass ich ganz selbstverständlich Zeiten habe, wo ich gemeinsam mit anderen bete und Gottesdienst feiere. Ich erfahre das ganz dicht in Wochen, wo wir miteinander unterwegs sind: am Weltjugendtreffen in Krakau letztes Jahr etwa oder heuer in der Sommerwoche in Assisi. Ich spüre ganz deutlich den Wunsch, dass wir drauf achten, dass unsere ganzen Besprechungen auch zuerst Orte sind, wo wir miteinander beten und hinhören, was Gott uns durch die Umstände und Gegebenheiten sagt. Manchmal ist eine völlig überraschende Wahrnehmung von jemand anderen so etwas wie die Stimme Gottes.

Im Blick auf das heutige Evangelium würde ich sagen: Kirche, Pfarre – das ist für mich wie der Ölkrug, der mir hilft, meine eigene Sehnsucht für Gott immer wieder nachzufüllen und lebendig zu halten.
            Ich träume davon, dass unsere Pfarre noch viel mehr als bisher ein Ort ist, wo wir, die wir regelmäßig da sind erleben, wie sehr der Glaube an Jesus uns für unser Leben inspiriert. Ich wünsche mir, dass jedem Einzelnen noch viel mehr bewusst wird: dass ein Gottesdienst gelingt, das liegt an uns allen. Dass wir als Pfarre gastfreundlich sind liegt auch daran, dass jeder von uns auf neue Menschen zugeht. Ich wünsche mir, dass Menschen zum Gottesdienst kommen und erleben: ja, das bringt mich in meinem Leben weiter, hier findet mein Glaube Nahrung.
Und ich glaube, dass das nicht allein mit dem Gottesdienst gelingen kann. Ich erlebe, wieviel Austausch und gegenseitige Begleitung in den verschiedenen Gruppen der Pfarre oft möglich ist: bei der Mariazellwallfahrt, in der Legio, bei der Mütterrunde, in den Männerrunde um nur einige Beispiele zu nennen.
Ich glaube, dass es sich lohnt als Pfarre stark daran zu arbeiten, dass wir weitere Gruppen anstoßen, damit möglichst viele Menschen den Zugang zum Ölkrug haben, dass ihre Sehnsucht wach bleibt und ihr Glaube gestärkt wird. Wir sind Weggefährtinnen und Weggefährten auf dem Weg Gott zu entdecken und zu lieben. Wir sind für einander Inspiration und Impuls, um in der Liebe zu Gott weiter zu wachsen.
Eine Möglichkeit dazu ist der nächste Alphakurs, der am 10. Jänner starten wird.

Für heute gebe ich ihnen wieder eine Frage mit: wo sind für sie Orte und Menschen, wo ihr Glaube Nahrung bekommt, wo die Sehnsucht nach Gott lebendig bleiben kann?

Freitag, 10. November 2017

Sternenkinder

Wußten Sie, dass es in der Kapelle des Universitätsklinikum Tulln eine Gedenkstätte für Sternenkinder gibt? Sternenkinder nennt man Kinder, die vor, während oder nach der Geburt gestorben sind. Am Freitag, den 1. Dezember um 18 Uhr laden die Seelsorger des Krankenhauses zu einer Gedenkfeier ind dieser Krankenhauskapelle ein.


Einkehren...

Einkehren hat ja für viele Menschen nicht die Bedeutung dieser Einladung. Sie denken eher an einen Gasthausbesuch. Das aber ist ein Haus in der unsere Seele Gast sein darf. Und dazu lädt die Katholische Frauenbewegung Frauen ein. Am 5. Dezember wird dieser Einkehrtag im Kloster St. Koloman stattfinden. Alles über den geistlichen Begleiter Martin Sinnhuber und die Idee der Missionare der Barmherzigkeit können Sie hier nachlesen.

Bitte um Anmeldung per eMail bis 27. November.


Unser Kloster lädt ein

Die Mitgründerin des Ordens, dem die Schwestern unseres Stockerauer Klosters St. Koloman angehören, war Helena Stollenwerk (1852 -1900). Sie war, neben dem Generalsuperior der Steyler Missionare Pater Arnold Janssen und Hendrina Stenmanns, Mitbegründerin der Steyler Missionsschwestern 1889 und der Steyler Anbetungsschwestern 1898. Am 7. Mai 1995 wurde sie durch Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Ihr Gedenktag ist der 28. November.

Anlässlich dieses Gedenktages feiern auch unsere Schwestern im Kloster St. Kolomanam 27. November um 17:30  ihre Gründerin mit einem Festgottesdienst in der Klosterkirche und einer Agape im Festsaal.


Dienstag, 7. November 2017

Ein Kräuterpfarrer in Stockerau

Kräuterpfarrer Herr Benedikt Felsinger spricht am Dienstag, 21.11.2017, 19.00 Uhr im P2 zum Thema:

"Heilkräuter für Leib und Seele

Anschließend gibt es die Möglichkeit, mit dem Kräuterpfarrer ins Gespräch zu kommen. Benedikt Felsinger ist Prämonstratenser im Stift Geras. Und zu den Prämonstartensern sagt man nicht Pater sondern Herr. Jetzt sind Sie für die Diskussion gerüstet.

Spenden zugunsten des P2 sind erbeten

Hier geht es zu seiner Webseite.

Montag, 6. November 2017

Der Michelberg

Wir möchten Sie schon heute auf einen interessanten Vortrag hinweisen, der am Dienstag, 12. Dezember im P2 - Pfarrzentrum Stockerau  stattfindet. Ernst Lauermann schreibt dazu:

Der Vortrag bietet einen Überblick über die Forschungsergebnisse, der archäologischen Grabungen am Michelberg  in den Jahren 2010 – 2013.  Die älteste Besiedlungsphase während der frühen Bronzezeit,  die Bedeutung während des II. Weltkrieges, aber besonders der archäologische Nachweis  von vier Bauphasen der Kirchen am Michelberg beginnend mit dem 13. Jh. prägen ein völlig neues Bild des Berges. Die  600 Seiten umfassende Dokumentation kann als Meilenstein der Forschung angesehen werden und kann beim Vortrag um 42 € erworben werden. 

70 Jahre - das muß gefeiert werden

Die Katholische Frauenbewegung (kfb) unserer Pfarre ist 70 Jahre alt. Die Pfarrleitung liegt zur Zeit in den Händen von Elisabeth Weber. Sie lädt auch Sie ein:

Herzliche Einladung zum Gottesdienst anlässlich 70 Jahre kfb Stockerau 
am Mi, 22.11., 8:00 h 
und anschließend zu Kaffee und Kuchen im P2

Wir gratulieren herzlich zum Jubiläum!

Sonntag, 5. November 2017

Ein ganz normaler Sonntagvormittag

Einzug der Kinder
An einem ganz normalen Sonntag-Vormittag tut sich einiges in unserer Pfarre. In der Kirche predigte heute Pastoralassistent Geri Braunsteiner über das Evangelium, in dem Jesus seine Jünger bittet, ihren Glauben nicht so wie "die Pharisäer vor sich her zu tragen", die besonders lange Qustane an ihren Röcken haben und Jedermann und Jederfrau zeigen, wie gläubig sie sind. Zitat:

Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf den Stuhl des Mose gesetzt. Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach dem, was sie tun; denn sie reden nur, tun selbst aber nicht, was sie sagen. Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern, wollen selber aber keinen Finger rühren, um die Lasten zu tragen. Alles, was sie tun, tun sie nur, damit die Menschen es sehen: Sie machen ihre Gebetsriemen breit und die Quasten an ihren Gewändern lang, bei jedem Festmahl möchten sie den Ehrenplatz und in der Synagoge die vordersten Sitze haben, und auf den Straßen und Plätzen lassen sie sich gern grüßen und von den Leuten Rabbi - Meister - nennen.

Und das Evangelium schließt:
B.Hatzak und E. Weber
Der Größte von euch soll euer Diener sein.

Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

Ja, das war vor 2000 Jahren. Das alles gibt es ja heute nicht mehr...Oder doch?

Parallel dazu wurde bereits alles für den Kindergottesdienst im P2 - Pfarrzentrum und für das Pfarrcafe hergerichtet, das heute die Damen der Mütterrunde und der Katholischen Frauenbewegung organisierten. Wunderschön war aufgedeckt! Danke.

Die Kinder zogen dann nach dem Gottesdienst im Pfarrsaal in die Kirche ein und feierten den Rest der Messe mit den Großen.

Übrigens hat sich auch Papst Franziskus heute mit dem "Thema der Quasten" beschäftigt...






Freitag, 3. November 2017

Hier treffen sich Kleinkinder

Unser Baby- und Kleinkindertreff würde sich noch sehr über Zuwachs freuen. Jeden Mittwoch - außer in den Ferien - treffen sich am Mittwoch von 9-11 im Saal des P2 Mütter, Väter, Opas und Omas mit Kleinkindern, singen und musizieren, tanzen und spielen, basteln und plaudern und feiern die Feste im Jahreskreis

Wir möchten Sie bei dieser Gelegenheit auch gerne zum Laternenfest des Babytreff einladen, das am Dienstag, den 14. November 2017 um 16:30 vor dem P2 - Pfarrzentrum Stockerau beginnt.

Geburtstags-Nachfeier

Normalerweise feiert man den 4. Geburtstag nur einmal. Bei Truhenorgeln ist das anders und so gibt es die erste Feier am Freitag, den 10. November, von der wir schon berichtet haben. Unsere Truhenorgel feiert aber auch noch am Sonntag bei der Abendmesse und zeigt dort gemeinsam mit der großen Orgel, was sie kann. Die Orgeln spielen Beate Kokits und Johann Lenius. Alles weitere entnehmen Sie bitte dem Plakat.


Donnerstag, 2. November 2017

Eine Allerseelen-Predigt

Zur Abendmesse zu Allerseelen werden von der Pfarre alle Angehörigen der Verstorbenen des vergangenen Jahres eingeladen. Viele waren auch gekommen und konnten sehen, dass für ihre Lieben vor dem Altar eine Kerze zur Erinnerung an diese Menschen angezündet war. Der Kirchenchor der Pfarre gestaltete unter der Leitung von Beate Kokits den Gottesdienst musikalisch und Pfarrer Markus Beranek hielt folgende Predigt:

Ich bin überzeugt: Gott will, dass es uns gut geht. Der rote Faden der Bibel kommt immer wieder auf diesen Punkt zurück. Manchmal erleben wir das auch, wenn Menschen sterben – etwa wenn sie im hohen Alter lebenssatt an Jahren im Kreis ihrer Familie Abschied nehmen können. Aber oft genug ist es überhaupt gar nicht so. Einige von ihnen haben im
vergangenen Jahr oder schon länger zurück erlebt, dass liebe Menschen viel zu früh sterben und dass eine klaffende Wunde oder ein schwarzes Loch bleiben.
Und auch sonst erleben wir ja immer wieder Situationen im Leben, die anders laufen, als wir es uns gewünscht haben: ein Projekt im Beruf, in das viel Herzblut geflossen ist geht schief. Eine Beziehung zerbricht. Eine unerwartete Krankheit zehrt an unserer Lebensqualität. Und Mitunter stellt sich dann die Frage warum? Warum ich? Warum lässt Gott das zu?
Die Lesung aus dem Buch Ijob weist eine erste Fährt auf: hab keine Scheu mit Gott so zu reden, wie dir der Schnabel gewachsen ist. Wer mit Gott hadert, wer Gott anklagt, wer sich gegen Gott aufbäumt, der bleibt in Beziehung und er bleibt in einem inneren Prozess.
Da ist es gut und lebenswichtig, dass es Wegbegleiter gibt, liebe Menschen, wo wir nicht stark sein müssen, wo wir uns nicht verstellen müssen, wo wir uns nicht rechtfertigen müssen, dass uns noch Jahre später die Tränen kommen.
Wenn sie gerade in dieser Phase sind, dann ermutige ich sie zu trauern und sich nicht zu schämen und kein schlechtes Gewissen zu haben und sich nicht einreden zu lassen, dass sie schon weiter sein müssten.
Irgendwann ist die Zeit reif für einen nächsten Schritt – dazu einen weiteren Aspekt. Da geht es darum sich auf den langen Weg zu machen, mit allem Schmerz, mit allen Verletzungen und Verwundungen einfach vor Gott da zu sein. Hier meine ich die Haltung, wo ich meine Trauer, meine Enttäuschung, meine Verletzung, meine Wut…was auch immer spüre und sie nicht verleugnen muss. Mir hilft das im Alltag oft sehr, Dinge , die Misslungen sind, Fehler, die ich gemacht habe, Unsicherheiten, die ich bei Entscheidungen spüre in einer Zeit der Stille einfach vor Gott da sein zu lassen ohne sie zu beschönigen oder zu verleugnen. Oft kommt dann Unruhe auf, mitunter werden ganz alte Verletzungen spürbar.
Und immer wieder komme ich zu dem Punkt, wo langsam Frieden einkehrt. Wo in der Dunkelheit ein dunkles Licht zu leuchten beginnt. Wo sich Unruhe und Anspannung lösen.
Ich mag die alte Darstellung des „Gnadenstuhls“ aus der Gotik und der Barockzeit, wo Gottvater in einen Bischofsornat gehüllt seinen zu Tode gemarterten Sohn am Kreuz in die Welt hineinhält oder noch stärker, wo er den toten, verwundeten Jesus in seinen Armen hält.
Diese Darstellung beantwortet nicht die Frage „warum“. Aber es drückt das aus, was wir im Evangelium gehört haben: „so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn dahingab“. Jesus hat sich für mich verwunden lassen, dass ich in meinen Wunden und Verletzungen nicht allein dastehe und bloßgestellt bin. Er stellt sich zu mir, er hält in der Dunkelheit bei mir aus und die Dunkelheit bekommt für mich dann für mich oft ein ganz bergendes, tröstliches Gefühl, wie, wenn ich im Advent an einem dunklen Abend die Adventkranzkerzen anzünde.
In solchen Momenten erlebe ich, dass Gott mich – trotz allem – wirklich liebt und dass ich – trotz allem – von ihm nicht loskomme und nicht anders kann als ihn inmitten meiner Dunkelheit zu lieben.






Mittwoch, 1. November 2017

Eine Allerheiligenpredigt

Predigt von Pfarrer Markus Beranek - Allerheiligen 2017

Vor 20 Jahren hatte ich die Möglichkeit am Treffen der lateinamerikanischen Basisgemeinden teilzunehmen. Einer der Höhepunkte dieser Tage war die Feier der Märtyrer Lateinamerikas. An die 3000 Menschen waren in einem Stadion versammelt. Bei der Lesung aus der Offenbarung des Johannes (Offb 7, 2-4.9-14), die wir auch heute als erste Lesung gehört haben, zog eine große Zahl von Frauen und Männern in weißen Gewändern mit einem Palmwedel in der Hand ein. Es ging aber nicht nur um das Nachspielen dieser Bibelstelle. Denn jede/ jeder von ihnen nannte den Namen einer Person, die in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten gewaltsam ums Leben gekommen war. Noch bewegender war die darauf folgende Phase. Die Mitfeiernden waren nun eingeladen, auch selbst Namen jener Frauen und Männer zu nennen, die in ihren Gemeinden im Einsatz für andere Menschen gewaltsam ums Lebens gebracht worden waren. Es wurden unzählige Namen genannt: vor uns, hinter uns, neben uns, von überall her Stimmen, die Namen von Menschen nannten, die sie gekannt hatten.

Die Offenbarung des Johannes ist ein Trostbuch für Christen in der schwierigen Lage der Christenverfolgung. Sie wurde um das Jahr 100 niedergeschrieben. Bei all den Katastrophenszenarien die geschildert werden geht es um die Botschaft: all das geschieht schon jetzt, aber vergesst nicht, Gott lässt euch nicht im Stich, er steht an eurer Seite.

Auch heute leben wir in einer Zeit der Christenverfolgung. Weltweit werden unzählige Menschen benachteiligt, verfolgt und unterdrückt, weil sie Christen sind. In Europa und Österreich leben wir da zum Glück in einer besseren Situation. Aber auch hier machen Menschen immer wieder die Erfahrung, dass sie von Arbeitskollegen und Bekannten belächelt werden, wenn sie davon erzählen, dass sie in die Kirche gehen oder sich im kirchlichen Kontext engagieren. Darüber hinaus: auch für gläubige Menschen ist das Leben mitunter mühsam und mitunter bringt die Auseinandersetzung mit dem Glauben noch zusätzliche Herausforderungen mit sich. Der Glaube an Gott, die Liebe zu Gott kann ganz schön weh tun.

In solchen Phasen helfen mir die starken Bilder aus der Offenbarung des Johannes. Sie weiten meinen Blick. Sich erinnern mich daran, dass ich nicht der erste und einzige bin, in dessen Leben es mühsam zugeht. Sie machen mir aber auch bewusst, dass ich mich von den mühsamen Dingen des Lebens nicht total in Beschlag nehmen lassen muss. Oft geht es darum, dass beides da sein darf: das Mühsame und zugleich die Freude am Gott, am Glauben, am Leben.

Ich kehre nochmals zurück zu unserer Reise nach Brasilien. Im Anschluss an den Kongress haben wir einen Slum besucht. Die Menschen dort hatten in den letzten Jahren viel Energie in ihr Umfeld und ihre Lebensbedingungen investiert, mit Erfolg. Mittlerweile gab es einen Kanal, Wasser und Strom. Die Hütten waren einfach, aber sehr gepflegt. Mit einer Gruppe haben wir dann Eucharistie gefeiert. Am Beginn des Wortgottesdienstes wurde von einer afrikanisch stämmigen Frau die Bibel nach vorne getragen. Es war aber nicht die übliche liturgische Evangelienprozession, sondern die Frau tanzte voller Freude mit der Bibel nach vorne. Ganz sicher hatte sie schon viele mühsame Dinge in ihrem Leben erfahren. Ganz sicher war es für sie auch nicht immer leicht gewesen zu glauben. Aber jetzt, in diesem Moment konnte sie etwas von der himmlischen Liturgie verkosten. Jetzt brachte sie mit ihrem ganzen Körper zum Ausdruck, dass sie trotz aller mühsamen Dinge des Lebens die Freude am Glauben nicht verloren hatte hatte.

Verlernen sie es nicht zu tanzen….!