Mittwoch, 30. August 2017

Das Dekanat tagt

Was ist ein Dekanat? Die Erzdiözese Wien besteht aus 3 Vikariaten (Nord, Wien und Süd). Jedes dieser Vikariate besteht wiederum aus Dekanaten. Und ein Dekanat umfasst dann einige Pfarren. Um das Ganze etwas zu komplizieren wurde als "Übergangsform" zu größeren Pfarren die Form des Pfarrverbandes geschaffen. Ein Pfarrverband ist allerdings nur ein loser Zusammenschluß von Pfarren ohne "Rechtsform".

Stockerau ist nun Mitglied eines Pfarrverbandes "Am Wallfahrtsweg -Weinviertel", aber auch als Pfarre Teil des Dekanates Stockerau. Die Organisation finden Sie hier im Web der Erzdiözese Wien, wobei allerdings die beiden Pfarren Kleinwilfersdorf und Spillern zum Dekanat Korneuburg gewandert sind.

Die Pfarren des Dekanates Stockerau sind (Mitglieder unseres Pfarrverbandes sind fett geschrieben): Großmugl, Haselbach, Hausleiten, Höbersdorf, Herzogbirbaum, Leitzersdorf, Niederhollabrunn, Oberhautzenthal, Obermallebarn, Senning, Sierndorf und Stockerau. 

Dechant unseres Dekanates ist der Stockerauer Pfarrer Markus Beranek. Nina Högler, Pastoralassistentin in Stockerau, hat uns von der jährlichen Dekanatskonferent im Stift Altenburg ein Foto geschickt (wenn Sie draufklicken wird das Bild größer).

Die Dekanatskonferenz beschäftigt  sich in Altenburg mit verschiedenen Kirchenbildern und Strukturen.

Montag, 28. August 2017

Nordische Orgelklänge

Johannes Lenius, nicht nur Organist in Stockerau, sondern auch Kirchenmusikverantwortlicher für das ganze Weinviertel schreibt uns:

Finnland ist ein facettenreiches Land und bietet neben zauberhafter Natur auch spannende und bilderreiche Musik. Am 17. September spielt in der Hollabrunner Sadtpfarrkirche die Organistin und Kantorin Liisa Malkamäki aus Tapiola bei Helsinki einige Orgelwerke aus ihrer Heimat.
Weite Wälder, stille Seen, farbenspielende Nordlichter, kerzenbeleuchtete Winternächte, Tangotanzende Mitternachtssonnen,.... Alle diese Bilder aus dem fernen Norden vermag die nordische Musik auf der vielseitigen und klangschönen Orgel in Hollabrunn ganz nahe zu bringen.



Samstag, 26. August 2017

Franz von Assisi: Das Leben eines Unangepassten

Wir sind auf der Heimreise von Assisi irgendwo bei Ferrara und können auf eine wunderbare Woche zurück blicken. Folgenden Zeilen sind in Assisi entstanden, die unseren Lesern nicht vorenthalten sein sollen.

Wir haben in den vergangenen Tagen versucht den Pfaden von Franz und auch Klara zu folgen und ihnen näher zu kommen. Zweifellos sind die vielen besuchten Orte, die Impulse, das gemeinsame Gebet und Gespräch wichtige Hilfsmittel dazu. Und doch können die an den Grabstätten vorbeiziehenden Menschenschlangen, die kunsthistorisch aufbereiteten und gedeuteten  Fresken, die tausendfach dupplizierten Damianokreuze und Tau-Anhäger den Blick verstellen oder zumindest vernebeln. So ist das halt, wenn wir, eingebettet in unsere Lebensgewohnheiten, durchschlendern.

Sehr berührt hat mich die Bibelstelle rund um die Frage "Was muss ich darüber hinaus noch tun, um ins Himmelreich zu kommen?" sowie die Antwort, alles zu verkaufen, hinter sich zu lassen und nachzufolgen. Franziskus hat dies mit aller Konsequenz gemacht. Ohne Rücksicht auf Verluste. Er, der Stolz und die ganze Hoffnung des Vaters, schlägt diesen vor den Kopf und gibt ihm all seinen Besitz, ja sogar seinen Namen zurück. Wie sehr war es zu jener Zeit wichtig, dass der Name weiter geht, dass man ihn zur Ehre der Ahnen weiter führt. Heisst es nicht in der Bibel "Du sollst Vater und Mutter ehren"?

Der Weg von Franziskus lässt sich davon nicht dominieren. Er folgt dem Ruf Jesu. Denn die Achtung von Vater und Mutter muss sich einbetten in der Achtung der Würde aller Menschen. Eben ohne Wenn und Aber, radikal in seiner Konsequenz.

Können wir Franziskus in dieser Radikalität folgen? Denn Parallelen zu heute gibt es genug. Auch heute leben wir in einer Zeit des Umbruchs, in der sich verändernde gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedingungen Gewinner und Verlierer hervorbringen. Etwa in der Zeit nach dem Fall des eisernen Vorhangs, in der man mit billiger Arbeitskraft aus dem Osten seine Angehörigen pflegen oder sein Haus sanieren konnte. Oder in der Zeit der Flüchtlingsstöme, die ihre Ursache hat in der Ausnutzung jener Weltgegenden, um unsere Konsumbedürfnisse zu befriedigen. Bräuchten wir da nicht auch einen Sohn wie Franziskus, der die Stoffballen unseres angehäuften Wohlstandes unter die Armen verteilt? Müssen wir nicht dankbar und stolz auf solche Söhne sein?

Der Weg für uns kann ein Weg der kleinen stetigen Schritte sein. Das fängt damit an, Menschen wie Franziskus, die es auch heute gibt, als Vorbilder und nicht als Wirklichkeitsfremde zu sehen. Dies ehrlich gedacht kann schon Vieles bewirken. Denn dann werden wir diesen Weg automatisch unterstützen, dann werden wir dazu Mut machen, dann können wir ein Stück dieses Weges mitgehen.

Franziskus war von der Liebe derart stark eingenommen, dass sonst kein Platz war. Die Leitung "seiner" Bewegung wurde jemand anderem übertragen, er wurde nie zum Priester geweiht, er hatte nichts über für honorige Ämter. Dies kann vielleicht auch ein Hinweis für das Heute sein, wenn es darum geht, ob man den Zugang zum Priesteramt öffnen soll. Der Glaube ist keine Karriereleiter in den Himmel.

Und noch was können wir von Franziskus lernen. Die Vertiefung im Glauben bedeutet nicht, dass wir in irdischen  Maßstäben tüchtiger werden (als die anderen). Denn das ist oftmals eine Sache der Darstellung. Gott aber kennt die Regungen und Gedanken in unserem Innersten. Franziskus ging es nicht um die gute Vermarktung seiner Anliegen, sondern er folgte einfach dem Ruf aus seinem Herzen.

Mittwoch, 23. August 2017

Assisi 2



Auf unserer Pfarrreise nach Assisi sind wieder zwei Tage vergangen, sehr rasch sogar. Das Bild oben zeigt einen Blick in die Landschaft von Umbrien, aufgenommen beim gestrigen Ausflug von Perugia. Perugia ist eine wunderbare Stadt, erbaut auf einer der zahlreichen umbrischen Erhebungen, wie man sie auf dem Foto sehen kann.

Der Temperatur entsprechend verbrachten wir den Nachmittag am Traminosee. Badesachen waren dabei und einige Wildentschlossene warfen sich in die kühlenden Fluten. Fotos dazu wird es noch geben, dzt. halten sich die Fotografen noch "bedeckt".

Heute Vormittag ging es nach  Santa Maria degli Angeli, der großen Basilika in der Ebene vor Assisi. Hier war einer der Lieblingsorte von Franziskus, hier ist er auch gestorben, wichtige Entscheidungen der neu entstandenen franziskanischen Gemeinschaft sind hier gefallen. Berührend vor allem die in der Hauptkirche enthaltenen Kapelle Portiunkula, noch aus der Zeit von Franz und Klara. Das folgende Foto zeigt die - fast vollständige - Pilgergruppe an den Stufen der Basilika.



Besonders erwähnenswert ist, dass die touristischen Punkte mit Besichtigungen nur ein Teilaspekt dieser Reise sind. Mindestens genauso wichtig sind die vielen religiösen Punkte, die zum Programm gehören und von den Teilnehmern aufgesogen werden. In einem Nebengebäude unserer Villa befindet sich die Hauskapelle, in die wir uns für die Woche ebenfalls einquartiert haben. Obwohl rein freiwillig sind hier die Reihen der Teilnehmer geschlossen.


Fixpunkte sind das Morgenlob und Abendlob, unterschiedlich in ihrer Art von verschiedenen Teilnehmern gestaltet. Dies zeigt den roten Faden, der sich durch diese Reise zieht: nicht theologisch perfekt fundierte Aussagen sind wichtig, nicht alle Sehenswürdigkeiten gesehen zu haben, nicht alle Gesichtspunkte von Franziskus und Klara aufgezählt zu haben, sondern das persönliche Erlebnis und das Nachgehen, Berührtwerden und Auskosten dieser Impulse ist wichtig.






Montag, 21. August 2017

Nachricht aus Assisi

Auf der Pfarrreise nach Assisi ist heute am späteren Nachmittag kreativer Nachmittag, Gelegenheit also, um einen kurzen Bericht für die Daheimgebliebenen zu geben.



Nach der Anreise am Samstag - um fünf Uhr ging es los - sind die 30 Teilnehmer endlich um 20:30 Uhr in der Villa Santa Tecla angekommen. Es gab noch Abendessen in diesem schönen Ambiente. Die von uns, die bereits vor vier Jahren mit der Pfarre hier waren, fühlten sich gleich wieder wie zu Hause. Es ist ein Haus der Diözese Assisi, ein paar Kilometer ausserhalb von Assisi, wunderschön erhöht im Grün gelegen.

Auf den Spuren von Franziskus und Klara, so lautet das Motto (mit Franziskus ist Franz von Assisi und nicht der gegenwärtige Papst gemeint). So ging es am Sonntag nach Morgenlob und Frühstück nach Assisi und nach einen kurzen Rundgang feierten wir in der Kirche San Stephano den Sonntagsgottesdienst. Diesen gemeinsam mit einer Jugendgruppe aus Rheinland Pfalz feiern zu können, die Zelebrant Markus Beranek spontan mit einband, machte das Vereinende, das in Assisi überall zu spüren ist, besonders gut erlebbar.

Nach der Messfeier ging es in die Kathedrale San Francesco und danach gab es eine schöne Rundwanderung  durch einen neuen Themenpark. Und am Abend gab es für besonders Interessierte noch einen Vortrag über die Giotto Fresken aus der Oberkirche von San Francesco.

Heute Montag gab's Besichtigungen zum Thema Berufung. Es ging nach Santa Clara mit dem Kreuz von San Damiano, das sich ebendort befindet. Danach ging es von Assisi per pede hinunter nach San Damiano selbst. An diesem Ort hat Franz seine Berufung erfahren, an diesem Ort hat die Heilige Klara gelebt und ist dort auch gestorben.


Damit schließt sich der Kreis: am Nachmittag findet der Kreativworkshop statt ...

Schon wieder ein neues Blatt

Heute wurde der Druck des neuen Pfarrblattes, Ausgabe September 2017, freigegeben und ab Freitag nachmittag können es die tüchtigen Austrägerinnen und Austräger bereits in der Sakristei abholen.
Das Thema des Blattes ist "500 Jahre Reformation" und dazu gibt es einige Beiträge, auch natürlich von Pfarrer Christian Brost und unserer Karikaturistin Dagmar Ungrad.

Online Leserinnen und Leser sind früher dran und finden hier alle Infos zum online Lesen des neuen Blattes.

Es haben wieder viele mitgewirkt: Alle, die uns Termine und Berichte aus ihren Bereichen geschickt haben, wie nur als Beispiele Frauenbewegung, Bildungstreff, Mütterrunde, Arche und Jugend. Es wirken mit: Dagmar Ungrad, unserer Karikaturistin, Sr. Hermi, Renate Pribyl und Christian Brost, die sich interviewen ließen, Juliane und Peter, die uns einen Blick in ihren katholevangelischen Ehealltag erlauben, Pfarrer Markus Beranek, Pfarrgemeinderätin Erika Trabauer und Johannes Lenius, die ihre Kolumnen beitragen, Manfred Plattner und Pfarrer Markus Beranek, die den makellosen Kalender beisteuern, unsere Freundinnen aus dem Pfarrverband, die ihre Beiträge zusenden, Marion Satra, die die mühevolle, weil genau betrachtete, Chronik von Begräbnissen, Taufen und Hochzeiten beiträgt, unsere genauen Reviewer Erika Trabauer, Franz Bauer, Dr. Fritz Freudensprung, Günther Preisinger, die für wenig verbleibende Fehler sorgen, das freundliche Team der Druckerei Bösmüller, Hans Kleedorfer, der die schweren Schachteln mit 7000 Exemplaren von der Druckerei in die Sakristei schleppt und dort für die über 100 Austrägerinnen und Austräger bereitlegt, natürlich  die Austrägerinnen und Austräger, ohne die das Blatt nicht zu Ihnen kommen würde, hinter der Bühne Pfarrsekretärin Hedi Grosschopf, die den finanziellen Teil und die Inserate managed und zuletzt die Redaktion mit Wolfgang Flandorfer (Herbert Mathe war bei dieser Ausgabe auf Urlaub), die das alles zusammenhält. Und alle, die wir jetzt vergessen haben.

Danke diesen Vielen...

Dienstag, 15. August 2017

Ein 150. Geburtstag

Der Jubilar
So alt ist heuer die Kapelle am Michelberg. Zu diesem Jubiläum gab es eine Festmesse am Gipfel dieses 408 m hohen Berges mit einer prachtvollen Rundumsicht. Die Messe wurde innerhalb der Grundmauern der ehemaligen, 35 m langen  Kurzzeit-Wallfahrtskirche gefeiert, die ein paar Jahre nach ihrer Erbauung wieder abgerissen werden musste. Vor einigen Jahren wurden diese Grundmauern im Rahmen eines archeologischen Projektes ausgegraben und zur Besichtigung hergerichtet. 1867 errichtete  die Gemeinde Haselbach die Kapelle, die heute noch gerne besucht wird und am Pilgerweg Weinviertel liegt.

Pfarrer Markus Beranek assistiert von Diakon Anton Istuk hielt eine vom Sonnenlicht überstrahlte Messe. Die Jagdhornbläsergruppe blies festliche Weisen und am Ende sprach auch der Bürgermeister von Niederhollabrunn Jürgen Duffek (Haselbach gehört zu dieser politischen Gemeiende, ist aber eine eigene Pfarre im Pfarrverband Am Jakobsweg-Weinviertel). Natürlich wurden auch die traditionellen Kräutersträußchen gesegnet und verteilt.

Hier gibt es viele Fotos.


Kräutersackerl

Die Legende erzählt, dass beim Begräbnis der Mutter Jesu - Maria - alle Aposteln und Jünger zum Begräbnis kamen, aber Jesus selbst seine Mutter dann in den Himmel mitgenommen hat. Und als die Trauergäste in das leere Grab starrten, da befanden sich wohlriechende Blumen und Kräuter drinnen und verströmten ihren wunderbaren Duft.

Daran wird gedacht, wenn am 15. August Kräuersackerl verkauft und verteilt werden. Bei uns in der Pfarre macht diese Wunderwerke der Kleinkunst Anni Führer und sie und Freundinnen verkaufen sie nach den Sonntagsmessen. Der Erlös gehört der P2-Renovierungskassa.

Einen großen Dank dafür an Anni!

Hier gibt es Fotos dazu.

Sonntag, 13. August 2017

Predigt am heutigen Sonntag

Predigt am 19. Sonntag
Pfarrer Markus Beranek

Religion beschäftigt die Öffentlichkeit. Derzeit passiert das oft in einer Auseinandersetzung mit dem islamischen Fundamentalismus. Menschen üben Gewalt aus und meinen sich dabei, auf Gott berufen zu können. Für uns von der Aufklärung geprägte Europäer ist das ein völlig absurdes Denken. Mir ist es  in diesem Zusammenhang wichtig darauf hinzuweisen, dass es sich hier um eine engstirnige, unreife Form von Religiosität handelt, die es in allen Religionen gibt, auch im Christentum. In den Religionskriegen nach der Reformation etwa oder in den Kreuzzügen oder in manchen christlichen Fundamentalismus, der Gewalt auch heute als Werkzeug und Auftrag Gottes versteht. Mir kommt es so wichtig vor, dass wir uns diesen Zerrformen der Religion mit einem selbstkritischen Blick näheren, damit wir nicht in ein oberflächliches schwarz-weiß Denken verfallen, sondern damit unser kritischer Blick uns vor allem auch hilft, unseren eigenen Glauben von falschen Vorstellungen zu läutern.

            Mit dem Propheten Elia in der Lesung aus dem ersten Königsbuch und dem Apostel Petrus sind uns heute zwei Beispiele begegnet. Beide Männer haben ein feines Gespür für Gott, beide haben einen leidenschaftlichen Glauben. Von beiden hören wir heute, wie ihr Glaube einem Wachstums- und Entwicklungsprozess unterliegt. Nach dem Wettstreit mit den Baalspriestern am Berg Karmel lässt der Prophet Elia einige hundert Baalspriester abschlachten. Natürlich – er ist ein Kind seiner Zeit. Aber dann muss er vor der Königin fliehen und wünscht sich in der Wüste völlig ausgebrannt den Tod. Nach der Stärkung durch den Engel Gottes begegnet er dann am Berg Horeb/ Sinai Gott. Zuerst hören wir all die Naturphänomene, die als Ausdruck der Gottesoffenbarung gedeutet wurden: Sturm, Erdbeben, Feuer. Das sind auch die Zeichen die das gewaltige und gewalttätige Gottesbild des Elia ausmachen.

Aber  - und das ist das Spannende an der Bibel – das funktioniert nicht mehr. Der wahre Gott ist anders. Er entspricht nicht unseren Vorstellungen, er entzieht sich der menschlichen Versuchung zur Macht, er begegnet uns anders, als wir es bisher gewohnt waren. Elia begegnet Gott im sanften, leisen Säuseln des Windes.

Diese Spur durchzieht die Bibel – ein Gott, der uns im Kleinen, Zarten, Zerbrechlichen begegnet, in den Wunden unseres Lebens, in unseren Schattenseiten, in den Armen, in den Menschen am Rand.

Wir könnten die Geschichte des Elia am Berg Horeb auch als eine Bekehrungsgeschichte lesen. Aus einem glühendem, lauten Gotteskämpfer, aus einem wirklich Gläubigen der in unserer Sprache zugleich ein Fundamentalist ist, wird ein Mensch, der in seinem Schatten, im Zarten und Unscheinbaren Gott begegnet.

Gott ist nicht die Projektion unserer Wünsche, Gott unterliegt nicht dem einfachen schwarz – weiß Denken. Gott ist nicht dort, wo wir uns moralisch über die anderen erheben. Gott ist dort, wo wir uns hinterfragen, wo wir umdenken und aus unseren bisherigen Gewohnheiten ausbrechen – oder mit einem anderen Bild: wo wir wie Petrus in aller Unsicherheit auf dem Wasser des Wagnisses des Glaubens gehen.

Das Säuseln hören

Die heutige Lesung des Sonntages berichtet vom Propheten Elias (auch Elija (➤Wikipedia), er lebte im 9. Jahrhundert vor Christus, siehe Erstes Buch der Könige, Kapitel 19 aus dem Alten Testament), der, nachdem er eine Demonstration göttlicher Gewalt inszeniert (siehe Bild) und eine Demonstration menschlicher Gewalt durch die Abschlachtung der 400 falschen Propheten des Götzen Baal zeigt, persönlich erleben muss, dass sein Gott doch kein Gott der Macht- und Gewaltdemonstration ist. Er flüchte in die Wüste und kommt auf den Gottesberg Horeb, auch als Berg Sinai bekannt. Dort ruft ihn Gott:

Der Herr antwortete: Komm heraus und stell dich auf den Berg vor den Herrn! Da zog der Herr vorüber: Ein starker, heftiger Sturm, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, ging dem Herrn voraus. Doch der Herr war nicht im Sturm. Nach dem Sturm kam ein Erdbeben. Doch der Herr war nicht im Erdbeben.Nach dem Beben kam ein Feuer. Doch der Herr war nicht im Feuer. Nach dem Feuer kam ein sanftes, leises Säuseln. Als Elija es hörte, hüllte er sein Gesicht in den Mantel, trat hinaus und stellte sich an den Eingang der Höhle.

Elias erlebt, wie Pfarrer Markus Beranek in seiner Predigt auch in Bezug auf die Gewalt der Islamisten oder anderer religiöser Fundamentalisten sagte, dass diese Vorstellung von Gott als "Dreinschlager" und Vernichter der Feinde nur eine Projektion eigener Wünsche und Vorstellungen von Menschen ist und Gott in Wirklichkeit in unglaublicher Sanftheit, als sanftes, leises Säuseln,  als Gott der Liebe auf uns Menschen zukommt.

Das passt ganz gut auch auf Worte der Gewalt und des "Dreinschlagens", die man von mächtigen Präsidenten aber auch von ohnmächtigen Postern im Internet heute hört. Vielleicht sollten wir alle unsere Ohren aufsperren, um das sanfte, leise Säuseln überhaupt zu hören.

Und am Dienstag dem 15. August, dem Feiertag der Aufnahme Marias in den Himmel, gibt es dann als alten Brauch Sackerl mit Lavendel, die durch Ihre Spende helfen, das P2 Projekt schuldenfreier, und durch ihren Wohlgeruch Ihren Kleiderkasten mottenfreier zu machen.

Bild: WikiCommons. Elias bittet Gott, Feuer auf sein Brandopfer herunterkommen zu lassen, um zu zeigen, dass nur er den richtigen Gott anbetet.

Donnerstag, 10. August 2017

Pfarrgartenpflege

Der Garten hinter dem Pfarrhof wurde nach dem Umbau des Pfarrzentrums, wo er als Zufahrt benützt wurde, wieder auf Vordermann gebracht. Jetzt muss auch die riesige Rasenfläche gepflegt werden.
Karl Hochfelsner hat uns ein Foto der fleißigen Hobbygärtner geschickt. Franz Haslinger (sitzend) und Erwin Buxbaum mit dem neuen Rasentraktor.



Anmerkung: Wie man in der "Urversion" gleich zwei falsche Vornamen schreiben konnte, ist rätselhaft. Wir entschuldigen uns für dieses Mißgeschick.

Eine Wallfahrt auch für Kranke

Die Legio Mariens veranstaltet am Freitag, dem 1. September 2017 eine Wallfahrt nach Maria Dreieichen, bei der nach einer Krankenmesse auch eine Krankensegnung stattfindet. Alles Weitere finden Sie am Plakat.


Maria Himmelfahrt

Der 15. August ist nicht nur eine freier Tag, sondern auch ein Feiertag. Das Fest Mariä Aufnahme in den Himmel - so heißt es eigentlich - geht auf ein Marienfest zurück, das Cyrill von Alexandrien im 5. Jahrhundert einführte. Dieses Fest legte er auf den 15. August.
Der Glaube an die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel ist seit dem 6. Jahrhundert bezeugt und wurde 1950 von Papst Pius XII. für die römisch-katholische Kirche zum Dogma erhoben.

Die Gottesdienste sind in der Pfarrkirche wie an Sonntagen. Aber zwei Besonderheiten gibt es in unserer Umgebung auch an diesem Tag. 

Einerseits der 150. Geburtstag der Kirche am Michelberg. Alles Nähere dazu gibt es hier.

Andererseits das Kirchweihfest in Oberhautzental - mit einem umfangreichen Programm vom Fackelzug bis zur Dekanatsfrauenwallfahrt. Die Festmesse ist am 15. August um 9:30. Und die Freiwillige Feuerwehr lädt zum gemütlichen Beisammensein ein.





Herbstprogramm des Bildungstreff ist da, Hurra.

Die Katholische Frauenbewegung der Pfarre Stockerau erstellt jedes Jahr im Herbst und Frühjahr ein schmackhaftes Programm aus abendlichen Kursen zu den Themen Gesundheit, Umwelt, Kochen, Glaube, Persönlichkeitsbildung. Die Veranstaltungsreihe nennt sich Bildungstreff - kurz BT und beginnt am 16. September mit einer Herbstlichen Kräuterwanderung. Das Bild links (Foto. H. Hufnagl) zeigt eine der afghanischen Frauen, die uns am 16. Oktober wie im Frühling schon etwas aus der afghanischen Küche zeigen werden.

Helene Hufnagl, die den Bildungstreff leitet und das Programm organisiert, hat uns  das Herbstprogramm 2017 geschickt.

Hier ist das gesamte Programm zum Schnuppern, das Sie natürlich im PfarrWeb hier finden. Dort gibt es auch den Programmfolder zum Herunterladen (er liegt aber auch im altmodischen Papier in der Kirche beim Schriftenstand auf)  und alle nötigen Informationen zur Anmeldung. . Natürlich können Sie sich auch hier gleich online anmelden.

HERBSTLICHE KRÄUTERWANDERUNG
Wir treffen uns beim Autohaus Reijnders in Leitzersdorf
Samstag, 16.Sept. 2017 um 15.00 Uhr
Ref.: Gerda Zipfelmayer
Kosten: € 15,00 inkl. Material und Unterlagen

Die OMNIPATHIE – Vortrag
löst energetischen Blockaden und Traumen und schafft Entspannung auf körperlichen und seelischen Ebenen
Dienstag, 19.Sept. 2017 um 19.00 Uhr
Ref.: Ute Pfersman und Karin Lenitz
Kosten: € 12,00

BACKEN MIT MARIA - kochen
Salzstangerl, Semmeln, Kornstangerl – knusprig & frisch Montag, 25.Sept. 2017 um 18.00 Uhr ODER Mittwoch, 27.Sept. 2017 um 18.00 Uhr Ref.: Maria Paul, Seminarbäuerin Kosten: € 29,00 inkl. Material, Unterlagen und jede Menge Weckerl

HÜLSENFRÜCHTE - kochen
Vielfältige Rezepte mit Bohnen, Erbsen, Linsen – die Eiweißbomben Mittwoch; 04.Okt. 2017 um 18.00 Uhr ODER Donnerstag, 05.Okt. 2017 um 18.00 Uhr Ref.: Maria Paul, Seminarbäuerin Kosten: € 29,00 inkl. Material und Unterlagen

MIT SCHWUNG UND ELAN IN DIE KALTE JAHRESZEIT
Zum Mitmachen QiGong und diverse Entspannungsmethoden Dienstag, 10.Okt. 2017 um 19.00 Uhr Ref.: Dr.med. Barbara Vorlaufer Kosten: 10,00

AFGHANISCHE KÜCHE - kochen
Unsere afghanische Frauen aus Stockerau kochen wieder für uns
Montag, 16.Okt. 2017 um 19.00 Uhr
Kosten: € 11,00 plus Material

JUGENDKOCHKURS - kochen
Schnelle und einfache Gerichte für junge Leute, die noch keine Erfahrung in der Küche haben, aber das ewige Junkfood satt haben
Mittwoch, 25.Okt. 2017 um 18.00 Uhr
Ref.: Michaela Neruda
Kosten: € 10,00

SCHNAPP DIR DIE KAROTTE - Vortrag
Schnapp dir dein Glück, nimm dein Leben in die Hand und du gewinnst
Donnerstag, 09.Nov.2017 um 19.00 Uhr
Ref.: Maria Auer, dipl. Lebensberaterin
Kosten: € 12,00

HEIMISCHE FISCHE – kochen
Regionale Fische – kochen und genießen mit gutem Gewissen
Mittwoch, 15.Nov. 2017 um 19.00 Uhr
Ref.: Gerhard Neruda

KÖSTLICHE WEIHNACHTSBÄCKEREI - backen
Adventzeit ist die Zeit voller Düfte nach Zimt und Vanille.
Montag, 20.Nov. 2017 um 18.00 Uhr
ODER Dienstag 21.Nov. um 18.00 Uhr
Ref.: Gerda Zipfelmayer

Mittwoch, 2. August 2017

Die Kapelle am Michelberg feiert Geburtstag

Die Pfarre Haselbach, die zum Pfarrverband Am Jakobsweg-Weinviertel gehört, lädt auch Sie zum 150. Geburtstag der Michelbergkapelle ein. Dazu gibt es am Feiertag Maria Himmelfahrt, dem 15. August, um 11:15 eine Festmesse, aber auch eine eigene Festschrift.