Sonntag, 9. Juli 2017

Ein Feriensonntag

Ab heute ist eine Woche lang Pfarrvikar Tomasz Iwandowski "Ferien-Alleinherrscher" über vier Pfarren des Pfarrverbandes. In seiner "Sommerpredigt" - wie er sie dank ihrer Kürze und Würze nannte - ging er vor allem auf das Evangelium ein, in dem Jesus als Mensch und Gott zuerst seinem Vater ein Dankgebet spricht.

In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.

Dann bat er die Kirchenbesucherinnen und Kirchenbesucher, aufzuzeigen, wenn sie gar keine Last zu tragen haben. Erwartungsgemäß zeigte niemand auf. Tomasz schlug dann vor, unsere Last zu Jesus zu tragen, wie es im Evangelium weiter heißt:

Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.


Vermutlich trägt jetzt auch ein Mensch eine große Last, weil er links und rechts vom Kirchenportal mit silberner Spray-Farbe seine persönliche Frustration in einer boshaften Sachbeschädigung ausgetobt hat. Vom Symbol der Anarchisten (dem A im Kreis), dem Wort "Gehirnwäsche" und "Jude" samt dem Judenstern, der rechtsdrehenden Spirale (auch uraltes Symbol der Schöpfung) und einem Zitat aus einem Film "Argo" vom Jahr 2012 wurde alles auf die vor wenigen Jahren restaurierte Kirchturmwand gesprayt.






Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Wir freuen uns über jeden Kommentar. Und da wir mit konkreten Menschen kommunizieren wollen, bitten wir Sie, nicht anonym zu kommentieren.