Freitag, 18. Mai 2018

Open Air Maiandachten

Neben den Maiandachten in der Pfarrkirche gibt es auch jedes Jahr Maiandachten an anderen Plätzen Stockeraus. Wir möchten Sie noch auf zwei Termine hinweisen, die bald sein werden.

Die erste Maiandacht ist am Sonntag, den 27. Mai um 16 Uhr beim Abgang von "Unter den Linden" zur Anton Schlinger-Gasse, wo sich die kleine Kapelle mit der gläsernen, blauen  Marienstatue des gebürtigen Stockerauers Adi Holzer befindet.

Am Dienstag darauf, dem 29. Mai um 18:30 ist die Maiandacht im Garten von Familie Krapfenbauer (Dort ist auch s'Toni Cafe) in der Schießstattgasse.
Für Neo-Stockerauer noch ein Lageplan.


Donnerstag, 17. Mai 2018

Das letzte Stockerauer Pfarrblatt

Das Pfarrblatt Juni 2018 ist in der Druckerei und wird Mitte nächster Woche in der Sakristei für unserer 100-köpfige Pfarrblattverteilergruppe zum Abholen sein. Online Leserinnen und Leser haben den Vorteil, diese neue Ausgabe bereits jetzt im Internet zu lesen zu können. Das Thema des Pfarrblattes ist "Jugend im Blick". Die Redaktion hofft, dass Sie wieder interessanten Lesestoff finden. Mehr als 25 Menschen tragen mit ihren Beiträgen zu diesem Pfarrblatt bei.

Hier gehts zum Juni-Pfarrblatt im PDF Format. Und hier geht es zum Pfarrblattarchiv.

Unser Stockerauer Pfarrblatt unterwegs wird mit dieser Juni-Nummer endgültig eingestellt. Aus, vorbei.

Und das geht so: Seit dem 1. April 2017 ist die Pfarre Stockerau Teil des Pfarrverbandes Am Jakobsweg-Weinviertel mit seinen insgesamt fünf Pfarren entlang des Jakobsweges. Viel hat sich für unsere Leserinnen und Leser dadurch nicht verändert. Ein paar Logos des Pfarrverbandes ("die Jakobsmuschel") fand man auf der Titelseite und hie und da im Inneren. Die Änderungen sind bisher eher für die "Insider" spürbar geworden. Ab Herbst ändert sich das, denn es wird eine Pfarrzeitung für alle fünf Pfarren geben - in neuem Gewand, mit neuen Inhalten, mehr Umfang und größerer Auflage. Vieles soll sich verändern: das fordern wir gerne in vielen Gebieten des Lebens. Wenn es dann soweit ist, dann trauern wir dem Vergangenen nach. Das wird auch hier in allen Pfarren so sein.

Gehen Sie bitte mit uns den Veränderungsweg.  Denn, was sich nicht ändern soll, ist das Ziel, Ihnen, liebe Leserinnen und Leser interessanten Lesestoff zu Gott und der Welt zu bieten und auch ein bisserl Tratsch aus dem Pfarrumfeld Stockerau, aber auch unserer Nachbarpfarren - das weitet den Blick, denn auch andere Mütter haben schöne Kinder.
Wir haben uns für diese Abschieds-Ausgabe nicht das Thema "Sterben und Tod" sondern das Thema "Jugend im Blick" ausgesucht, und das absichtlich...

Dazu wird es ein Pfarrverbands-Redaktionsteam mit Mitgliedern aus allen 5 Pfarren geben, das dafür sorgt, dass Interessantes für alle in der neuen Zeitung zu finden ist, aber es wird auch je Pfarre Seiten geben, die Pfarre-Stockerau-Spezifisches beeinhalten.

Lassen Sie sich überrraschen.

Mittwoch, 16. Mai 2018

Bibel-Fest

Heute, Mittwoch 16. Mai, war der sechste und letzte der Abende,  die sich mit dem Lesen der Bibel beschäftigten. Geri und Sigi Braunsteiner gestalteten die Mittwochabende, an denen pro Abend etwa 40 Interessierte teilnahmen. Der letzte Abend war unter anderem dem Nutzen der diversen (vielen) Übersetzungen der Bibel und Tipps zum Umgang mit "schweren Bibelstellen" gewidmet und klang mit einem kleinen Imbiß und Umtrunk aus.

Viele meinten, dass die Abende ein sehr nützliches Werkzeug zum Umgang mit dem Wort Gottes gewesen seien und Lust auf häufigeres Lesen der Bibel machen.

Sigi und Geri Braunsteiner.
Und wie man auf dem Foto rechts bemerken kann, hat Geri auch einen Heiligenschein spendiert bekommen.



Dienstag, 15. Mai 2018

Eine Zeitung namens - Der Pilger

Das Kloster St. Koloman in Stockerau ist auch die Zentrale des Ordens für Österreich, Südtirol und Rumänien. Es gibt für die Schwestern in diesen Ländern und für alle Freunde des Ordens auch eine Zeitung "Der Pilger", die uns Schwester Hemma und Schwester Petra Maria anlässlich des großen Festes des Ordens - Pfingsten, da sie den Namen des Hl. Geistes in ihrem Ordensnamen tragen - zugeschickt haben.

Sie können die PDF-Version hier ansehen oder herunterladen. Viel interessanter Lesestoff.

Sonntag, 13. Mai 2018

Eine vielleicht nicht gehaltene Predigt

Die Kapelle am Kernhofer Gscheid
am Montag um 6 Uhr früh.
Am Sonntag, den 13. Mai 2018 ist Pfarrer Markus Beranek mit den Fußwallfahrerinnen und Fußwallfahrern Richtung Mariazell unterwegs. Da geht's früh morgens von der Ebenwaldhöhe (1000 m), wo übernachtet wird, hinunter ins Andersbachtal, hinaus nach Hohenberg, dann über St. Aegyd am Neuwald und die Unrecht Traisen hinauf aufs Kernhofer Gscheid, wo die letzte Nacht vor Mariazell im Alpengasthof Gruber wartet - und Markus Beranek mit den angenehm müden Wallfahrerinen und Wallfahrern  die Abendmesse feiert und ein paar Gedanken aus der unten stehenden Predigt predigen wird. Die Lider sind schwer, aber die Ohren offen für die Botschaft.


Predigt 7. Sonntag der Osterzeit (13.5.2018)

Sowohl die Lesung aus der Apostelgeschichte als auch das Evangelium sind vom Übergang geprägt. Wir haben gerade ein Stück aus dem sogenannten „hohepriesterlichen Gebet“ Jesu gehört, das uns nur das Johannesevangelium am Abend des Gründonnerstags am Ölberg überliefert. Dieses Gebet spiegelt stark das Grundgefühl der Christen wieder, für die das Johannesevangelium verfasst wurde. Sie erleben sich in einem nicht christlichen Umfeld in einer sehr angespannten und herausfordernden Situation. Jesus betet um ihren Zusammenhalt und darum, dass sie „in der Wahrheit geheiligt werden“. Das ist die Bitte, dass das Wort Gottes, die Botschaft Jesu inmitten aller Herausforderungen des Lebens die einzelnen Christen  begleitet, stärkt und in ihrer Verbundenheit mit Gott wachsen lässt.

Auch wenn die Apostelgeschichte vom Autor des Lukasevangeliums stammt knüpft sie hier thematisch an. Unmittelbar nach der Himmelfahrt Jesu hat der Kreis der 12 Apostel noch eine ganz hohe Bedeutung. Sie repräsentieren die zwölf Stämme Israels und sie stehen dafür, dass genau diese Menschen Jesus selbst erlebt haben und dass sie ihn ganz authentisch bezeugen können. Nun geht es also darum, ganz konkret einen Nachfolger für Judas Iskariot zu finden. Die Art und Weise, wie das vor sich geht schauen wir uns jetzt etwas genauer an, denn sie kann uns helfen, auch für unser Leben Entscheidungen im Sinne Jesu zu treffen. Entscheidungen, in denen seine Kraft auch an uns wirksam wird.

Zunächst einmal stellt Petrus fest, was Sache ist: Judas ist ausgefallen und es braucht für ihn einen Ersatz. Das ist für Entscheidungssituationen immer ganz wichtig klar zu sagen, worum es geht und was die Frage ist. Petrus redet dann weiter und benennt einige Kriterien für die Entscheidung: der, der da gewählt wird muss mit uns Zeuge der Auferstehung sein, hier entsteht ein Anforderungsprofil für diese Aufgabe. Im gemeinsamen Gespräch kristallisieren sich dann offensichtlich ganz deutlich zwei Männer heraus: Barsábbas und Judas. Wieder für uns der Hinweis: Entscheidungssituationen brauchen immer eine Phase des Hinhörens auf die unterschiedlichen Meinungen und Argumente. Auch wieder ein Punkt, wo Verstand und Vernunft ganz stark gefragt sind. Nachdem die beiden Kandidaten feststehen ist der Gemeinde wichtig deutlich zu machen, dass in ihren Entscheidungen das Wirken Gottes zum Ausdruck kommt. Deshalb beten sie miteinander und treffen dann die Auswahl durch Losentscheidung. Wieder für uns der Hinweis in Entscheidungssituationen mit dem Anliegen ins Gebet zu gehen, das, was uns da beschäftigt Gott anzuvertrauen und ihn, seinen Heiligen Geist um Klärung zu bitten. Nachdenken, der Einsatz der Vernunft und des Verstandes bleiben die eine wichtige Säule, das achtsame Gespräch miteinander ist ein weiterer Bestandteil. In all dem kann Gott auch bereits sich mitteilen. In persönlichen Entscheidungssituationen würde ich an die Stelle des Loses die Wahrnehmung des Trostes setzen. Eine gute Entscheidung, bewirkt inneren Frieden, lässt Freude und Vertrauen wachsen und bestärkt unsere Verbundenheit mit Gott.

Vielleicht sind die Tage vor Pfingsten eine ganz besondere Gelegenheit Gottes guten Geist um seinen Beistand in den kleinen und großen Entscheidungssituationen unseres Lebens zu bitten.

Freitag, 11. Mai 2018

Unterwegs nach Mariazell

Das Vortrage-Kreuz
Abmarsch-Foto
Unsere Fußwallfahrerinnen und Fußwallfahrer sind seit dem Christi-Himmelfahrtstag, 9 Uhr wieder die 150 km von Stockerau nach Mariazell unterwegs. Heute Freitag wird nach einem sonnigen Tag wie seit Jahrzehnten bei Familie Hobl am Hegerberg übernachtet, die meisten schlafen am Heuboden. Morgen Samstag geht's über Michelbach nach St. Veit an der Gölsen und dann nach der Mittagspause steil hinauf auf die Hochebene (ca. 1000 m) der Ebenwaldhöhe. Der Sonntag ist ein anstrengender Tag, denn erst geht's rund um die Reisalm auf den höchsten Punkt der ganzen Wallfahrt (an die 1200 m) und dann hinunter ins Andersbachtal. Der Andersbach mündet  in Hohenberg in die Unrecht Traisen, dann geht es in der Mittagssonne (hoffentlich) flußaufwärts auf dem Radweg Richtung St. Aegyd am Neuwald und weiter über das Unrecht Traisen Tal hinauf auf das Kernhofer Gscheid. Der Montag führt die Wallfahrt über die Walster, den Hubertussee und den Habertheuersattel hinunter nach Mariazell, wo um 15 Uhr beim Gnadenaltar die Festmesse sein wird, diesmal vom Chor unseres Stockerauer Gymnasiums musikalisch gestaltet..

Neu - Ein Lied nach der
Mittagspause bei der
Tullner Donaubrücke
Wallfahrersegen bei der
Verabschiedungsmesse
Wir wünschen den über 30 Wallfahrerinnen und Wallfahrern
schönes Wetter, ein fröhliches Herz, einen kühlen Wind, schöne Gespräche und besinnliche Andachten und Gottesdienste. Beten Sie für uns - würde Papst Franziskus sagen. Wir sagen es auch.


Donnerstag, 10. Mai 2018

Die Predigt von Christi Himmelfahrt

Pfarrer Markus Beranek hat uns seine Predigt vom Christi Himmelfahrtstag zukommen lassen.

Predigt Christi Himmelfahrt 2018

„Den Glauben weitergeben“ haben wir als Motto für die heurige Mariazellwallfahrt. Ich persönlich tue mir immer schwer, wenn ich in Dingen des Glaubens solche Imperative höre, die mir sagen, was ich tun soll.

„Den Glauben weitergeben“ – zu allererst erinnert mich dieser Satz deshalb daran, dass ich unter Rahmenbedingungen aufgewachsen bin und leben, die mir geholfen haben und helfen, den Glauben als einen ganz selbstverständlichen Bestandteil meines Lebens zu verstehen und durch den Glauben gleichzeitig zu entdecken, dass Gott immer größer denkt, mich aus den gewohnten Bahnen herausholt, mir hilft, meine gewohnten Denkmuster zu durchbrechen. Zu den Rahmenbedingungen gehören meine Heimatpfarre in Wien, meine Eltern und viele Menschen, die ich im Lauf der Zeit kennengelernt habe – nicht zuletzt hier in Stockerau. Ich erlebe das als ein Privileg, jeden Tag die Möglichkeit zu haben, meinen Glauben mit anderen zu teilen – jetzt in der Messe, in Gruppen und Gesprächen. Es macht mir Freude zu glauben, es gibt mir was und ich profitiere selber davon, dass ich von meinem Glauben rede. Durch das Predigen lerne ich selber viel über die Bibel, lerne ich selber meinen Glauben durchzuformulieren, hinterfrage ich mich, was mich wirklich trägt und drängt. Den Glauben weitergeben, das ist für mich ein gegenseitiges Geben und Nehmen, der Glaube wächst, indem er lebet, benutzt und von ihm geredet wird, sonst wird er schal, müde und verschüttet.

Priester geworden bin ich, weil ich von klein auf gespürt habe, dass die Nähe Gottes mich fasziniert, mir Kraft gibt, mich birgt – und, was im Laufe des Lebens immer stärker geworden ist: mich herauslockt.

Den Glauben weitergeben hat für mich deshalb mit einer ganz tiefen Sehnsucht zu tun. Weil ich eine Ahnung von diesem Gott bekommen habe, deshalb ist es mir ein Anliegen dazu beizutragen, dass auch andere Menschen, den vielleicht verschütteten Brunnen ihres Lebens neu ausgraben.

„Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden“ hat es vorher im Evangelium geheißen. Glauben heißt für mich, mich der Spur der Sehnsucht, dem Geheimnis meines Lebens zu öffnen. Nicht glauben heißt sich abschotten, innerlich verschlossen und leblos zu bleiben. In diesem Sinn kann es sehr sehnsüchtige und für das Geheimnis offene Atheisten geben und Christen, die ihren Glauben dermaßen kaltgestellt haben, dass sie trotz aller frommen Übungen eigentlich ungläubig sind.

Und damit wird deutlich, was „Weitergabe des Glaubens“ bedeutet – es geht darum Menschen Mut und Lust zu machen, auf der Spur der Sehnsucht zu bleiben, nicht zu klein und zu engstirnig zu denken und zu leben. Es geht um das gute Leben, es geht um das große Glück. Es geht um die Entdeckung, dass ich geliebt und geborgen und gleichzeitig in Freiheit gesetzt bin. Es geht um die Erfahrung, dass sich wirkliche Lebensqualität nicht auf Kosten anderer sondern nur in einer gegenseitigen Verbundenheit verwirklichen lässt, in einer gemeinsamen Verantwortung für diese Gesellschaft und diese Welt.